Graggenauer Viertel

Aus München Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Graggenauer Viertel ist der nordöstliche Teil der Altstadt. Es wird im Westen von der Dienerstraße, im Süden vom Tal und im Norden und Osten vom Altstadtring begrenzt.

Name

Graggenau war eine alte Flurbezeichnung und bedeutet etwa Krähenwiese.

Baudenkmäler im Graggenauer Viertel

Altenhofstraße 4
Altmünchner Bürgerhaus, spätgotisch, mit zwei Flacherkern, wohl 15./16. Jh., 1949 stark erneuert.
Alter Hof
Älteste Münchner Residenz der Wittelsbacher (seit Mitte 13. Jh.). Burgstock (Südflügel) samt Turm und Erker spätgotisch (um 1460/70), auf älterer Grundlage; Zwingerstock (Westflügel) im Kern 14. Jh.; an beiden Gebäuden erneuerte Fassadenmalerei (15./16. Jh.). Die anderen Teile der Vierflügelanlage im 19./20. Jh. erneuert.
Am Kosttor
Wolfsbrunnen (oder Rotkäppchenbrunnen), 1904 von Heinrich Düll und Georg Pezold; in der Platzmitte.
Am Kosttor 1
Mietshaus, Neurenaissance, 1881 von Alois Barbist.
Am Kosttor 3
Haylerhaus, Wohn- und Geschäftshaus in Ecklage, Neurenaissance, 1880-81 von Georg von Hauberrisser.
Bräuhausstraße 8
Wohn- und Geschäftshaus, historisierende Fassade mit Reliefdekor (u. a. Ansicht von München im Jahre 1750), bez. 1904, von Hermann Berthold und Leonhard Hägele.

Burgstraße

Burgstraße 2
Bürgerhaus, 1877 umgebaut, mit vereinfachter Fassade; zugehörig Rückgebäude Sparkassenstraße 1 (siehe dort), 1908 umgestaltet.
Burgstraße 3
Wohn- und Geschäftshaus, Kernbestand barock, um 1700; Umbau und Fassadengestaltung spätklassizistisch, 2. Viertel 19. Jh.
Burgstraße 4 / Sparkassenstraße 5
Ehemaliges Städtisches Wohnungsamt, Verwaltungsbau mit langgestrecktem Gebäudeflügel entlang der Burgstraße und kurzem, über ein Treppenhaus verbundenem Flügel an der Sparkassenstraße, 1952/53 vom Wiederaufbaureferat der Stadt München nach Plänen von Roderich Fick und Rudolf Röder errichtet; Knickpunkt der gekrümmten Bauflucht durch Erker gegliedert, Fassade mit Kunststeinverblendung und mit kleinteilig-historisierender Bemalung von Hermann Kaspar.
Burgstraße 5
Spätmittelalterliches Bürgerhaus, 15./16. Jahrhundert, als Stadtschreiberhaus und Weinstadel 1550-52 umgebaut, mit reicher Fassadenmalerei von Hans Mielich und mit Rest des Arkadenhofes.
Burgstraße 6
Wohn- und Geschäftshaus, neubarock, 1909/10 von Karl Stöhr (mit Rückgebäude Sparkassenstraße 11, siehe dort); Gedenktafel für Wiguläus von Kreittmayr, der 1790 im Vorgängerhaus starb.
Burgstraße 8
Altmünchner Bürgerhaus, Wohn- und Sterbehaus von Francois de Cuvilliés d. Ä.; im Kern spätgotisch, um 1615 Aufstockung und Dachstuhl, Fassadengestaltung barock, wohl 1. Hälfte 18. Jh.; nördlich anschließend der die Ledererstraße überbrückende, von Hausannexen zweifach überbaute Schlichtingerbogen, der bereits auf dem Stadtmodell von 1570 existiert.
Burgstraße 10
Sog. Falkenhaus, Bürgerhaus des 17./18. Jahrhunderts, mit schlichter, mehrfach überarbeiteter Fassade.
Burgstraße 12
Ehem. Bürgerhaus, z. T. wohl noch 17. Jh. (nach 1611), um 1780 sechsgeschoßig erneuert, die frühklassizistische Fassade 1947 vereinfacht; 1976/77 weitgehende Entkernung.

