Max-Joseph-Platz

Aus München Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Max-Joseph-Platz, Aufn. von 2010
Hoftheater (um 1900), das heutige Nationaltheater am Max-Joseph-Platz

Der Max-Joseph-Platz in der Altstadt liegt an der Kreuzung von der Maximilianstraße mit der Residenzstraße.

Der Straßennamenschild Max-Joseph-Platz wurde benannt nach dem ersten bayerischen König Maximilian I. Joseph.

Auf der oberen, einer aktuellen Aufnahme gut zu sehen: zentral das Denkmal an Maximilian I. Joseph, links die ehemalige Residenzpost, rechts die Residenz, im Hintergrund die Häuserfront an der Residenzstraße.

Friedhof der Franziskaner

Die frühere Salvatorkirche (auf deutsch: der Erlöser) ist die ehemalige Friedhofskirche der Frauenkirche.

  • Der hier gewesene Friedhof des Franziskanerklosters (Pfarrkirche St. Anna) wurde am 12. Mai 1777 »totaliter destruiert« und als Exerzierplatz genutzt.
  • Innerhalb der Stadtmauer konnten bis 1789 (Karl II. erlässt zwei kurfürstliche Dekrete , die Bestattungen innerhalb der Stadtmauern fortan untersagen.) auch Laien in den Friedhöfen der Klöster beigesetzt werden..
  • Bis 1773 wurden hier in den Grüften des altbayerischen Ur- und Hochadels und den Grabfeldem der sogenannten »Teutschen Congregation der Herren und Bürger Münchens« beerdigt.
  • Es handelt sich um die Adelsgeschlechter der Schwarzenberg, Kurz, Haslang, Hegnenberg-Dux, Löw, Hohenzollern-Sigmaringen, Seinsheim, Haimhausen, Porzia, Leiblfing, Fugger, Preysing, Maxlrain, Taufkirchen, Fraunhofen, Lerchenfeld, Muggenthal, Pelkoven, Hörwarth, Lösch, Törring-Jettenbach, Pienzenau, Gumppenberg, Waldeck, Seiboldsdorf, Hundt, Ortenburg, Fraunberg, Rechberg, Thürheim, Montfort, Ridler, Schrenk, Pütrich, Pötschner.
  • Hier waren auch die Gräber von: Leonhard von EckW, Ferdinand Lorenz Graf von Wartenberg, Des edel gestreng Herr Wilhelm Lew, Herzog Ferdinands in Bayern Rath und Hofmeister, gestorben zu München 1613. Er hatte einen schönen Grabstein in der Antoniuskapelle des ehemaligen Barfüßerklosters in München; auf dem Stein waren alle seine Kriegsthaten kunstreich abgebildet. 1704 während der österreichischen Besetzung, wurde der Stein, der am Boden lag abschliffen.
  • Orlando di Lasso, sein Epithaph, wurde im Bayerischen Nationalmuseum abgestellt.
  • Joseph Effner, sein Grabstein steht nun im Chor der Münchener Frauenkirche.
Der Max-Joseph-Platz um 1880.

Nachzulesen bei:

  • Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München: 500 Zeugen des Müncher kulturellen, geistigen und politischen Lebens im 19. Jahrhundert, Zeke Verlag, 1983. 312 S., S. 16ff

Lage

>> Geographische Lage von Max-Joseph-Platz im Kartenverzeichnis (auf tools.wmflabs.org)

Weblinks