Schwanthalerhöhe

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08 Schwanthalerhoehe.jpg

Der 8. Münchner Stadtbezirk, die Schwanthalerhöhe setzt sich zusammen aus den Bezirksteilen Westend (8.11 – 8.16) und Schwanthalerhöhe (8.21 – 8.22). Er wurde nach dem Bildhauer Ludwig Michael von Schwanthaler benannt und hieß früher Sendlingerhöhe. Der Bezirk wird im Norden durch den Bahnkörper vor dem Hauptbahnhof, im Südwesten durch die Eisenbahngleise des Südrings und im Osten durch die Theresienwiese begrenzt.
(in Klammern jeweils die Nummerierung der Stadtbezirksviertel)

Einwohner
29.663
Fläche
207,02 ha
Einwohnerdichte (Einw. je ha)
143
PLZ
80335, 80339

(Stand: 31.12.2013)

Schwanthalerhöhe ist auch der Name eines U-Bahnhofes der U4 und U5 an der Heimeranstraße zwischen Ligsalz- und Ganghoferstraße.

Geschichte

Die Schwanthalerhöhe hat keinen alten historischen Ortskern, bis ins 19. Jahrhundert gehörte sie zur Gemeinde Sendling und war als Sendlingerhöhe oder Sendlinger Heide bekannt. Südlich der Hackerbrücke, etwa auf dem Standort des heutigen Europäischen Patentamts lag der Galgenberg, an dem auch gerädert wurde. Dieser unmittelbar nach der Stadtgrenze liegende Hinrichtungsplatz wurde nachweislich 1423 für die Hinrichtung eines Juden samt zweier Hunde verwendet. 1804 wurde als letzter ein Dienstknecht eines Försters gehängt für den Diebstahl von 16 Goldgulden. Die letzte Räderung fand 1805 statt, der Galgen wurde 1808 abgebrochen.

1820 kam es zum Bau erster ebenerdiger Häuser als Unterkunft für Arbeiter, dabei ging die Besiedlung von der heutigen Landsberger Straße in südwestliche Richtung voran. Die Besiedlung verstärkte sich in Folge der Inbetriebnahme der ersten Eisenbahnlinie im August 1839 nach Lochhausen, später verlängert nach Augsburg. Der erste Münchner Bahnhof stand dabei am südlichen Ende der Hackerbrücke und wurde 18381839 aus Holz erbaut. Dieser Bahnhof brannte 1847 ab. Als Folge der Eisenbahn siedelten sich vermehrt Handwerks- und Industriebetriebe entlang der Bahnstrecke an. Die erste gepflasterte Straße war die Westendstraße, die davor Haderer Weg hieß.

1813 errichtete die Hackerbrauerei erste Lagerkeller an der Theresienhöhe, die in der Folge zur Brauerei ausgebaut wurden. Diese Brauerei wurde abgerissen und 19881992 für 401,9 Millionen DM das Europäische Patentamt gebaut. 18841890 wurde die Augustiner-Brauerei an ihrer heutigen Stelle an der Landsberger Straße gebaut.

1870 wurde die Herbststraßenbrücke gebaut, die mit einer Länge von 140 m den Bahnkörper vor dem Hauptbahnhof überspannte. Diese musste abgerissen werden für die an gleicher Stelle erbaute Hackerbrücke (1892), die nun 177 m lang war.

1877 wurde die Schwanthalerhöhe zusammen mit Sendling zu München eingemeindet und 1891 eigener Stadtbezirk.

Durch das Denkmalschutzgesetz vom 1. Oktober 1973 wurde die Schwanthalerhöhe zum Sanierungsgebiet und ab 1979 saniert. Viele der kleinen Arbeiterwohnungen ohne fließendes Wasser wurden renoviert und zu Sozialwohnungen gemacht, Innenhöfe mit Spielplätzen ausgestattet und das Stadtviertel begrünt. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 30.000 (Höchststand 38.000) mit einem Ausländeranteil von ca. 33%.

Bezirksausschuss

Zuständig ist der Bezirksausschuss 8 Schwanthalerhöhe.

Sozialbürgerhaus

Kneipen, Wirtshäuser

Restaurants

  • Grill & Grace
  • Wirtshaus Ridler

Café

Fotostudios

Straßen

Ein Liste der Straßen befindet sich in der Kategorie „Schwanthalerhöhe“.

Weblinks

Wikipedia.png
Das Thema "Schwanthalerhöhe" ist aufgrund der überregionalen Bedeutung auch bei der deutschsprachigen Wikipedia vertreten.
Erreichbar über diesen Link: Schwanthalerhöhe.


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Stadtbezirke Lage in München.png
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Münchner Stadtbezirke

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