Dienerstraße

Dienerstraße 12
Westlicher Annex des Alten Hofes, der so genannte Estererbau.
Dienerstraße 14/15
Geschäftshaus Dallmayr, 1912 von Eugen Hönig und Karl Söldner, langgestreckte Front mit aufwändiger Gliederung in der Art eines frühklassizistischen Vorgängerbaus, mit Bauplastik von Julius Seidler; 1945-48 wiederhergestellt.
Dienerstraße 16
Wohn- und Geschäftshaus, Altmünchner Bürgerhaus, wohl im mittleren 18. Jahrhundert erneuert, klassizistisch und neubarock verändert.
Dienerstraße 17
Wohn- und Geschäftshaus, Eckbau mit Turmerker, 1900.
Dienerstraße 18
Altmünchner Bürgerhaus, Eckbau, im Kern spätmittelalterlich, Schopfwalmdach und ehemalige Fassadengliederung wohl frühklassizistisch, Ende 18. Jahrhundert; vereinfacht.
Dienerstraße 19
Wohn- und Geschäftshaus, neubarock (vereinfacht), mit Erker und Eisenbalkonen, 1898 (bez.) von Ludwig C. Lutz.
Dienerstraße 22
Spätbarocke Fassade eines Kaufmannshauses mit reicher Stuckgliederung und Muttergottesrelief, 18. Jh.

Falckenbergstraße

Falckenbergstraße 9
Mietshaus, Neurenaissance, reich gegliedert, 1879/80 von Anton Roth; verbunden mit Am Kosttor 2 (siehe dort).
Falkenturmstraße 8
Mietshaus, Neurokoko, reich stuckiert, 1894 von Ernst Dressler.
Falkenturmstraße 12
Wohnhaus von 1899, Rückgebäude von Platzl 4, 4a, vgl. dort.
Falkenturmstraße 14
Mietshaus, Neurenaissance-Eckbau, um 1887.

andere F…

Feldherrnhalle
Loggia mit dreiseitig offenen Rundbogenarkaden und großer Freitreppe im Norden, Kalksteinquaderbau mit reichem bauplastischem Dekor, von Friedrich von Gärtner, 1841-44, Behebung der Kriegsschäden, 1950-1962; Bronzestandbilder auf Granitpostamenten der Heerführer Johann t’Serclaes Graf von Tilly und Carl Philipp Fürst von Wrede, nach Entwürfen von Ludwig Schwanthaler, gegossen von Ferdinand von Miller d. Ä., enthüllt 1844; Bayerisches Armeedenkmal, Bronzefigurengruppe auf Granitsockel, von Ferdinand von Miller d. J., bez. 1892; zwei Löwen, neuklassizistische Tierplastiken in Marmor, von Wilhelm von Rümann, 1906.
Franz-Josef-Strauß-Ring 1
Mittelteil des ehemaligen Bayerischen Armeemuseums (Torso nach Kriegszerstörung), 1900-1905 von Ludwig von Mellinger, Neurenaissance, mit Portikus im Westen und mit Kuppel (einbezogen in den Neubau der Bayerischen Staatskanzlei von 1990-93); vom nördlichen Kopfbau z. T. die Reste der Hofgartenarkaden überfangen, siehe Galeriestraße 8/10.

Galeriestraße

Galeriestraße 2/2 a/2 b/4/4 a/6/6 a
Hofgartenarkaden, Nordtrakt (vgl. Hofgarten) nebst darübergebautem, langgestrecktem Gebäude (der ehem. Gemäldegalerie), 1779-83 von Karl Albert von Lespilliez; nach dem 2. Weltkrieg Wiederaufbau 1952 nach Plänen von Josef Wiedemann (u. a. Kunstverein, Nr. 4, Deutsches Theatermuseum, Nr. 4 a).;
Galeriestraße 8/10
Nördliche Randbebauung des Unteren Hofgartens; mehrere Bauphasen seit der 2. Hälfte des 16. Jhs., zuletzt (1866) vom Neurenaissancebau des Kunstvereins überbaut, nach dessen Kriegszerstörung nur in Teilen überliefert. Vom Lusthaus Albrecht V. (Baumaßnahmen seit ca. 1560) Teile samt westlichem Eckturm und gewölbtem Gang mit Säulenarkaden erhalten; mit Resten von Rollwerkmalerei. Darüber Pfeilerarkadenreihe der ehemaligen Hofgartenarkaden (später in den ehem. Kunstverein integriert). An das Untergeschoss anschließend in unteren Partien erhaltenes Brunnhaus Maximilian I. (1613-17) samt Erweiterung Leo von Klenzes von 1847/48 (u. a. gewölbter Turbinenraum mit Kolbenpumpen und Turbinen).
Galeriestraße (Ostende)
Jünglingsfigur, sog. Harmlos, 1803 von Franz Jakob Schwanthaler (Kopie, 1983), am einstigen Beginn der Straße.

