Hackenviertel

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Zum Hackenviertel im Südwesten der Altstadt gehören die Straßen zwischen der Kaufinger-/Neuhauser Straße und der Sendlinger Straße. An der Stelle des Altheimer Ecks lag ein Ort Altheim, der um 1285 eingemeindet wurde.

Von der Alten Matthäuskirche (abgebrochen 1938) an der Sonnenstraße aus. Zu sehen sind die Cafés Wittelsbach und Union (Herzogspitalstraße Nr.12) an der Ecke Gefängnisgasse/Glockenstraße und Herzogspitalstraße. Im Hintergrund: Michaels-Hofkirche, Theatiner-, Frauen-, Peters-, Heiliggeistkirche und das Türmchen der Herzogspitalkirche St. Elisabeth. Daneben der Spitzweg- und der Turm des Alten Rathauses. Fotografie von Ferdinand Finsterlin vor 1895

Baudenkmäler im Hackenviertel

Altheimer Eck

  • Altheimer Eck 5; Geschäfts- und Mietshaus, Neurenaissance, mit geschnitztem Erker, bez. 1899, von Max Ostenrieder.
  • Altheimer Eck 6; Geschäfts- und Mietshaus, ursprünglich dreigeschossiges klassizistisches Wohnhaus, 1861 von Michael Reifenstuel aufgestockt und spätklassizistisch umgestaltet.
  • Altheimer Eck 9; Geschäfts- und Mietshaus, Neurenaissance, reich gegliedert, um 1890.
  • Altheimer Eck 13; Geschäftshaus, Jugendstil, Südteil mit Tor und Giebel von Heilmann und Littmann, 1908; Nordteil 1913.
  • Altheimer Eck 15; Nordflügel des Damenstiftes zu St. Anna (vgl. Damenstiftstraße 3), langgestreckter Spätbarockbau des 18. Jh.; Wohnhaus des Musikinstrumentenbauers Theobald Böhm (Gedenktafel zur Baugeschichte)

Brunnstraße

  • Brunnstraße 1; Teil des Radspielerhauses, 1875 diesem angeglichen; siehe Hackenstraße 7.
  • Brunnstraße 5; Mietshaus, spätklassizistisch, Mitte 19. Jh.
  • Brunnstraße 6; Wohn- und Geschäftshaus, neubarock, mit Erker, bez. 1894; vgl. Damenstiftstraße 11.
  • Brunnstraße 7; Wohn- und Geschäftshaus, Neurenaissance, 1898-99.
  • Brunnstraße 9; Spätbarockes Bürgerhaus, erbaut 1782 unter Verwendung mittelalterlicher Bestandteile, mit Rückgebäude von 1788.
  • Brunnstraße 11; Bürgerhaus, 18./19. Jh.; mit Madonnenrelief.

Damenstiftstraße

  • Damenstiftstraße 1; Kath. Damenstiftskirche St. Anna, im Innern kräftig gegliederter, überkuppelter Spätbarockbau, 1732-35 von Johann Baptist Gunetzrhainer; mit Ausstattung; vgl. Nr. 3 und Altheimer Eck 15.
  • Damenstiftstraße 3; Ehem. Damenstift, jetzt Schulgebäude, langgestreckte, reich gegliederte frühklassizistische Fassade, 1784-85 von Matthias Widmann; vgl. Altheimer Eck 15.
  • Damenstiftstraße 4; Bürgerhaus, frühklassizistisch, reich gegliederte Fassade mit Stuckdekor, letztes Viertel des 18. Jahrhunderts.
  • Damenstiftstraße 6; Wohn- und Geschäftshaus, mit klassizistischem Stuckdekor, um 1800; Ladeneinbau und Mittelerker um 1900.
  • Damenstiftstraße 8; Ehem. (sog.) Palais Lerchenfeld, jetzt Städtischer Bestattungsdienst, Barockfassade mit reichem Stuckdekor, nach 1726 wohl von Ignaz Anton Gunetzrhainer, nach Kriegszerstörung neu hinterbaut 1957.
  • Damenstiftstraße 11; Mietshaus, spätklassizistisch, um 1860; an der Ecke Marienfigur; Fortsetzung vgl. Brunnstraße 6.
  • Damenstiftstraße 12; Wohn- und Geschäftshaus, Neurenaissance, um 1880; mit Madonnenrelief.
  • Damenstiftstraße 16; Mietshaus, Neurenaissance, Ende 19. Jh.
  • Damenstiftstraße 18; Mietshaus

Färbergraben, Fürstenfelder Str.

