Jakob Bauer

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Nach einem Gipsmodell rekonstruierte Büste Bauers.

Jakob Bauer (* 19. Dezember 1787 in Hirschau; † 4. August 1854, 1852 geadelt Jakob von B.), Jurist, war von 1838 bis zu seinem Tod Erster rechtskundiger Bürgermeister von München.

Bauer sah es als seine Hauptaufgabe an, die Verschuldung der Stadt zu reduzieren. Dafür legte er sich politisch und persönlich mutig mit König Ludwig I. an, der auf Kosten der Münchner viele Prestigeprojekte baute. Schließlich schrieb Bauer sogar ein Buch über die finanzielle und politische Entmündigung der Bürger. Das für den König provokante Werk wurde prompt von der Regierung von Oberbayern verboten.

Herr Bauer hatte auch sein Stamm-Cafe, es war das Cafe Fink, in der Löwengrube 1. Hier hatte er 18 Jahre lang seinen gemütlichen Platz. Nach seinem Tod wurde ein Foto-Bildnis Bauers über diesen Platz in der Gaststube an die Wand gehängt. Sein Grab befindet sich auf dem Alten Südfriedhof. Das Grabdenkmal wurde in den Kriegsjahren 1943-1945 leider völlig zerstört. Eine Natursteinplatte mit Inschrift informiert über den Standort der Grablage.

In den Flaucher-Anlagen steht ihm zu Ehren das Jakob von Bauer Denkmal. In München Schwabing wurde im Jahr 1893 die Bauerstraße nach ihm benannt.

Kaspar von Steinsdorf wurde sein Nachfolger.

Weblinks

Urheber dieser Ansicht war einer der ersten Fotografen in München, Alois Löcherer, der am Karls-Platz No. 14 im Erdgeschoß sein Atelier unterhielt. Um 1844 oder Anfang 1845 war es das erste Fotoatelier in der Stadt München.

Quellen und Nachweise

  • Fremden-Blatt Nr. 25. 8.08.1854. (Cafe Fink)
Wikipedia.png
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Wappen-muenchen.jpg Bürgermeister und Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München

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