andere H…

Herrnstraße 21
Grundschule, stattlicher, reich gegliederter Neurenaissancebau, 1881-82 von Friedrich Löwel
Herrnstraße 36
Mietshaus, Neurokoko, Ende 19. Jh.
Herzog-Rudolf-Straße 9
Mietshaus, Neurenaissance, Ende 19. Jh.
Hildegardstraße 3/5
Stattliches Doppelhaus, Maximilianstil, mit Flachgiebel an gemeinsamem Mittelrisalit, 1872-74 von Baumeister Reinhold Hirschberg; Gruppe mit Stollbergstraße 11
Hildegardstraße 8
Mietshaus, spätklassizistischer Eckbau, um 1860/70
Hochbrückenstraße 7
Polizeiamt Nord. Polizeidienstgebäude, in sachlich-reduziert historisierenden Formen, 1923-25 von Rudolf Pfister
Hochbrückenstraße 8
Moradellihaus, Bürgerhaus aus dem 17. Jahrhundert, nach Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs von Erwin Schleich rekonstruiert.
Hochbrückenstraße 14
Mietshaus, spätklassizistischer Eckbau, mit Lisenen, Mitte 19. Jh.
Hochbrückenstraße 16
Mietshaus, schlichter Maximilianstil, um 1860
Hochbrückenstraße 18
Mietshaus, spätklassizistisch, mit Stichbogenfenstern, 1854 von Georg Fischer
Hochbrückenstraße 20
Mietshaus, spätklassizistisch, mit Stichbogenfenstern, 1854 von Georg Fischer

Hofgarten

Der Hofgarten wurde 1613-17 angelegt. Rechteckiges Areal nördlich der Residenz mit nach 1945 wiederhergestellter Einteilung italienischer Art (mit vier neuen Schalenbrunnen). An der Südseite, jenseits der Hofgartenstraße, der Festsaalbau der Residenz (siehe Hofgartenstraße 2), im Osten die Bayerische Staatskanzlei (ehem. Armeemuseum, siehe Franz-Josef-Strauß-Ring 1). West- und Nordseite von den im frühen 17. Jh. erbauten, später erneuerten Hofgartenarkaden umgeben (siehe Odeonsplatz 6-18 und Galeriestraße 2/2 a/2 b/4/4 a/6/6 a und 8/10). Teil der Arkaden zwischen Nordwestecke der Residenz und dem Bazar (Odeonsplatz 6-18) nicht überbaut, zum Hofgarten geöffnet, erbaut 1822-26 von Leo von Klenze zusammen mit dem Hofgartentor (zwischen Hofgartenstraße und Odeonsplatz; siehe Odeonsplatz) von 1816/18 in ihrer Mitte. An der Rückwand innen historische Fresken der Cornelius-Schule (1826-29). - Hofgartentempel in der Mitte der Anlage, 1615 wohl von Heinrich Schön d. Ä.; auf der Kuppel Kopie der Tellus Bavaria (Bronze, um 1590 von Hubert Gerhard mit Putten und Attributen des frühen 17. Jh.). - Reiterstandbild Herzog Otto von Wittelsbach (Bronze), 1911 von Ferdinand von Miller; vor der Freitreppe des Armeemuseums. - Kriegerdenkmal, 1924-26 von Karl Knappe, Thomas Wechs und Eberhard Finsterwalder; vor dem Armeemuseum. Die Rotmarmor-Liegefigur eines Kriegers von Bernhard Bleeker 1972 durch Bronzekopie ersetzt. - Brunnen (fälschlich auch Loreleybrunnen), 1852; auf Unterbau Bronzereplik der Nymphe von Anif von Ludwig Schwanthaler; an der Westseite des Hofgartens. - Ägyptischer Obelisk, 1./2. Jh. n. Chr.), 1972 vor dem Eingang der Ägyptischen Staatssammlung (Hofgartenstraße 2) aufgestellt.

