Gunetzrhainerhaus

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Das Gunetzrhainerhaus
Der Zustand des Gebäudes im Jahre 2012
Das Gunetzrhainerhaus vor 1900

Das Gunetzrhainerhaus wurde im Jahr 1726 von dem Oberhofbaumeister Johann Baptist Gunetzrhainer erworben und umgebaut. Im Jahr 1944 erfuhr das Gebäude durch Bomben eine starke Beschädigung. Der heutige Bau ist eine in den Jahren 1960/1961 entstandene vollständige Rekonstruktion.

Das Gebäude ist ein gutes Beispiel eines bürgerlichen Wohnhauses und Künstlersitzes aus dem Rokoko, das uns als ausgezeichnete Kopie überliefert worden ist. An der Fassade des Gebäudes ist an einer Tafel in kurzen Worten die Geschichte des Hauses abzulesen.

Eine der damaligen Nachkriegs-Sorgenkinder des Amtes für Denkmalschutz war u.a. das sogenannte Gunetzrhainerhaus, oder auch Ostermeierhaus genannt, am Promenadeplatz, das der Münchner Baumeister J. B. Gunetzrhainer um das Jahr 1730 als Wohnhaus für sich selbst erbaut hatte. Da sich in den Nachkriegsjahren niemand fand, auf diesem mit unwirtschaftlichen Auflagen der Denkmalpflege belegten Baugrund die Verantwortung zu übernehmen, wechselte die auf Grund von Kriegszerstörungen entstandene Teilruine mehrfach den Besitzer, bis die Deutsche Bank, zusammen mit dem großen benachbarten Bauplatz, das Anwesen im Jahre 1960 erwarb und nach den Forderungen der Denkmalbehörde wieder aufbauen ließ.

Leider stürzte während dieser ersten Sicherung des Gebäudes die Fassade in sich zusammen, und musste neu ausgeführt werden. Genaue Aufnahmen und Abformungen des ausgeführten Stucks und der Ornamentik ermöglichten eine Rekonstruktion in höchster Treue zum Original. Die ehemals an der Fassade gestellte Hausmadonna, die mittlerweile an einen neuen Besitzer in Westfalen verkauft worden war, konnte wieder aufgespürt werden. Durch das Eingreifen der Stadt wurde eine Rückführung an den alten Standplatz möglich. Nachdem sie einige Schäden bei Lagerung und Transport erlitten hatte, wurde sie in die für das Denkmalamt zuständigen Werkstätten von dem Bildhauer Kurt Weller wieder instand gesetzt; bei dieser Rekonstruktion stelle der damalige Sachkundige vom Bayerischen Nationalmuseum Dr. Weyrauch fest, dass es sich bei dieser Figur um ein in Terrakotta ausgeführtes Original von Hubert Gerhard aus der Zeit um 1600 handelte. Heute steht eine in Bronzeguss gefertigte Kopie in ihrer Nische auf dem Sockel an der Fassade. Das Original kann im Bayerischen Nationalmuseum bewundert werden.

Lage

Promenadeplatz 15