Kreuzviertel

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Das Kreuzviertel ist der nordwestliche Teil der Altstadt. Seine Grenzen werden in etwa durch die Kaufingerstraße/Neuhauser Straße im Süden, die Weinstraße/Theatinerstraße im Osten und durch den Altstadtring beschrieben. Hier war das Zentrum der Geistlichkeit, die Klosterdichte war besonders hoch. Es wurde erstmals urkundlich am 29. Dezember 1458 erwähnt und hat seinen Namen nach der Kreuzgasse, einer Straße, die heute in etwa dem Promenadeplatz und der Pacellistraße entspricht. Die Herkunft des Namens ist ungeklärt. Anderer Name: Eremitenviertel (in einem Ratsbuch 1363 erstmals unter diesem Namen erwähnt, benannt nach dem Kloster der Augustinereremiten). Heute sind besonders Banken und Büros in diesem Viertel vorzufinden.

Lage

Zum Kreuzviertel im Nordwesten der Altstadt gehören die Straßen zwischen Kaufinger-/Neuhauser Straße und Wein-/Theatinerstraße. Hier lagen die Klöster um den Promenadeplatz und die Pacellistraße, daher auch die Namen des Viertels nach der historischen Kreuzgasse bzw. das Eremitenviertel.

Baudenkmäler im Kreuzviertel

A – J

  • Amiraplatz 1; Vereinigte Werkstätten, neuklassizistisches Eckhaus, 1938-40 von Robert Seitz.
  • Brienner Straße 1; Ehem. Palais Moy, jetzt Geschäftshaus, klassizistischer Vierflügelbau (Doppelhaus) mit Innenhof, 1824/25 von Leo von Klenze, nach Kriegsschäden um 1950/52 von Georg Helmut Winkler äußerlich annähernd wiederaufgebaut; mit Theatinerstraße 23.
  • Brienner Straße 5; Geschäftshaus, Neurenaissance, Ende 19. Jh.
  • Brienner Straße 7; Wohn- und Geschäftshaus, neuklassizistischer Jugendstil, Anfang 20. Jh.
  • Hartmannstraße 1; Altmünchner Bürgerhaus, vielleicht 17. Jh., Fassade 1893 von Oscar Strelin historisierend übergangen (vor allem Dachausbauten).
  • Hartmannstraße 8; Ehem. Schlößl- oder Gschlößlbräu, 1846 zu Wohnhaus umgebaut, Aufstockung und neubarocke Fassadengestaltung 1891-92 von Johann Grübel.
  • Jungfernturmstraße; An der Südseite der letzte oberirdisch anschauliche Rest der ehem. inneren Stadtmauer; Rohziegelbau, um 1300 / 15. Jh., mit stadtseitiger Wand des ehem. Jungfernturmes aus dem späten 15. Jh. und an diesen erinnernde Gedenktafel der 2. Hälfte des 19. Jhs.

Kardinal-Faulhaber-Straße

  • Kardinal-Faulhaber-Straße 1/3; Ehem. königliche Filialbank bzw. Bayerische Staatsbank, dann Bayerische Vereinsbank, jetzt HypoVereinsbank, monumentaler Neubarockbau, 1893-94 (Südteil) und 1907-08 von Albert Schmidt; zugehörig Salvatorstraße 11, siehe auch Prannerstraße 2.
  • Kardinal-Faulhaber-Straße 5; Eckhaus, Neurenaissance, 1889 von Oskar Strelin; nur z.T. erhalten.
  • Kardinal-Faulhaber-Straße 6; Ehem. Palais Spreti, jetzt Bankgebäude, spätbarock, um 1720, mit reicher Stuckgliederung im ersten Stock, sonst stark verändert.
  • Kardinal-Faulhaber-Straße 7; Ehem. Palais Holnstein, ursprünglich Adelswohnsitz, seit 1818 Erzbischöfliches Palais, Rokoko, 1735-37 von François de Cuvilliés d.Ä.; mit Innenausstattung.
  • Kardinal-Faulhaber-Straße 10; Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank (jetzt HypoVereinsbank), Westflügel, monumentaler Neubarockbau, 1895-96 von Emil Schmidt, mit reichem plastischem Schmuck von Hugo Kaufmann (Ostbau siehe Theatinerstraße 11).
  • Kardinal-Faulhaber-Straße 12; Palais Portia
  • Kardinal-Faulhaber-Straße 14; Bayerische Vereinsbank (jetzt HypoVereinsbank), stattlicher Neurenaissance-Eckbau, 1885-86 von Wilhelm Martens, 1891-93 in gleichen Formen nach Norden erweitert; 1948-52 Wiederaufbau durch Carl Sattler, 1977 umgestaltet; an der Südseite die Maffeistraße überspannender Maffeibogen, 1923 von Friedrich Thiersch, mit Dekoration von Wilhelm Nida-Rümelin
  • Kardinal-Faulhaber-Straße 14 a; Teil des Palais Montgelas, siehe Promenadeplatz 2.
  • Kardinal-Faulhaber-Straße 15; Wohn- und Geschäftshaus (Eckhaus), im Maximilianstil, 1855.

