Kaspar von Steinsdorf

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Der Jurist Kaspar von Steinsdorf (* 28. Februar 1797 in Amberg; † 29. November 1879 in München) war vom 29. Mai 1837 bis 1854 Zweiter Bürgermeister und von 1854 bis 1870 Erster Bürgermeister der Stadt München. Zur Seite stand ihm dann der gewählte zweite Bürgermeister Anton von Widder. Alois von Erhardt wurde sein Nachfolger.

In seine Amtszeit fallen nach muenchen.de u.a. die Einführung der Gewerbefreiheit im Königreich Bayern im Jahr 1868 und eine folgende Bevölkerungszunahme. Die Schaffung von Wohnraum dafür und die Verbesserung der Verkehrswege erforderte Anstrengungen der Stadt im Bereich der Schulen, Krankenhäuser und der Wasser- und Gasversorgung. 1867 begann der Bau des Neuen Rathauses am Marienplatz.

Erinnerungen

Das bewundernswerte Grabdenkmal, ehedem direkt neben Schwanthaler an den Arkaden auf dem Südfriedhof, wurde im Zweiten Weltkrieg durch zerstört. In der Mitte des großen Denkmals war die Büste Steinsdorfs angebracht, diese wurde noch zu Lebzeiten Steinsdorfs für den Magistratssaal im Rathaus im Jahre 1877 durch Michael Wagmüller modelliert und nach diesem Vorbild bei Miller gegossen. Ihr Verbleib ist nicht bekannt. Das Familiengrab Widder (3-12-54) ist teilerhalten und kann ebenso auf dem Südfriedhof gefunden werden.

Im Stadtarchiv gibt es zwei Bilder von Dominik Haiz, eines ausgeführt und datiert mit 1844, Inventarnummer: G M II/4325. Ferner gibt es eine Marmorbüste Johann von Halbigs mit der Inventarnummer K 53/48 von 1858.

Nach ihm wurde die Steinsdorfstraße entlang der Isar im Lehel benannt.

Weblinks

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