Hofgartenstraße 2
Festsaalbau der Residenz (siehe Residenzstraße 1 und Marstallplatz 8), langgestreckter Neurenaissancebau, 1832-42 von Leo von Klenze, im Westteil unter Verwendung des Vorgängerbaues (Kaisersaaltrakt) des frühen 17. Jh. Vor dem Mittelrisalit Loggia mit Figuren von Ludwig Schwanthaler, vgl. Hofgarten.

Ledererstraße

Ledererstraße 3
Zerwirkgewölbe, herzoglicher Bau der 2. Hälfte des 13. Jh. (Umfassungswände?), später mehrfach erneuert, vor allem nach 1726, mit zwei gewölbten Hallen übereinander. Westlich anschließend der die Straße überbrückende Schlichtingerbogen, siehe Burgstraße 8.
Ledererstraße 5
Vereinshaus Scholastika mit Gaststätte, barockisierend, 1914-15 von Heilmann und Littmann nach Entwurf von Ludwig Ullmann; mit historischen Räumen der Erbauungszeit, u.a. Theatersaal; Einheit mit Münzstraße 2.
Ledererstraße 9
Geschäfts- und Wohnhaus, 1877 von Ludwig Bayer; 1950 vereinfachend umgestaltet.
Ledererstraße 10/12
Giebelhaus, z.T. 15./16. Jh. (schon auf Sandtner-Modell von 1570), 1726 (?) umgebaut und aufgestockt, wieder mit Giebel; 1980/81 entkernt.
Ledererstraße 11
Wandverkleidung aus Kacheln mit Jugendstilornamenten, z.T. mit alpinen Motiven, Anfang 20. Jh.; in den Erdgeschossräumen einer ehemaligen Käsehandlung.
Ledererstraße 14
Walmdachhaus, freistehend, um 1715/20 umgebaut und aufgestockt.

Maderbräustraße

Maderbräustraße 2
Miets- und Wirtshaus, deutsche Renaissance, bez. 1901; Block mit Tal 10.
Maderbräustraße 4
Rotmarmorepitaph, Mitte 16. Jh., im Durchgang.

Marienstraße

Marienstraße 10
Mietshaus, spätklassizistisch, Mitte 19. Jh.
Marienstraße 18
Mietshaus, Neurenaissance, um 1870.
Marienstraße 2
Mietshaus, Neurenaissance-Eckbau, 1882 von Michael Reifenstuel.
Marienstraße 21
Vindelikerhaus, viergeschossiges Traufseithaus, nach 1802 anstelle des Wachtturms Lueg ins Land.

Marstallplatz

Marstallplatz
Felsenbrunnen, klassizistisch, bez. 1790.
Marstallplatz 4
Ehemalige Hofreitschule, 1819-22 von Leo von Klenze, klassizistischer Monumentalbau als Mittelteil der ehemals den Marstallplatz im Osten dreiseitig umfassenden Gebäudegruppe des Hofmarstalls, von dem nur noch Reste erhalten sind; siehe Maximilianstraße 15.
Marstallplatz 8
Bayerische Akademie der Wissenschaften, im Ostteil des Festsaalbaus der Residenz (siehe Hofgartenstraße 2); im sog. Apothekenstock 1956-58 das Cuvilliés-Theater eingebaut (siehe Residenzstraße 1/ Altes Residenztheater).

Max-Joseph-Platz

Denkmal König Max I. Joseph, enthüllt 1835, von Christian Daniel Rauch nach Entwurf von Leo von Klenze, gegossen von Johann Baptist Stiglmaier. Laternen, acht klassizistische Kandelaber, in Kreisform um das Denkmal gruppiert, 1845-46, nach Entwurf von Friedrich von Gärtner, von Bildhauer Anselm Sickinger modelliert, von Maffei gegossen; wohl Probekandelaber für die Gasbeleuchtung, die 1846 in Betrieb genommen wurde.