Karlsplatz (Stachus)

  • Karlsplatz; Karlstor, weitere siehe Hackenviertel
  • Karlsplatz 7/8/10/11/12; Karlsplatz-Rondell, etwa halbkreisförmige Folge von Geschäftshäusern beiderseits des Karlstores (siehe Karlstor), an Stelle der klassizistischen Vorgängerbauten von 1792-96 neu erbaut 1899-1901 von Gabriel von Seidl (Fassaden) und Oscar Strelin in repräsentativem Neubarock; Mittelteil einer wesentlich längeren Baugruppe.

Karmeliterstraße

Kaufingerstraße

  • Kaufingerstraße 2; Bürgerhaus mit reich gegliederter und stuckierter Fassade, um 1770; jetzt mit Marienplatz 1 verbunden, siehe dort.
  • Kaufingerstraße 8; Neubarockportal samt Ädikulafenster mit Reliefbüste der hl. Maria in Muschelnische darüber, 1889 (?).
  • Kaufingerstraße 10; Geschäftshaus, Natursteinfassade im Jugendstil, laut Inschrift 1904 von Georg Lersch und Paul Hirsch.
  • Kaufingerstraße 14/16; Geschäftshaus, barockisierende Natursteinfassade, 1913/14 von Karl Stöhr.
  • Kaufingerstraße 24; Eingang I. Geschäftshaus, Neurenaissance-Eckbau mit reich gegliederter Natursteinfassade, 1888-90 von Lorenz Wimmer; früher Gruppe mit Bauteil II = ehem. Liebfrauenstraße 2.
  • Kaufingerstraße 28; Geschäftshaus Zum Schönen Turm, jetzt Hirmer-Haus, stattlicher historisierender Eckbau, bez. 1914, von Eugen Hönig und Karl Söldner mit Bildhauerarbeiten von Julius Seidler; an der Ecke Modell des ehemals hier stehenden Schönen Turms.

L

  • Lenbachplatz 8; Künstlerhaus, Neurenaissancebau, 1896-1900 von Gabriel von Seidl; hoher, zurückgesetzter Hauptbau und niedriger Vorbau mit Restaurant; dazwischen malerischer Hof (Innenräume nur z.T. original erhalten, u. a. das Treppenhaus sowie das Venezianische Zimmer im Restaurant)
  • Liebfrauenstraße 2; Mietshaus, Neurenaissance, reich gegliederter Eckbau mit Natursteinfassade, 1888-90 von Ludwig Wimmer.
  • Löwengrube 18; Geschäftshaus, im Kern Neurenaissance von 1899, umgebaut 1923 von Julius Metzger (von damals der stuckierte Neurokoko-Erker), nach Kriegsschäden um 1950 ausgebaut.

M

  • Maxburgstraße 1; Restteil des ehem. Jesuitenkollegiums aus dem späten 16. Jh., östlich an den fragmentarisch (ohne Oberteil) erhaltenen Turm von St. Michael an die Ecke der Ettstraße grenzend; siehe Neuhauser Straße 6 (St. Michael) und 8 (ehem. Kollegium/Alte Akademie).

