Fußgängerzonen

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Die erste Münchner Fußgängerzone zwischen Stachus und Marienplatz wurde im Februar 1966 vom Stadtrat beschlossen. Die Architekten Bernhard Winkler und Siegfried Meschederu waren mit der Planung beauftragt. Eröffnet wurde sie im Jahr der Olympischen Sommerspiele München am 30. Juni 1972.

2019 fragen sich immer mehr Menschen, was der Nutzen der Fußgängerzonen und der Fahr- (Vorfahrt der Pkw und Lkw) und Parkregeln sein soll.


Artikel von Dominik Hutter: Zuwenig und zu langsam.

Das Konzept des Planungsreferats für die autofreie Altstadt hat bei SPD und Grünen Enttäuschung ausgelöst. Die Haltung von Stadtbaurätin Elisabeth Merk weise ja in die richtige Richtung, sei aber "immer noch von Bedenkenträgerei geprägt", findet Grünen-Fraktionschef Florian Roth. Gefragt seien "mutige Entscheidungen, nicht ängstliche Endlos-Prüfschleifen". Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) nennt die Vorschläge der Verwaltung, die am Mittwoch im Planungsausschuss des Stadtrats diskutiert werden, "nicht wirklich vor Mut strotzend". Ein paar Sofortmaßnahmen wären sicherlich kein Fehler gewesen, so Reiter, "mir ist das zu wenig und zu langsam".


Inzwischen gibt es in München folgende Fußgängerzonen

Altstadt

Die erste inzwischen vergrößerte Fußgängerzone entlang der Ost-West-Achse Tal, Kaufinger-, Neuhauser und Schützenstraße
Altenhofstraße
Augustinerstraße
Eisenmannstraße (teilweise)
Ettstraße (teilweise)
Frauenplatz
Fürstenfelder Straße (Teilstück hinter dem Parkhaus)
Herzog-Max-Straße (teilweise)
Kaufingerstraße
Karlsplatz, außer Straße
Kapellenstraße (teilweise)
Küchelbäckerstraße
Landschaftstraße
Liebfrauenstraße
Maffeistraße
Marienplatz, außer Straße
Mazaristraße
Nieserstraße
Neuhauser Straße
Odeonsplatz
Perusastraße
Petersplatz
Pettenbeckstraße
Platzl
Residenzstraße
Rosenstraße
Rindermarkt
St.-Jakobs-Platz
Schäfflerstraße
Sebastiansplatz
Sendlinger Straße (Teilstück vom Rindermarkt bis zur Hackenstraße)
Sterneckerstraße
Theatinerstraße
Thiereckstraße
Viscardigasse
Weinstraße
Auf und am Viktualienmarkt
Dreifaltigkeitsplatz
Heiliggeiststraße
Viktualienmarkt
Franziska-Bilek-Weg
Sonstige
Franziska-Bilek-Weg (Schwanthalerhöhe)
Schützenstraße

Haidhausen

Orleansplatz
Steinstraße (zum Teil)
Weißenburger Straße (Rosenheimer Platz bis Weißenburger Platz)
Weißenburger Platz (halb)
Wiener Markt

Siehe auch

  • Beispiele andernorts wie Städte versuchen, ihre Zentren fußgängerfreundlicher und attraktiver zu gestalten.
Madrid: Hier säumte die Stadtautobahn beidseits den Fluss Manzanares. In einem aufwendigen Milliardenprojekt verlegte die Stadtverwaltung die Schnellstraßen in Tunnel. Inzwischen sind die Uferzonen zu dem Landschaftspark "Madrid Rio" umgestaltet, mit Bäumen, Bänken, Cafés, Spielplätzen, Sportfeldern sowie Dutzenden Brücken, über die Fußgänger, Radfahrer und Inlineskater zwischen beiden Seiten wechseln können.
Rom: Unter Bürgermeister Ignazio Marino wurde die Straße, die an den Kaiserforen entlang zum Kolosseum führt, komplett zur Fußgängerzone. Auch die Via della Conciliazione am Petersdom wurde während des Heiligen Jahres 2017 teilweise für Autos gesperrt.
Moskau: Viele Straßen wurden zu Fußgängerzonen mit Läden und Cafés umgestaltet. Bequeme Sitzbänke aus Holz laden an pulsierenden Boulevards zum Verweilen ein.
Oslo: Pläne, die Fußgängerzone in der Hauptstadt zu vergrößern und weite Teile der Innenstadt für den Autoverkehr zu sperren. Der Verkehr soll von der Wasserlinie weg und durch Tunnel geleitet werden.
Thessaloniki: 2013 wurde eine 3,5 Kilometer lange Hafenpromenade fertiggestellt, die sich vom berühmten "Weißen Turm" bis zum Konzerthaus zieht.
Paris: 2016 wurde das rechte Seine-Ufe Fußgängerpromenade.[1]

Weblinks, Zeitungsartikel

  • Dominik Hutter: Zu wenig und zu langsam. (SZ vom 20.5.2019 zum Konzept des Planungsreferats für die autofreie Altstadt)