Brudermühlbrücke: Unterschied zwischen den Versionen

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| Bezeichnung Ortsteil = [[Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln]]
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Die '''Brudermühlbrücke''' ist der südliche [[Isar]]übergang des [[Mittlerer Ring|Mittleren Rings]] und verbindet die [[Brudermühlstraße]] in [[Sendling]] links der Isar mit der [[Candidstraße]] in [[Untergiesing]] rechts der Isar. Ein Stück weiter westlich überquert die Brudermühlstraße den [[Großer Stadtbach|Großen Stadtbach]] über den [[Brudermühlsteg]].
Die '''Brudermühlbrücke''' ist der südliche [[Isar]]übergang des [[Mittlerer Ring|Mittleren Rings]] und verbindet die [[Brudermühlstraße]] in [[Sendling]] links der Isar mit der [[Candidstraße]] in [[Untergiesing]] rechts der Isar. Ein Stück weiter westlich überquert die Brudermühlstraße den [[Großer Stadtbach|Großen Stadtbach]] über den [[Brudermühlsteg]].


== Geschichte ==
== Geschichte - Brücke ohne Anschluß==
Die erste Errichtung einer Brücke an dieser Stelle fällt auf das Jahr 1903, als die Baufirma Sager und Wörner mit dem Bau der Fundamente beginnt, die für die vormals am Standort der Wittelsbacherbrücke verwendeten Eisenbrücke vorbereitet werden. Zuvor existierte an dieser Stelle kein Brückenbauwerk. Im selben Jahr noch beginnt die Firma Eisenwerk München mit der Demontage der Brücke am alten Standort. Die Teile werden noch an den neuen Bauplatz transportiert. Bis Juli 1904 war die Brücke am neuen Standort, diesmal unter dem Namen Brudermühlbrücke, wieder aufgebaut. Der Fahrbahnbelag entstand einen Monat später. Ende August 1904 waren diese Bauarbeiten abgeschlossen, und am 3. September 1904 konnte die Brücke, vorerst nur für den Personenverkehr und leichte Fuhrwerke geöffnet worden. Im Mai 1906 war es dann auch möglich mit leichten Fahrzeugen bis zum Candidplatz zu gelangen. Die Straßenaufschüttungen herüber vom Canditplatz dauerten noch bis in den Oktober, so daß der Fuhrwerkverkehr erst mit dem Zeitpunkt freigegeben werden konnte.
Die erste Errichtung einer Brücke an dieser Stelle fällt auf das Jahr 1903, als die Baufirma Sager und Wörner mit dem Bau der Fundamente beginnt, die für die vormals am Standort der Wittelsbacherbrücke verwendeten Eisenbrücke vorbereitet werden. Zuvor existierte an dieser Stelle kein Brückenbauwerk. Im selben Jahr noch beginnt die Firma Eisenwerk München mit der Demontage der Brücke am alten Standort. Die Teile werden noch an den neuen Bauplatz transportiert. Bis Juli 1904 war die Brücke am neuen Standort, diesmal unter dem Namen Brudermühlbrücke, wieder aufgebaut. Der Fahrbahnbelag entstand einen Monat später. Ende August 1904 waren diese Bauarbeiten abgeschlossen, und am 3. September 1904 konnte die Brücke, vorerst nur für den Personenverkehr und leichte Fuhrwerke geöffnet worden. Im Mai 1906 wurden die Schranken an den Brückenzufahrten für den Fahrradverkehr geöffnet um bis zu den Anschlüssen zur Thalkirchnerbrücke zu gelangen, allerdings blieb die Brücke noch für Automobile, Motorräder andere Fuhrwerke geschlossen. Die Aufschüttungen herüber zu den Anlagenwegen wurden aus eigenen Mitteln des damaligen "Touringclubs", ein ansässiger Fahrradverein, finanziert. Noch im August 1907 wird unterdessen darüber verhandelt eine Straße vom Giesinger Gebiet am Candidplatz bis zur Brudermühlbrücke zu legen, da dort ab 1908 die Trambahn angelangt war. Auch nach 1950 gibt es nur eine Verbindung bis zur [[Gerhardstraße]]. Dieser Straßenabschnitt bis zur Brücke wurde ''Diefstetter Straße'' genannt. Eine weitere Anbindung an die Hellabrunner Straße geht nicht über Planungen hinaus. Auch die in den Jahren ab 1878 bis 1959 in den Straßennamenbücher, Straßenverzeichnissen und Adressbüchern eingetragene Candidstraße existiert nur auf dem Papier. Erst ab 1960 entsteht die Anbindung über den Candidplatz, und der Rampe hinauf zur Tegernseer Landstraße.