  • Färbergraben 11; Wohn- und Geschäftshaus, Neurenaissance, 1876.

Fürstenfelder Straße

  • Fürstenfelder Straße 13; Spätbarockes Bürgerhaus mit konvex gebogener, reich stuckierter Fassade, um 1730/40; Erdgeschoss 1910 verändert; städtebaulicher Abschluss der Sendlinger Straße.

Hackenstraße

  • Hackenstraße 3; Wohn- und Geschäftshaus, viergeschossiger Neurenaissancebau mit erhöhtem Mittelbau und Stuckdekor, 1874; Gruppe mit Nr. 5.
  • Hackenstraße 4; Wohn- und Geschäftshaus, langgestreckter Neubarockbau, 1892-93 von Josef Wölker.
  • Hackenstraße 5; Wohn- und Geschäftshaus, viergeschossiger Neurenaissancebau mit Stuckdekor, 1874/75; Gruppe mit Nr. 3.
  • Hackenstraße 6; Schmales Bürgerhaus mit Fassade des späteren 18. Jh.
  • Hackenstraße 7; Ehem. Palais Rechberg oder Radspielerhaus, stattlicher viergeschossiger Vierseitkomplex mit Treppenturm und nach Süden verlängertem Westflügel, erbaut 1678 und später erweitert, verändert um 1817 durch Jean Baptiste Métivier (der hier wohnte), 1871/75 weitgehend umgebaut und aufgestockt (neue straßenseitige Fassaden), Nordflügel 1874/75 nach Osten durch Anbau mit straßenseitigem Schweifgiebel verlängert, Fassadengestaltung von Peter (?) Berger; mit Garten; im Garten Brunnen von Roman Anton Boos, 18. Jh. und Säulenbrunnen von etwa 1780.
  • Hackenstraße 8; Altmünchner Bürgerhaus mit Fassade des späteren 18. Jh.; Geburtshaus des Malers Anton Doll (1826-87).
  • Hackenstraße 10; Haus zur Hundskugel, Altmünchner Bürgerhaus, 1741 durch Umbau entstanden. Wohnhaus der Bildhauer Johann Baptist Straub und Roman Anton Boos.

Herzog-Wilhelm-Straße

  • Herzog-Wilhelm-Straße 11; Stadtsteueramt, Verwaltungsbau, 1953/54 vom Stadtbauamt nach Plänen von Karl Delisle und Max Panitz in städtebaulich wichtiger Altstadtrandlage als mehrflügelige, fünf- bis siebengeschossige Anlage in Stahlbetonkonstruktion mit in Backstein ausgefachten Rasterfassaden errichtet; Haupttrakt mit vorkragendem Flachdach über eingezogenem Obergeschoss, Portalgestaltung mit Figurenfries von Andreas Rauch; großer Gartenhof, mit umlaufender verglaster Schalterhalle; Tierplastik von Erich Hoffmann.
  • Herzog-Wilhelm-Straße 17; Mietshaus, später Jugendstil, bez. 1915, von Fritz Hessemer.
  • Herzog-Wilhelm-Straße 29; Kleinhaus, im Kern wohl 17. Jh., biedermeierlich erneuert; Gruppe mit Nr. 31 und Kreuzstraße 27.
  • Herzog-Wilhelm-Straße 31; Kleinhaus, im Kern wohl 17. Jh., biedermeierlich erneuert; Gruppe mit Nr. 29 und Kreuzstraße 27.
  • Herzog-Wilhelm-Straße 7; Mietshaus, Neurenaissance, mit Erker, Ende 19. Jh.

