Maximilian Widnmann

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Maximilian Ritter von Widnmann (kürzer Max (von) Widnmann, * 16. Oktober 1812 in Eichstätt; † 3. März 1895 in München geadelt 1887), war Bildhauer.

Er signierte ohne das Adelsprädikat.


Max Widnmann wurde am 16. Oktober 1812 als sechstes von sieben Kindern im herrschaftlichen Anwesen Luitpoldstraße 16 in Eichstätt geboren und wuchs auch in der alten Bischofsstadt an der Altmühl auf. Sein Vater, Dr. Franz Seraph Amand Widnmann (1765-1848), war dort seit 1798 Gerichtsarzt und später ein bedeutender Pionier der Homöopathie. Er war verheiratet mit der Witwe seines Vorgängers Ulrich, Maximiliana, geb. Poeckhel (1774-1853).

Im Jahre 1817 wurde Eichstätt dem Herzog von Leuchtenberg und Fürst von Eichstätt, Eugen Beauharnais zugesprochen (Stiefsohn Napoleons und von 1805-1813 Vizekönig von Italien), der mit Auguste verheiratet war, der Tochter des bayerischen Königs Maximilian I. Joseph. Dr. Widnmann wurde daraufhin Leibarzt des Herzogs und betreute ihn bis zu seinem Tode am 21. Februar 1824. Die letzte Zeit verbrachte der Herzog überwiegend in München und wollte seinen erprobten Arzt an seiner Seite wissen. Im Herbst 1824 verlegte die Familie Widnmann ihren Wohnsitz in die aufstrebende Stadt, da sie sich dort eine bessere Zukunft erhoffte.

Im Herbst 1828 erhielt Sohn Max vom Akademiedirektor Cornelius die Erlaubnis und begann sogleich im November 1828 sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste als Schüler von Konrad Eberhard und Ludwig von Schwanthaler. Durch die Förderung seiner Lehrer konnte er sich zwischen 1836 und 1839 in Rom aufhalten und seine Studien bei dem bekannten dänischen Bildhauer Bertel Thorvaldsen fortsetzen. Widnmann hielt sich häufig bei Johann Martin Wagner auf, dem Verwalter König Ludwigs I. in der Villa Malta, da er viel vom alten Meister lernen konnte. Bei längerer Abwesenheit Wagners durfte er dessen Atelier in der Villa nutzen. Dadurch entstand, wie unter anderem aus dem damaligen Briefwechsel hervor geht, eine enge Freundschaft auch in späteren Jahren, ebenso mit dem Nachfolger Wagners in der Villa Malta, dem Bildhauer Peter Schöpf.

Nach seiner Rückkehr ließ sich Widnmann als freischaffender Künstler in München nieder und erhielt zahlreiche Aufträge von König Ludwig I. zu kolossalen Standbildern, wie das Reiterstandbild am Odeonsplatz (1862), sowie zu Porträtbüsten für die bayerische Ruhmeshalle und die WalhallaW bei Regensburg. 1848 wurde Widnmann einstimmig vom akademischen Kollegium vorgeschlagen und von König Ludwig I. zum Professor und Nachfolger Schwanthalers in der Kunstakademie berufen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Münchner neben der Pariser damit international die wichtigste Akademie. Aus Widnmanns Lehrtätigkeit, die er bis zu seinem Ruhestand im Jahre 1887 ausübte, gingen viele namhafte Künstler hervor, wie Hans Makart, Wilhelm Busch, Franz von Lenbach, Wilhelm Trübner, Max Slevogt und Wilhelm Leibl.

Mit wachsendem Ruf erhielt er auch Aufträge von außerhalb Bayerns. 1887 ernannte ihn Prinzregent Luitpold von Bayern zum Ritter der bayerischen Krone und erhob ihn damit in den persönlichen Adelsstand. Mit 75 Jahren trat er in den Ruhestand und verbrachte seinen Lebensabend in seinem Haus in Ambach am Starnberger See. Mit vielen Ehren und Auszeichnungen noch bei seinem achtzigsten Geburtstage gefeiert, vollendete der greise Künstler am 3. März 1895 zu München seine Laufbahn. Er starb im Alter von 82 Jahren und fand seine letzte Ruhestätte im Alten Südlichen Friedhof.

Werke

Reiterdenkmal Ludwig I.
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