Maximiliansplatz

  • Maximiliansplatz; Städtebauliche Schöpfung des Klassizismus auf dem Gelände der ehem. Wallbefestigung, 1802-05 angelegt, ursprünglich mit einheitlicher, um 1823 vollendeter Bebauung (erhalten nur Maximiliansplatz 15); 1876-78 durch Karl Effner mit einer Grünanlage versehen, in der mehrere Denkmäler stehen. Zugehörig auch die Eschenanlage östlich von Maximiliansplatz 8 und die Anlage westlich von Maximiliansplatz 5. Am Westende der Wittelsbacher Brunnen, siehe Lenbachplatz.
  • Maximiliansplatz 12a; Sog. Kithan-Haus, repräsentatives Geschäfts-und Bürogebäude mit filigraner Fassade zum Maximiliansplatz, vollständig verglaster, siebengeschoßiger Stahlbetonskelettbau mit nach Osten abgeknickter Fassadenachse, durch zweigeschoßige Ladenzone, darüber umlaufenden Balkon und durch zurückgesetztes Terrassengeschoß mit einschwingendem Flachdach strukturiert, 1953 von Georg Brenninger.
  • Maximiliansplatz 15; Schlichter klassizistischer Bau, um 1812, modern aufgestockt; Rest der ursprünglichen Bebauung des Platzes.
  • Maximiliansplatz 18; Neurenaissancebau, um 1897 von Franz Rank; mit Bronzereliefs.
  • bei Maximiliansplatz 18; Maxtor, östlich an Nr. 18 anschließender Torpfeiler (der zweite rekonstruiert), 1804-05 von Nikolaus Schedel von Greiffenstein. In den Winkel zwischen Nr. 18 und 19 schräg eingefügt eine zum Maxtor gehörige, spiegelbildliche Blendarchitektur mit Brunnennische.
  • Maximiliansplatz 19; Neurenaissancebau, 1896 von Karl Stöhr; an der Rückseite (Rochusstraße 2) über der Tür Grabplatte des 17. Jh. und Gedenktafel, an das 1789 abgebrochene Pilgerspital erinnernd.

Neuhauser Straße

  • Neuhauser Straße 2; Ehem. Augustinerkirche St. Johannes der Täufer und Johannes der Evangelist, gotische Basilika (Ende 13.-15. Jh.), 1619/20 von Veit Schmidt frühbarock umgestaltet, 1803 profaniert (sog. Augustinerstock), 1914/15 von Theodor Fischer umgebaut; enthält das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum, Läden und Amtsräume des Polizeipräsidiums (siehe Ettstraße 2/4, ehem. Augsutinerkloster).
  • Neuhauser Straße 8; Ehem. Jesuitenkolleg (sog. Alte Akademie), 1585-90 (und später) wohl nach Entwurf von Friedrich Sustris; von dem weitläufigen Renaissance-Komplex nur Teile erhalten: die westlich an die Michaelskirche (siehe Neuhauser Straße 6) anschließende Fassade (1953-57 mit dem Statistischen Landesamt hinterbaut), der im rechten Winkel westlich daneben vorspringende Trakt mit hohem Südgiebel sowie die nordöstlichen Bauteile Maxburgstraße 1 (siehe dort) mit Turmstumpf; auf dem übrigen Gelände des ehem. Kollegs Neubauten, u.a. Kaufhaus Hettlage (siehe Neuhauser Straße 10).
  • Neuhauser Straße 10; ehemaliges Kaufhaus Hettlage, schlichter, fünfgeschossiger Stahlbetonskelettbau mit weiträumiger Erdgeschoßarkade, anstelle des kriegszerstörten Westflügels der sog. Alten Akademie (vgl. Neuhauser Straße 8) 1953-55 von Josef Wiedemann errichtet; Baukubus mit verputzter Lochfassade, deren lineare Fassadenbemalung durch Hermann Kaspar mit dem historischen Giebelbau der Alten Akademie korrespondiert; Fußgängerarkade mit der Erdgeschosshalle dieses Giebelbaus verbunden.
  • Neuhauser Straße 14; Bürgersaal (kath. Bürgersaalkirche), zweigeschoßiger, barocker Sakralbau, 1709-10 nach Entwurf von Giovanni Antonio Viscardi; Fassade in der Häuserreihe.
  • Neuhauser Straße 16; Wohnhaus, um 1710, erneuert 1982; Fassade verändert; zum Bürgersaal (siehe Nr. 14) zugehörig.
  • Neuhauser Straße 18; Kaufhaus Oberpollinger (Karstadt), früher Warenhausbau, Eisenbeton mit Natursteinfassaden in abgewandelter deutscher Renaissance, 1904-05 von Max Littmann; plastischer Dekor von Heinrich Düll und Georg Pezold.
  • Neuhauser Straße 20; Ehem. Hotel, jetzt Geschäftshaus, neugotisch, mit Eckerker und hohem Ostgiebel, um 1865, umgebaut und erweitert 1882, 1897 und 1901-03, nach 1945 verändert wiederaufgebaut; nördlich an das Karlstor (siehe Karlstor) anschließend; Nordflügel an der Herzog-Max-Straße neubarock, 1907-08 von Heilmann und Littmann.
  • vor Neuhauser Straße 20; Brunnen, sog. Brunnenbuberl, Jugendstil, 1895 von Matthias Gasteiger, ehemals auf dem Karlsplatz.