Maximilianstraße

Maximilianstraße 6/8
Münzarkaden, nördlicher Erweiterungsbau der ehem. Münze, mit Figuren bekrönte Arkadenfront zwischen erhöhten Eckbauten, 1857-63 von Friedrich Bürklein; vgl. Hofgraben 4.
Maximilianstraße 10/12/14/16
Haylerblock, Maximilianstil, 1864 von Friedrich Bürklein; Nr. 10 und 16 Eckhäuser, Nr. 14 erhöhter Mittelteil.
Maximilianstraße 15
Eckhaus, Maximilianstil, 1858-60 von Friedrich Bürklein; bildete mit den zerstörten Häusern Nr. 11 und 13 einen Block; zugehörig Rest des ehem. Hofmarstall-Komplexes, um 1810/12 von Andreas Gärtner; erhalten dreischiffige Erdgeschosshalle (ehemalige Stallung) mit Säulen und Gewölben, 2003 mit Restaurant-Nutzung in den Neubau der Maximilianshöfe (Nordwestblock) einbezogen.
Maximilianstraße 17/19
Hotel Vier Jahreszeiten, Maximilianstil, 1856-58 von Rudolf Gottgetreu, 1903-04 von Heilmann und Littmann umgebaut (Erdgeschoss) und an der Rückseite erweitert; an der monumentalen Fassade Steinfiguren.
Maximilianstraße 20
Eckhaus samt Mittelrisalit, 1859-60 von Friedrich Bürklein; Block mit Nr. 18.
Maximilianstraße 21
Eckhausfassade (1971-73 modern hinterbaut), Maximilianstil, 1860-61 von Friedrich Bürklein; bildet mit Nr. 23, 25 und 27 (siehe dort) einen symmetrischen Block.
Maximilianstraße 22/24
Doppel-Mietshaus mit Gußeisenerker an der Ecke, Maximilianstil, Nr. 22 erbaut 1862-65 (mit niedrigen Seitenflügeln an der Falckenbergstraße), Nr. 24 erbaut 1865-67, beide von Friedrich Bürklein; bildet mit Nr. 26/28 und 30/30a (siehe jeweils dort) eine symmetrische Gruppe, den sog. Riemerschmid-Block; 1890 starb hier Franz Lachner (Gedenktafel).
Maximilianstraße 23
Erhöhter Mittelteil eines symmetrischen Blocks mit Nr. 21, 25 und 27, Maximilianstil, 1863 von Friedrich Bürklein.
Maximilianstraße 25
Erhöhter Mittelteil eines symmetrischen Blocks mit Nr. 21, 23 und 27, Maximilianstil, 1863 von Friedrich Bürklein.
Maximilianstraße 26/28
Doppel-Mietshaus, Mittelteil einer symmetrischen Baugruppe mit Nr. 22/24 und 30/30a, Maximilianstil, mit erhöhten Seitenrisaliten, 1869-71 von Friedrich Bürklein; an der Rückseite anschließend das Schauspielhaus, Jugendstil, 1900-01 von Max Littmann und Richard Riemerschmid, vgl. Falckenbergstraße.
Maximilianstraße 27
Eckhaus, Maximilianstil, 1860-62 von Friedrich Bürklein, symmetrischer Block mit Nr. 21 (Pendant), 23 und 25 (siehe dort).
Maximilianstraße 29
Eckhaus, Maximilianstil, 1863 von Friedrich Bürklein; Block mit Nr. 31 und 33.
Maximilianstraße 32
Eckhaus im Maximilianstil, mit Gliederungen in Terrakotta, 1854/55 und (südlicher Erweiterungsbau) 1860 von Friedrich Bürklein; Block mit Nr. 34 und 36; 1885-91 Wohnhaus von Henrik Ibsen (Gedenktafel).
(Innere) Maximiliansbrücke

Neuturmstraße

Neuturmstraße 1
Miets- und Geschäftshaus, repräsentativer, langgestreckter Neurenaissance-Eckbau, um 1875/80 von Johann Kilian Stützel; mit Rest der historischen Stadtmauer von 1285-1337.
Neuturmstraße 3/3 a
Hofbräuhaus-Kunstmühle, Neurenaissance, 1875 wohl von Johann Kilian Stützel.

Orlandostraße

Orlandostraße 2
Mietshaus, Neurenaissance, 1872; bildet eine Gruppe mit Nr. 4 und 6.
Orlandostraße 3
Mietshaus, Übergang vom historisierenden Jugendstil zur Neuen Sachlichkeit, mit z. T. mehrfarbiger Fassade, im 1. Stock geschnitzte Fensterstöcke, 1913-14 von Franz Deininger.
Orlandostraße 4
Mietshaus, Neurenaissance, 1872; Gruppe mit Nr. 2 und 6.
Orlandostraße 6
Mietshaus, Neurenaissance, 1872; Gruppe mit Nr. 2 und 4.

