Jakob von Bauer (Denkmal)

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Denkmal zu Ehren Jakob von Bauer (Zustand Februar 2010)

1839 begann man die Isar zu begradigen und an ihr entlang Straßen anzulegen. Der damalige 1. Bürgermeister von München Jakob von Bauer veranlasste die Schaffung der Flaucher-Anlagen.

Zu seinem Ehren und zum Gedenken an die Schaffung dieser Grünanlagen wurde unweit nördlich der heutigen Brudermühlbrücke auf der linken Isarseite dieses Denkmal aufgestellt. Die Büste wurde für ein eventuelles Grabdenkmal bereits in den Jahren 1854 oder 1855 von Max Widnmann modelliert. Die feierliche Enthüllung fand am 16. Oktober 1861 vormittags um 11 Uhr statt.

Leidensweg

Denkmal zu Ehren Jakob von Bauer (Zustand Mai 2006)

Unser Denkmal hat bereits ein langes und hartes Denkmaldasein hinter sich. Von 1861 bis in die 1980er Jahre stand es Wind und Wetter ausgesetzt in der Landschaft. In diesen Jahren büßte das Denkmal zum einen das Familienwappen und die Inschrift am Hauptsockel ein. Die zur Linken und Rechten angebrachten Längssockel, deren Endstümpfe und die Büste verschwanden. Somit stand im Jahre 1987 nur mehr das aus Sandstein gefertigte Mittelstück ohne jegliche Bedeutung am Wegesrand.

Neubeginn

Ab dem Jahre 1989 wurde das kleine Bauwerk, Stück für Stück restauriert. Die beiden Steinwälle und niederen Sockel wurden nach Fotovorlagen nachempfunden und die Büste durch eine Kopie ersetzt. Und auch die Inschriften sind wieder am Postament ablesbar. Einzig das Wappen wurde nicht wieder rekonstruiert. Heute füllen Schmierereien dieses freie kreisrunde Mittelfeld.

Inschriften

  • Am Sockel, Vorderseite: "Dem Gründer - dieser aus - Gemeindemitteln - hergestellten - Anlagen - Bürgermeister - Jakob von Bauer - zum Andenken - gewidmet von seinen - Freunden".
  • An der Büste: "Max Widnmann fec. - München 1854".
  • Am Denkmal: "Kunstzinkgießerei München". (nicht mehr lesbar)

Besonderheiten

Zu diesem, etwas abseits stehenden Denkmal, gibt es nun etwas ganz besonderes zu berichten. Aus welchen Gründen auch immer, hatte man sich im Jahre 1860 dazu entschlossen, einen Ort zum Andenken an den Bürgermeister Bauer zu suchen, der außerhalb der Gottesacker, ja sogar außerhalb der Stadtfeste von München lag. Man entschloss sich für die Situation an den Flaucher-Anlagen. Dieses Vorgehen um einer Standortsuche für ein Bürgermeisterdenkmal war im deutschsprachigen Raum noch niemals zuvor angedacht und ausgeführt worden.

Quellen

  • Stadtchronik 1861, Seite 95-98. (Enthüllung)
  • August Alckens, Fotoansicht im Jahre 1936. Vermutlich komplettes Aussehen, Liste der Aufschriften, Datum.
  • Alckens, Beschreibung ohne Büste im Jahr 1973.
  • Meißner, Fotoansicht 1986, nurmehr der Hauptsockel, ohne Inschriften, Büste, Wappen.