Pacellistraße

  • Pacellistraße 1, 5; Sog. Neue Maxburg, Verwaltungszentrum der Justizbehörden zwischen Lenbachplatz, Pacelli- und Maxburgstraße, sowie erzbischöfliches Ordinariat als östlich bis zur Karmeliterstraße anschließende Baugruppe, 1954-57 nach Entwurf von Theo Pabst und Sep Ruf auf dem Gelände der kriegszerstörten Herzog-Max-Burg nach modern städtebaulischen Prinzipien errichteter weitläufiger Komplex aus freistehenden, unterschiedlich großen kubischen Flachdachbauten in offener Anordnung
  • Pacellistraße 5; Turm der in den 1590er Jahren erbauten Herzog-Max-Burg; einziger Rest der weitläufigen Schlossanlage (an deren Stelle jetzt Neubauten, vgl. Pacellistraße 1, 5).
  • Pacellistraße 12; Kath. Dreifaltigkeitskirche, Zentralbau mit repräsentativer Fassade und Kuppel, 1711-18 von Giovanni Antonio Viscardi; mit Ausstattung; Turm weiter nördlich im Klosterbereich, vgl. Rochusstraße 6.
  • Pacellistraße 16; Ehem. palastartiges Wohnhaus, jetzt Bank, klassizistisch, um 1827 von Johann Ulrich Himbsel; nur Fassade original; mit Gedenktafel an das ehem. Ballhaus (Haus für Ballspiele).

Prannerstraße

  • Prannerstraße 1; Rückgebäude von Promenadeplatz 2, schmale Jugendstilfassade mit Stuckdekor, um 1900.
  • Prannerstraße 2; Ehem. Palais Neuhaus-Preysing, jetzt Teil der Bayerischen Vereinsbank (vgl. Kardinal-Faulhaber-Straße 1/3), prächtig stuckierte, streng gegliederte Rokokofassade, um 1740/50, Francois de Cuvilliés d.Ä. zugeschrieben; nur Fassade original.
  • Prannerstraße 7; Ehem. Palais Seinsheim, jetzt Bayerischer Städteverband, ehemals zwei Häuser, um 1764/70 um- oder neugebaut; beide 1809 von Josef Höchl umgebaut; 1949 Wiederaufbau durch Herbert Landauer unter Verlängerung der Palastfassade nach Westen.
  • Prannerstraße 9; Ehem. Palais Arco bzw. Gise, Spätrokokobau mit reich stuckierter Fassade, um 1760, wohl von Karl Albert von Lespilliez.
  • Prannerstraße 10; Eckhaus in sog. Nürnberger Renaissance, 1897-99 von H. Schmitz, Nürnberg.
  • Prannerstraße 13; Mietshaus, schlicht biedermeierlich, 1888 umgebaut.

Promenadeplatz

  • Wurde 1780 durch Abbruch der Salzstädel freigelegt. In der Mitte die Grünanlage von 1901 mit ursprünglich fünf (jetzt noch vier) Bronzestandbildern (von Westen): Lorenz Westenrieder, 1854 von Max Widnmann; Christoph Willibald Gluck, 1848 von Friedrich Brugger; Kurfürst Max II. Emanuel, 1861 von Friedrich Brugger; Orlando di Lasso, 1849 von Max Widnmann; ehemals Wiguläus Xaverius Aloysius Freiherr von Kreittmayr, 1845 von Ludwig Schwanthaler, nicht erhalten.
  • Promenadeplatz 2; Ehem. Palais Montgelas, jetzt Teil des Hotels Bayerischer Hof, stattlicher, klassizistischer Eckbau, 1810-13 von Emanuel Joseph von Herigoyen, innen von Jean Baptiste Métivier ausgestaltet; im 2. Stock Repräsentationsräume der Bauzeit (sog. Königssaal u. a.); 1876 aufgestockt. Zugehörig Kardinal-Faulhaber-Straße 14 a, Rückgebäude Prannerstraße 1, siehe dort.
  • Promenadeplatz 6; Spiegelsaal, mit Neurokoko-Stuck, 1897-98, aus dem Vorgängerbau in den Neubau des Hotels Bayerischer Hof integriert.
  • Promenadeplatz 7; Dresdner Bank, stattlicher, historisierender Eckbau mit Natursteinfassade, 1906-07 von Max Littmann.
  • Promenadeplatz 9; Ehem. Ballin-Haus, jetzt Bankhaus, Geschäftshaus in Ecklage, mit reich gegliederter Natursteinfassade in barockisierenden Formen, 1909-10 von Gustav von Cube und Karl Stöhr; Portalplastik von Heinrich Düll und Georg Pezold.
  • Promenadeplatz 12; Parcus-Haus, stattlicher fünfgeschossiger Neurenaissancebau mit einspringender Ecke und (reduzierter) Kuppel, 1887-88 von Friedrich von Thiersch; Hausteinfassade z.T. vereinfacht.
  • Promenadeplatz 13; Bürgerhaus, mit Putzgliederung des 18. oder frühen 19. Jh.
  • Promenadeplatz 15; Sog. Gunetzrhainer- oder Ostermaierhaus, reich stuckierte Fassade, um 1730 von Johann Baptist Gunetzrhainer als eigenes Wohnhaus erbaut; nach Kriegszerstörung rekonstruiert; jetzt zur Deutschen Bank gehörig.

