Max Ostenrieder

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Haus der Familie Däntl (abgebrochen 1938)
Haus der Familie Kaut am Platzl, 2012

Maximilian Ostenrieder (* 24. Februar 1870 in München[1]; † 23. März 1917 in Moosburg an der Isar) war um die Jahrhundertwende ein renommierter Architekt in München.

Um 1890 erwarb Ostenrieder einen alten Bauernhof in Weßling im Landkreis Starnberg. Das Gebäude mit behutsamen An- und Umbauten, vornehm-schlichter Innenaustattung und Bemalung sowie die von Ostenrieder gestaltete Gartenanlage sind teilweise erhalten. Seine Stadtwohnung mit Büro lag am Marienplatz 18.

Die Eltern von Max Ostenrieder waren Metzergsleute, und hatten eine Metzgerei in der Schwanthalerstraße 80.(Adressbuch 1869) Seine Grabstätte befindet sich auf dem Waldfriedhof, Standort 22-W-23.

Gebäude in München

  • 1895: Mehrfamilienwohnhaus Lessingstraße 1 (Villa Bomhard, neugotischer Erker).
  • 1896: Umbau und Aufstockung des Gasthaus Isarthor, Kanalstraße 2, am Dreivierteleck.
  • 1896–1897: Wohnhaus Sendlinger Straße 51 (Astwerkgotik, mit Prunkerker)
  • 1896–1897: Wohn- und Geschäftshaus Platzl 1a (Haus Kaut, neugotische Fassade)
    (Unter dem Giebel sind die Monogamme Max Ostenrieders in Form eines schmiedeiesernen M mit mittig angordnetem O erhalten.)
  • 1899: Wohn- und Geschäftshaus Altheimer Eck 5
    (Das Gebäude schmiegt sich wie eine Schlange zwischen die beiden Nachbarbauten.)
  • 1899: Mehrfamilienwohnhaus Thalkirchner Straße 11 und Stephansplatz 3, ehemals Haus der Benefiziaten zu St. Peter. (vermutlich in Gemeinschaft mit dem Architekten A. Nopper)
Eckhaus Kreuzstraße / Brunnstraße

Gebäude in München - Zerstört.

  • 1895–1896: Wohnhaus mit Restaurant, Sonnenstraße 4 / Josephspitalstraße (auf drei Seiten freistehend, Wein-Restaurant Zur Rheinpfalz, kriegszerstört)
  • 1897–1898: Wohn- und Geschäftshaus Marienplatz 18, gen. Croendel-Haus (kriegszerstört)
    (Im Giebel war ebenfalls das Monogamm Max Ostenrieders in Form eines schmiedeiesernen M mit mittig angordnetem O angebracht.)
  • 1900: Wohn-und Geschäftshaus Tal 6 (ehemaliges Areal der heutigen Stadtsparkasse; schlankes Haus, Zugang zu den Wohnungen über die Maderbräustraße, komplette Bebauung zusammen mit dem Meth-Eck 1938-1939 abgebrochen)

Gebäude außerhalb von München

  • 1904: Presbyterium und Nordturm der katholischen Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt in Aschau
  • 1905: Villa Ammerseestraße 84 in Gauting (zweigeschossig mit Staffelgiebel und Eckerkerturm)

Außerdem entwarf Ostenrieder das Schloss Berg in Luxemburg.

Literatur

  • Dehio-Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler: München und Oberbayern. Darmstadt 1990, S. 57, S. 446 und S. 818.
  • H. Habel, K. Merten, Michael Petzet, S. Quast: Münchener Fassaden. Bürgerhäuser des Historismus und des Jugendstils. Prestel, München 1974, ISBN 3-7913-0048-2. (Infos., Abb., zu den Bauten von Ostenrieder in der Altstadt)
  • Alckens: Gedenktafeln. (Marienplatz 18) ( Croendel-Haus - 1449 zuerst unter der - Bennenung - Das Croendel - vorkommend, 1484 u. 1572 - auch die Cron benannt - Von Grund aus neu- - erbaut ward desselbe - Ao. Dni. 1897-98.)
  • München und seine Bauten. Bruckmann, München 1912.
  • Häuserbuch 1958, Graggenauer Viertel, Hausbesitzer Platzl 1. (?)

Weblinks

Wikipedia.png
Das Thema "Max Ostenrieder" ist aufgrund der überregionalen Bedeutung auch bei der deutschsprachigen Wikipedia vertreten.
Erreichbar über diesen Link: Max Ostenrieder.

Referenzen

  1. J. L. Schlim: Max Ostenrieder. Volk Verlag, München 2018 (S.15).