Neuveste

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Die Neuveste (daher kommt ja später auch das Wort Festung) wurde gegen Ende des 14. Jahrhunderts (ca. 1385), insbesondere nach Aufständen der Münchner Bürgerschaft gegen die in der Stadt residierenden Herzöge errichtet und etwa bis 1680 ausgebaut. Sie diente als Fluchtburg für den Herzog und seinen Hofstaat an Stelle des unsicher gewordenen Alten Hofs (genutzt 12. — 15. Jahrhundert).

Sie stand auf dem Gebiet der heutigen Residenz. Das Großfeuer von 1750 zerstörte die Neuveste, darunter auch das Theater im St. Georgensaal.

Die Neuveste war eine gotische Wasserburg, die von der Stadt her nur über eine befestigte Brücke zu erreichen war. Deren Bergfried, der Silberturm, lag nicht an der Außenseite, sondern verstärkte die Innenfront gegen die Stadt. Die Neuveste wurde im Laufe der Jahrhunderte verändert und erweitert und verlor allmählich ihren Festungscharakter. Noch heute befinden sich unter dem Apothekenhof der Münchner Residenz die Kellergewölbe und Grundmauern der ehemaligen Burg. Ihre Position ist durch rote Steine im Pflaster des Hofes markiert.

Wieder entdeckt wurde ihre Lage durch Otto Meitinger beim Wiederaufbau der Residenz 1953-1963.

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