Altheimer Eck

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Altheimer Eck
Elend (ab 1369), Saumarkt (ab 1573), dann Stifts-Straße
Straße in München
Altheimer Eck
Basisdaten
Ort München
Altstadt-Lehel Hackenviertel
PLZ 80331
Name erhalten 1861 Erstnennung[1]
Anschluss­straßen
 
Färbergraben Eisenmannstraße
Querstraßen
 
Herzogspitalstraße Damenstiftstraße
München S.jpg / München U.png
 
München S1.png–München S6.png München S8.png Marienplatz München U3.jpg München U6.jpg Marienplatz
Bus.png
 
52 62 St.-Jakobs-Platz
Nutzung
Nutzergruppen zu Fuß, Fahrrad, Kraftfahrzeug
Technische Daten
Straßenlänge 155 m, mit 60 cm Gefälle
Straßennamenbücher
(1894), Rambaldi S. 17-19 / Nr. 22 (Altheimereck)
(2016), Dollinger S. 21
Straßen-ID 00112
Die Damenstiftskirche St. Anna liegt mit ihrer Längsseite am Altheimer Eck

Das Altheimer Eck ist eine Straße in der Münchner Altstadt. Sie verläuft vom Färbergraben nach Westen zur Herzogspitalstraße. Mitten im Verlauf hat die Straße einen zweifachen, s-förmigen Knick. Sie biegt zunächst kurz nach Süden, um dann weiter Richtung Westen zu ziehen. Sie endet an der Kreuzung mit der Damenstift- und Eisenmannstraße.

Sie ist vermutlich nach einer Siedlung Altheim benannt, die sich bereits schon vor 1369 dort befand. Die Straße hieß zuvor auch teilweise (ab 1369) Elend, (ab 1573) auch Saumarkt und (Ende des 18 Jhr.) Hirschbräugassl. Wobei ein Teilstück, ab der Herzogspital-Straße Stifts-Gasse genannt wurde und ab dem Haus 18-19 den Namen Saumarkt erhielt. Zur Schreibaweise der Straße gehört auch die Variante als Althammer Eck, wie sie Wenng in der Zeit von 1849 bis 1851 in seinen Topografischen Karten der Stadt München verwendet. In den Jahrzehnten davor erhielt die Straße eine völlig andere Beschreibung, so war nur die Ecke ziwschen der Stifts-Gasse und dem Saumarkt als Althamereck bekannt.


Einige Gebäude stehen als Ensemble Altstadt unter Denkmalschutz.

Abrissarbeiten am Pschorrgebäude 2010

Auf Hausnummer 2 (heute Nr.16) befanden sich einst die Pschorr Bräu Bierhallen, verbunden mit dem Hauptgebäude auf der Neuhauser Straße Nr.11.

In jenem Haus erblickte im Jahre 1864 Richard Strauss das Licht der Welt. In der Mitte, oberhalb der vier Fenster, zwischen dem ersten und zweiten Stock war einst eine Gedenktafel reliefartig in die Fassade eingearbeitet. Diese wurde noch zu Lebzeiten des Herrn Strauss, im Jahre 1914 angebracht. Die Inschrift lautete: „am 11. juni 1864 wurde hier richard strauss geboren“.

Abbrucharbeiten, Foto: K.S.

Im Jahre 1961 musste das wunderbare Gebäude, das auch die Kriegsjahre überstanden hatte, dem Neubau des Kaufhauses „Oberpollinger am Dom“ weichen. Von 2010 bis 2013 wurde aber auch dieser Bau wieder dem Erdboden gleich gemacht, um nun für einen „Glascontainer“ Raum zu schaffen.

In der Hausnummer 3 befand sich vom 3. November 1961 an bis 2012 die renommierte Deutsche Journalistenschule.

Altheimer Eck, 11, unbekannt, 13 und unbekannt, 15

Ein weiterer bekannter Anwohnter war der Historien-Geschichtsschreiber Joseph Anton von Mussinan (Mussinan auf Zellerreit, Joseph Ritter von, Geh. Rat, geb. zu Viechtach 13. 12. 1766, † 24. 5. 1837). Dort hatte er eine Wohnung, zu lebzeiten Mussinans, die Stifts-Straße Haus 1163, nachmals Altheimer Eck 19, heutzutage Hausnummer 13.

Im Mittelpunkt die Fassade des Hauses Altheimer Eck 13 aus dem Jahr 1908 bis 1913 errichtet
Das in der Zeit von 1875 bis 1876 errichtete Mietshaus, Altheimer Eck 9

Lage

>> Geographische Lage von "Altheimer Eck" im Kartenverzeichnis auf toolforge.org

Weblinks

Einzelnachweise