Perusastraße

Perusastraße 5
Geschäftshaus mit Gaststätte zum Franziskaner, 1910 von Heilmann und Littmann, historisierende Natursteinfassde in Fortsetzung von Residenzstraße 10, vgl. dort.

Pfisterstraße

Pfisterstraße 3
Ehem. Scheidhaus der Münzanstalt, klassizistisch, 1813; jetzt zum Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege gehörig, siehe Hofgraben 4.
Pfisterstraße 4
Pfistermühle. Erhalten nur das Vorderhaus, um 1573/79; mit z. T. gewölbten Erdgeschossräumen.
Pfisterstraße 5
Klassizistisches Wohnhaus, 1838 von Mathias Küßwetter, seit 1846 zur Münze (jetzt Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege) gehörig; siehe Hofgraben 4 und Pfisterstraße 3.
Pfisterstraße 7
Wohn- und Geschäftshaus, Neurenaissance, 1894 von Ernst Dressler.
Pfisterstraße 8
Bürgerhaus, wohl Ende des 18. Jhs. umgebaut, mit älterem Kern, nach dem Zweiten Weltkrieg vereinfacht und aufgestockt.
Pfisterstraße 9
Wohn- und Geschäftshaus, deutsche Renaissance, 1895-96 von Hans Grässel und Karl Stöhr; Gruppe mit Nr. 11.
Pfisterstraße 10
Bürgerhaus, im Kern wohl 16. Jh. (ursprünglich mit Giebel), Fassade im 18. Jh. verändert.
Pfisterstraße 11
Wohn- und Geschäftshaus, malerisch in deutscher Renaissance, mit zwei Erkern und reichem plastischem Dekor, 1895-96 von Hans Grässel und Karl Stöhr; Gruppe mit Nr. 9.

Platzl

Platzl 1 a
Wohn- und Geschäftshaus Kaut, reiche, gotisierende Fassade mit Hausteingliederung und breitem Erker, 1896-97 von Max Ostenrieder.
Platzl 3
Bürgerhaus des 16. Jhs., aufgestockt um 1700, mit Resten des historischen Bestandes (u. a. Schwarzküchen), und Eckhaus, Fassade 1877; Sanierung 1988.
Platzl 4,4 a
Sog. Orlando-Haus, hochragender, malerischer Eckbau in deutscher Renaissance, 1898/99 von Max Littmann; mit Rückgebäude Falkenturmstraße 12.
Platzl 5
Ehemaliges Corpshaus Bavaria, Eckhaus am Kosttor, deutsche Renaissance, 1899 von Max Littmann.
Platzl 6
Ehemaliges Corpshaus Makaria, deutsche Renaissance mit reicher Hausteingliederung, 1898-99 von Adolf Ziebland.
Platzl 7
Ehem.áliges Corpshaus Frankonia, deutsche Renaissance mit reicher Hausteingliederung, 1899 von Max Littmann.
Platzl 9
Staatliches Hofbräuhaus, malerischer Gruppenbau in deutscher Renaissance, 1896-97 von Max Littmann mit Erich Goebel, unter Einbeziehung älterer Bauteile (Südflügel); im Hof Biergarten, Brunnen mit Löwenfigur.