Herzogspitalstraße

  • Herzogspitalstraße 1; Geschäfts- und Mietshaus, Neurenaissance, mit Erker, bez. 1893.
  • Herzogspitalstraße 5; Doppelhaus des mittleren 19. Jh., Westhälfte neugotisch von 1855, Osthälfte Neurenaissance, mit Gedenktafel für Gabriel Barth.
  • Herzogspitalstraße 6; Georg Maiers Iberl Bühne - Wirtshaustheater, Bewirtung durch Wiesn-Wirt Thomas Vollmer.
  • Herzogspitalstraße 7; (Kath. Herzogspitalkirche, nach Kriegszerstörung moderner Neubau.) Vom alten Bau nur der im Hof stehende barocke Turm erhalten, 1727 von Johann Baptist Gunetzrhainer; mit Ausstattung.
  • Herzogspitalstraße 8; Mietshaus mit klassizistischer Fassade von 1806, im Kern z.T. älter, Gaststätte 1898 neugotisch ausgestattet.
  • Herzogspitalstraße 9; Mietshaus, erbaut 1807 von Hofmaurermeister Joseph Deiglmayr; Fassade später z. T. verändert; vgl. Nr. 11.
  • Herzogspitalstraße 10; Mietshaus, klassizistisch, 1806; Fassade z. T. leicht verändert.
  • Herzogspitalstraße 11; Mietshaus, klassizistisch, um 1807 von Joseph Deiglmayr; vereinfacht; Sterbehaus des Malers Johann Georg Edlinger 1819, (Gedenktafel); vgl. Nr. 9.
  • Herzogspitalstraße 14; Mietshaus, schlicht biedermeierlich, 1. Hälfte 19. Jh., im unteren Teil mittelalterlich.
  • Herzogspitalstraße 16; Mietshaus, schlicht biedermeierlich, 1. Hälfte 19. Jh.
  • Herzogspitalstraße 18; Mietshaus, schlicht biedermeierlich, 1821 von Xaver Widmann; Erdgeschoss und 1. Stock modernisiert.
  • Herzogspitalstraße 20; Geschäfts- und Wohnhaus, neubarock, mit zwei Erkern, Stuckdekor und Madonnenrelief, 1899 für Baumeister Franz Xaver Ilg, wohl nach eigenem Entwurf.

Hotterstraße

  • Hotterstraße 13; Mietshaus, dreigeschossiger Neubarockbau mit verschieden großen Zwerchhäusern, von Oscar Strelin, 1893; seit 1992 mit dem nördlich anschließenden Haus (erbaut 1977) im Inneren verbunden.
  • Hotterstraße 15; Dreigeschossiges Mietshaus, neubarock, 1893 von Oscar Strelin.
  • Hotterstraße 18; Gasthaus zur Hundskugel, Altmünchner Bürgerhaus, Eckbau mit Pultdach bzw. Halbgiebel, in der jetzigen Form wohl um 1638; älteste bestehende Gaststätte Münchens (seit 1440).

J

  • Josephspitalstraße 2; Bürgerhaus mit Putzrahmen um die Fenster, vor 1780; Erdgeschoss verändert; an der Ecke Sebastiansfigur; vgl. auch Ensemble Altstadt, Straßenbild Damenstiftstraße.
  • Josephspitalstraße 4; Schmales Mietshaus, Neurenaissance, mit Erker, Ende 19. Jh.

K

  • Karlsplatz; Karlstor, bis 1791 Neuhauser Tor, im Kern um 1300, nach Abtragung des Hauptturmes von Arnold Zenetti neugotisch 1861/62 umgestaltet; in der mittleren Durchfahrt rechts jetzt drei Bronzefiguren vom Fischbrunnen (1866, vgl. dort) am Marienplatz und ein Gedenkrelief zu Ehren von Herbert Jensen, dem "Erfinder" der Fußgängerzone.
  • Karlsplatz 7/8/10/11/12; Karlsplatz-Rondell, etwa halbkreisförmige Folge von Geschäftshäusern beiderseits des Karlstores anstelle der klassizistischen Vorgängerbauten von 1792-96 neu erbaut 1899-1901 von Gabriel von Seidl (Fassaden) und Oscar Strelin in repräsentativem Neubarock; Mittelteil einer wesentlich längeren Baugruppe.
  • Kaufingerstraße 11 a; Singer-Haus, Geschäftshaus mit Natursteinfassade im späten Jugendstil, 1907-08 von Heilmann und Littmann (um 1980 nach Westen verlängert).

