Bayerische Staatsbank

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Die Bayerische Staatsbank ist einer der ältesten Äste des Stammbaumes der heutigen HypoVereinsbank.

1780 errichtet Markgraf Karl Alexander seine eigene Hofbank, die Hochfürstlich-Brandenburg-Anspach-Bayreuthische Hofbanco. Der Markgraf stellte Soldaten für den Krieg zwischen England und Frankreich in Nordamerika bereit und erhielt dafür Hilfsgelder, die diese Bank verwaltete. Daneben hatte die Bank die Aufgabe, das Wirtschaftsleben in Ansbach-Bayreuth zu fördern.

1792 dankt der Markgraf ab und sein Cousin König Friedrich Wilhelm II. von Preußen übernimmt die Provinz Ansbach-Bayreuth. Unter der Leitung Carl August Freiherr von Hardenberg, der spätere preußische Staatskanzler, macht die Bank den Schritt aus den kleinen Verhältnissen einer markgräflichen Hofbank zu einer Bank im heutigen Sinn – die Königlich Preußische Banco in Franken. Er verlegt 1795 den Hauptsitz der Bank von Ansbach nach Fürth.

Nach der Schlacht von Austerlitz 1805 ändert Napoleon die deutsche Landkarte. Preußen muss Ansbach an Bayern abtreten. Die Bank erhält einen neuen Namen: Königlich Baierische Banco. Die bayerische Regierung verlegt den Sitz der Bank nach Nürnberg. 1850 wird ihr Wirkungskreis per Gesetz erweitert und erhält die Einlagen der staatlichen Gerichts- und anderer Behörden in Bayern zur Verwaltung zugewiesen.

Bis 1870 hat die Bank nur im nordbayerischen Raum Zweigniederlassungen. 1875 eröffnet die Bank erste Niederlassungen in München und Augsburg. München wird zu einem der erfolgreichsten Filialstandorte. Ab 1893 baut der Architekt Albert Schmidt ein neues Filialgebäude in der Münchner Promenadenstraße (heutige Kardinal-Faulhaber-Straße 1 und 3).

Mit dem Ende der Monarchie in Bayern 1918 folgt die Umbenennung in Bayerische Staatsbank. 1920 wird der Hauptsitz von Nürnberg nach München verlegt. Mit dem Anschluss des ehemaligen Herzogtums Coburg an Bayern wird auch die Herzoglich Sächsische Landrentenbank in Coburg mit der Bayerischen Staatsbank fusioniert.

Die Staatsbankfilialen in Aschaffenburg, Augsburg, Ingolstadt und Kaiserslautern sind nach dem Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, in Nürnberg total zerstört. Die Hauptniederlassung in München ist zerstört. Trotzdem nimmt die Bank ihre Tätigkeit nach dem Krieg wieder auf. Seit den 1960er Jahren wird zunehmend diskutiert, ob der Status der Bank als öffentlich-rechtliche Depositen- und Kreditbank mit Staatshaftung noch zeitgemäß sei. Am 23. Juli 1970 wird Bayerischen Staatsbank zur Aktiengesellschaft und fusioniert am 8. März 1971 mit der Bayerischen Vereinsbank.

Quelle

http://geschichte.hypovereinsbank.de/export/sites/history.hypo/de/stammbaum/bayerische-staatsbank.html

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Erreichbar über diesen Link: Bayerische Staatsbank.