Residenzstraße

Residenzstraße 1
Residenz, ausgedehntes Stadtschloß, ab 1348 über Jahrhunderte gewachsen, acht Höfe umschließend. Der mittelalterliche Kern (Neuveste) in Resten unter dem Nordostpavillon des Festsaalbaues und dem umgebenden Bereich verborgen. Kern der bestehenden Anlage die westlich an die Residenzstraße grenzende Alte oder Maximilianische Residenz des frühen 17.Jh. mit der Hofkapelle (1601) und älteren Teilen des 16.Jh. (Grottenhof mit Perseusbrunnen, 1595 von Hubert Gerhard; Antiquarium, 1569-71). Im Brunnenhof Wittelsbacher-Brunnen, um 1600. Zu Nr. 1 gehört das Alte Residenztheater, Rokokobau, 1751-53 von Francois de Cuvilliés, 1956 an neuer Stelle (Apothekenflügel) wiederaufgebaut; mit Ausstattung; Königsbau, siehe Max-Joseph-Platz 3, Festsaalbau siehe Hofgartenstraße 2 und Marstallplatz 8, Allerheiligen-Hofkirche siehe Marstallplatz. Vgl. auch Hofgarten.
Residenzstraße 2
Hauptpost, 1834-38 von Leo von Klenze als Umbau und Erweiterung des ehem. Toerring-Palais aus dem mittleren 18. Jh.; Nordseite am Max-Joseph-Platz im Stil des florentinischen Quattrocento mit Loggia; die barocke Westfront zerstört und 1953 wiederaufgebaut, mit dem alten Portal in der Vorhalle; vgl. auch Ensemble Maximilianstraße.
Residenzstraße 3
Wohn- und Geschäftshaus Falkeneck, Eckhaus mit reich stuckierter Neurokokofassade, 1904-05 von Eugen Drollinger.
Residenzstraße 10
Zechbauerhaus, Geschäftshaus in markanter Ecklage, reich gegliederte historisierende Natursteinfassaden, 1910/11 von Heilmann und Littmann; gestalterische Einheit mit Perusastraße 5.
Residenzstraße 13
Eilles-Haus, Fassade mit erneuerter Putzgliederung, an zwei Hofseiten viergeschossige Arkaden der 1. Hälfte des 16. Jh. erhalten.
Residenzstraße 16
Geschäftshaus, Neurenaissance, 1869-70 von Franz Kil; mit älterem Kern.
Residenzstraße 17
Ehemaliges Bürgerhaus, jetzt Geschäftshaus, mehrfach (u.a. 1869) umgebaut, abermals 1890 von Max Steinmetz, Neurokoko-Fassade mit reichem Stuckdekor und Balkongittern nach Entwurf von Franz Strulberger.
Residenzstraße 24
Geschäfts- und Wohnhaus, neuklassizistisch mit Jugendstilanklängen, reich gegliedert, 1906-07 von Heilmann und Littmann.
Residenzstraße 25
Geschäfts- und Wohnhaus, neubarock, mit Stuckdekor am Erker, 1899-1900 von Eugen Drollinger.
Residenzstraße 26
Eckhaus, in klassizistischen Neurenaissanceformen, 1872 von N. Reifenstuel.
Residenzstraße 27
Ehemaliges Preysing-Palais, jetzt Geschäftshaus, Regence-Stil, mit reich stuckierten Fassaden an drei Seiten, prächtigem Treppenhaus, 1723-28 von Joseph Effner; nach Kriegsschäden Wiederaufbau 1958-60 durch Erwin Schleich, dabei Rückseite an der Theatinerstraße rekonstruiert und Inneres erneuert.

Sparkassenstraße

Sparkassenstraße 1
Rückgebäude von Burgstraße 2 (siehe dort), Fassade 1908 von Max Albrecht.
Sparkassenstraße 2/4
Stadtsparkasse (und ehemaliges städtisches Verwaltungsgebäude), langgestreckter malerischer Bau in deutscher Renaissance, Putzbau mit Natursteingliederungen, polygonalem Eckerker und reichem plastischem Dekor, 1898-99 (Nordteil) und 1906-08 von Hans Grässel.
Sparkassenstraße 3;
Ehemaliges Büro- und Wohnhaus, jetzt städtisches Verwaltungsgebäude, breite Neurenaissancefassade, 1891 von Jakob Heilmann, umgebaut 1909/10 von Eugen Hönig und Karl Söldner.
Sparkassenstraße 5
Teil des Städtischen Wohnungsamtes an der Burgstraße 4, siehe dort.
Sparkassenstraße 11
Wohn- und Geschäftshaus in deutscher Renaissance, mit Erker, 1909/10 von Karl Stöhr; Einheit mit Burgstraße 6.