R

  • Rochusstraße 5, 7; Teil des ehem. Karmeliterinnenklosters, jetzt Erzbischöfliches Ordinariat, weitläufiger Komplex mit gewölbten Gängen und stattlicher Haupttreppe, 1711-14 von Frater Domenicus a S. Euphrosina (Georg Schorn), ausgeführt von Philipp Jakob Köglsperger; ab 1724 nach Osten erweitert. Im Haupthof (ehem. Garten) Reste barocker Mauern mit Brunnenaufbauten und Büste des Herzogs Maximilian Philipp. Vgl. Pacellistraße 12 (Dreifaltigkeitskirche).

Salvatorplatz

  • Salvatorplatz 1; Ehemalige Salvatorschule, jetzt Literaturhaus, in italienischer Renaissance, 1886/87 von Friedrich Löwel; im Erdgeschoß gewölbte Halle.
  • Salvatorplatz 2/2 a; Westteil des ehem. Theatinerklosters (siehe Theatinerstraße 20/21), jetzt Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, langgestreckter Frühbarockbau, um 1675/76 von Lorenzo Perti, 1938-41 aufgestockt und umgebaut; südlich anschließend spätbarocker Eckbau von ca. 1731, Teil des ehem. Palais Minucci, um 1939 umgebaut.
  • Salvatorplatz 3.; Bürohaus und Parkgarage für die ehem. Bayer. Staatsbank, jetzt HypoVereinsbank, Baugruppe aus schmalem Bürotrakt und nach Westen anschließendem Parkhaus, Stahlbetonskelettbauten, mit dunklem Klinkermauerwerk verkleidet, 1964/65 von Franz Hart; Ostfront des Bürotraktes durch kräftig vortretende Pfeiler gegliedert, Parkhaus mit Lüftungsschlitzen.

Theatinerstraße

  • Theatinerstraße 7; Sog. Arco-Palais, Geschäftshaus im barockisierenden Jugendstil, mit abgerundeter Ecke, 1910 von Georg Meister und Oswald E. Bieber; zugehörig Maffeistraße 4.
  • Theatinerstraße 8; Sog. Gablerhaus, Geschäftshaus mit historisierender Natursteinfassade, 1910/11 von Georg Meister und Oswald E. Bieber; 1998-2001 Umbau im Zusammenhang der sog. Fünf Höfe.
  • Theatinerstraße 22; Theatinerkirche St. Cajetan, kreuzförmig-basilikale Anlage mit Zweiturmfront und Vierungskuppel, 1663-68 von Agostino Barelli und Enrico Zuccali, Fassade 1765-68 von Francois Cuvilliés d.Ä. vollendet; mit Ausstattung.
  • Theatinerstraße 23; Klassizistisches Wohnhaus, jetzt Geschäftshaus, bildet eine Einheit mit dem Eckhaus, ehem. Nr. 25, jetzt Brienner Straße 1/ehem. Palais Moy, siehe dort.

Weinstraße

  • Weinstraße 3; Indanthren-Haus, Geschäfts-und Verwaltungsgebäude für die Farbwerke Hoechst, Stahlbetonkonstruktion mit Verkleidung aus farbigen Ziegeln in abstrakter Flächenmusterung (Entwurf Blasius Spreng), 1954 von Georg Helmut Winkler; Passage mit hofartiger Erweiterung, Wandrelief und Brunnen 1956 von Franz Mikorey.
  • Weinstraße 4; Ehem. Geschäftshaus, jetzt Bankhaus, mit neuklassizistischer Natursteinfassade, 1908/09 von Max Neumann.


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