Neuhauser Straße

  • Neuhauser Straße 17; Ehem. Geschäftshaus Dr. H. Ehrlicher; schmaler, sechsgeschossiger Stahlbetonskelettbau mit vollständig verglaster, zweischaliger Fassade, 1961-63 von Sep Ruf; horizontale Bänder der Geschossdecken durch feingliedrige Verstäbung vernetzt; Dachausbau mit Terrassen unter Aluminiumträger-Lamellen in Dachschrägenimitation.
  • Neuhauser Straße 25; Geschäftshaus, historisierend, mit Skulpturen am Erker, bez. 1909, von Franz Rank.
  • Neuhauser Straße 27; Augustinerbräu, malerisches Neurenaissance-Doppelhaus, reich gegliedert, 1896-97 von Emanuel von Seidl; im Erdgeschoss Gaststätte mit historistischer Ausstattung.
  • Neuhauser Straße 31; Wohn- und Geschäftshaus, schmale Jugendstilfassade in Naturstein, 1910-12 von Franz Rank.
  • Neuhauser Straße 33; Ehem. Café Fürstenhof, jetzt Geschäftshaus, neuklassizistische Natursteinfassade, 1911/12 von Karl Stöhr; z. T. vereinfacht.
  • Neuhauser Straße 35; Geschäftshaus, schmale Spätjugendstilfassade in Naturstein, 1911/12.

Sendlinger Straße

  • Sendlinger Straße 2; Sog. Schlossereck, klassizistisches Wohn- und Geschäftshaus, 1831 von Joseph Höchl, 1876 in gleicher Form nach Südwesten (Bauteil an der Ecke zum Färbergraben) erweitert.
  • Sendlinger Straße 4; Geschäftshaus Zum Rappeneck, historisierend, 1911 von Eugen Hönig und Karl Söldner.
  • Sendlinger Straße 8; Ehem. Haus der Münchener Neuesten Nachrichten, später Süddeutsche Zeitung, Geschäftshaus in frei historisierenden Formen, 1905-06 von Max Littmann & Jakob Heilmann.
  • Sendlinger Straße 10; (Ehemals Abendzeitung) Zugehörig das ehem. Haus Sendlinger Straße 77, im Kern (drei untere Geschosse) spätgotisch, 16. Jahrhundert, Fassade klassizistisch, Anfang 19. Jahrhundert, sowie links daneben das ehem. Haus Nr. 76 (Faberbräu), im Kern wohl barock, mit klassizistischer Fassade des frühen 19. Jahrhunderts; Gruppe mit Nr. 14.
  • Sendlinger Straße 14; Altes Hackerbräuhaus, Eckbau mit prächtiger klassizistischer Fassade, bez. 1830; Einbau des sog. Silbersalons und anderer Stilräume um 1885; Gruppe mit Nr. 10.
  • Sendlinger Straße 32; Kath. Kirche St. Johannes von Nepomuk, sog. Asamkirche, langgestreckte, zweigeschossige, tonnengewölbte Saalkirche mit umlaufender Empore und querovalem Vorraum, von Cosmas Damian und Egid Quirin Asam, 1733-46, nach Kriegsschäden teilweise erneuert; durch Kolossalpilaster eingefasste schmale Fassade mit geschweiftem Giebel; mit Ausstattung.
  • Sendlinger Straße 34; Wohnhaus, sog. Asamhaus, viergeschossiger spätbarocker Satteldachbau mit profilierten Fensterrahmungen, erhöhtem Erker über der Durchfahrt und die gesamte Fassade überdeckendem größtenteils figualen Stuckdekor, von Egid Quirin Asam, um 1735, im Kern älter, nach Kriegsschäden teilerneuert; im Hof barocke Blendarchitektur mit großer Stuckfigur des Hl. Johannes von Nepomuk (Kopie).
  • Sendlinger Straße 49; Sendlinger Tor, siehe Angerviertel.
  • Sendlinger Straße 50-52; Ehem. Bierbrauerhaus, Wohn- und Geschäftshaus, fünfgeschossiger klassizistischer Satteldachbau mit stuckierten Fensterrahmungen und langgestreckter viergeschossiger Hofbebauung, von Georg Meister, bez. 1834, 1912/13 Um-, Aus-, bzw. Neubau der Rückgebäude.
  • Sendlinger Straße 54; Mietshaus, fünfgeschossiger Neurenaissancebau mit Stuckfassade und zwei Achsen breitem Mittelerker, von Alois Bischoff, 1884.
Haus Nr.56 (1901)
  • Sendlinger Straße 56; Wohn- und Geschäftshaus Krafft, fünfgeschossiger, schmaler, neugotischer Walmdachbau mit reicher Natursteingliederung und rippengewölbter Loggia in prächtigem Erker, von Max Ostenrieder, 1899.
  • Sendlinger-Tor-Platz 10/11; Stattlicher Geschäftshausblock, Jugendstil, 1913-14 von Heilmann und Littmann.


Weblinks

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