Stollbergstraße

Stollbergstraße 9
Mietshaus, in schlichter klassizistischer Tradition, um 1860/70.
Stollbergstraße 11
Mietshaus, Maximilianstil, mit erhöhtem Eckrisalit, reich gegliedert, mit Stuckdekor, um 1870; Gruppe mit Hildegardstraße 3/5.
Stollbergstraße 12
Corpshaus Germania, frei abgewandelte deutsche Renaissance, 1906-07 von Gabriel von Seidl.
Stollbergstraße 13
Mietshaus, schlicht spätklassizistisch, dem Charakter der Maximilianstraße nahestehend, um 1860; flankiert mit dem ähnlichen Haus Nr. 17 den risalitartig wirkenden Bau Nr. 15.
Stollbergstraße 14; Mietshaus, in klassizistischer Tradition, um 1860/70.
Stollbergstraße 15
Mietshaus, in klassischen Renaissanceformen reich gegliedert, mit Dreiecksgiebel am flachen Mittelrisalit, 1880 von Maurermeister Ludwig Bayer; geschnitztes Portal; vgl. Nr. 13 und 17.
Stollbergstraße 17
Mietshaus, spätklassizistisch, um 1860; flankiert mit dem ähnlichen Haus Nr. 13 den risalitartig wirkenden Bau Nr. 15.
Stollbergstraße 18
Mietshaus, neugotisch, dreigeschossig in Rohbackstein mit reicher Naturstein-Gliederung und -Bauplastik, 1857-58 von Erlacher, Windwart und Bleibinhaus; Schnitzportale; mit Ausstattung.
Stollbergstraße 20
Mietshaus, 1856 von Matthias Berger, ursprünglich im Maxmimilianstil, 1890/91 aufgestockt und verändert, flacher Mittelerker mit Spitzhelm.
Stollbergstraße 22
Mietshaus, spätklassizistisch, 1860-61 von Friedrich Bürklein, mit Balkon von 1875; 1946 aufgestockt.

Tal

Tal 7
Eckhaus, in schlicht barockisierenden Formen, 1903 von Heilmann und Littmann; ehemals mit Giebel; Block mit Maderbräustraße 5.
Tal 11/13
Merkurbrunnen, nach Entwurf Friedrich von Thierschs von 1902 durch den Bildhauer Hugo Kaufmann ausgeführt (Nachbildung der Figur des Giovanni Bologna von ca. 1580); 1911 Aufstellung auf dem Maximiliansplatz, 1975 hier.
Tal 19
Eckhaus, neubarock, 1894; Hauptfront z. T. vereinfacht.
Tal 21
Dürnbräu, klassizistischer Bau, um 1828; Erdgeschoss etwa 1930 verändert (mit Malereien).
Tal 41
Hotel Torbräu, deutsche Renaissance, 1899-1900 von Georg Hamann; nach Kriegsschäden 1946-51 vereinfacht wiederaufgebaut.
Tal 43
Geschäfts- und Mietshaus, deutsche Renaissance, dreigeschossig (früher höher), um 1900.
Tal 50
Isartor, stattlicher querrechteckiger Tortum mit von Mauern umschlossenem Vorhof, achteckigen Flankentürmen und dreibogiger Stirnfront, von 1337, 1833-35 durch Friedrich von Gärtner restauriert, nach Kriegsschäden 1946-57 wiederhergestellt; Wandfresko von Bernhard Neher d. J., 1835; neue Turmuhren 2005.

andere T…

Theatinerstraße 32
Wohn- und Geschäftshaus, mit (zur Residenzstraße verbindender) sog. Theatiner-Passage, 1954/55 von Jean Ehrhard, und mit Theatiner-Filmkunst-Lichtspieltheater, 1956 von Hanns Atzenbeck
Theatinerstraße 38
Geschäftshaus, konkav-konvexe Jugendstil-Hausteinfassade, 1903 von Max Littmann.
Thomas-Wimmer-Ring
Stadtmauer; am Südende der Westseite des Thomas-Wimmer-Ringes auf etwa 50 m erhalten die untere Zone der Zwingermauer, spätestens 1494/99, aus Nagelfluhquadern und Füllmauerwerk; die Verblendung der ehemals gegen den Graben offenliegenden Feldseite aus Nagelfluh-Bossenquadern noch teilweise vorhanden.

Lage

- Lücke

Weblinks


Wikipedia.png Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Graggenauer Viertel in der deutschsprachigen Wikipedia. Die Liste der bisherigen AutorInnen befindet sich in der Versionsliste. Wie im München Wiki stehen alle Texte der Wikipedia unter einer Lizenz zur Freien Dokumentation.