Die Brücke wurde im laufe des Jahres 1943 durch die Auswirkungen des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] beschädigt. Ab 1948 wurde die Brücke durch provisorische Einbauten an den beschädigten Stellen als Fußgängersteg wieder eröffnet. Erst mit dem Bau einer neuen Bücke konnte am 28. November 1953 die Brücke für den Individualverkehr wieder frei gegeben werden. Die neuen Brückenteile wurden dazu zum Teil wieder auf die unbeschädigten Pfeiler des Vorgängerbaus gesetzt. Im Jahr 1969 erfuhr das Bauwerk eine erweiterung in der Breite, und wurde 1988 beim Bau des [[Brudermühltunnel]]s nochmals auf der Südseite auf insgesamt 7 Fahrspuren erweitert. Die Spannbetonbalkenbrücke überquert mit einer Gesamtlänge von 138 m und 36 m Breite auf drei Stützpfeilern die Isar.  
Die Brücke wurde im laufe des Jahres 1943 durch die Auswirkungen des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] beschädigt. Ab 1948 wurde die Brücke durch provisorische Einbauten an den beschädigten Stellen als Fußgängersteg wieder eröffnet. Erst mit dem Bau einer neuen Bücke konnte am 28. November 1953 die Brücke für den Individualverkehr wieder frei gegeben werden. Die neuen Brückenteile wurden dazu zum Teil wieder auf die unbeschädigten Pfeiler des Vorgängerbaus gesetzt. Im Jahr 1969 erfuhr das Bauwerk eine erweiterung in der Breite, und wurde mit der Vollendung 1988 beim Bau des [[Brudermühltunnel]]s nochmals auf der Südseite auf insgesamt 7 Fahrspuren erweitert. Die Spannbetonbalkenbrücke überquert mit einer Gesamtlänge von 138 m und 36 m Breite auf drei Stützpfeilern die Isar.  


[[Datei:Muewittelsbacherbrueck1900bw99.jpg|thumb|Die Wittelsbacherbrücke im Aussehen al alten Standort, im Jahr 1900]]
[[Datei:Muewittelsbacherbrueck1900bw99.jpg|thumb|Die Wittelsbacherbrücke im Aussehen am alten Standort im Jahr 1900]]


[[Datei:Brudermühltunnel von Osten.jpg|thumb|Kurz vor der Brudermühlbrücke, nahe der Ausfahrt Thalkirchen. Foto: Schillinger 2019.]]
[[Datei:Brudermühltunnel von Osten.jpg|thumb|Kurz vor der Brudermühlbrücke, nahe der Ausfahrt Thalkirchen. Foto: Schillinger 2019.]]

Aktuelle Version vom 18. März 2026, 21:59 Uhr

Brudermühlbrücke
Straße in München
Basisdaten
Ort München
Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln Thalkirchen Sendling Giesing
PLZ 81379
Angelegt 1903 - 1906
Neugestaltet 1953 / 1982
Name erhalten 1903
Anschluss­straßen
 
Brudermühlstraße Candidstraße
Bus.png
 
54 153 N43 N44 X30 X204 Schäftlarnstraße (Gasteig HP8)
Nutzung
Nutzergruppen zu Fuß, Fahrrad, Kraftfahrzeug
Technische Daten
Straßenlänge 138 m
Straßenbreite 36 m
Straßennamenbücher
(2016), Dollinger S. 50 (1855 ohne Quellenangabe)
Straßen-ID 06178
Die Situation während der Brückenerweiterung im Jahr 1982. Foto Schillinger.

Die Brudermühlbrücke ist der südliche Isarübergang des Mittleren Rings und verbindet die Brudermühlstraße in Sendling links der Isar mit der Candidstraße in Untergiesing rechts der Isar. Ein Stück weiter westlich überquert die Brudermühlstraße den Großen Stadtbach über den Brudermühlsteg.

Geschichte - Brücke ohne Anschluß

Die erste Errichtung einer Brücke an dieser Stelle fällt auf das Jahr 1903, als die Baufirma Sager und Wörner mit dem Bau der Fundamente beginnt, die für die vormals am Standort der Wittelsbacherbrücke verwendeten Eisenbrücke vorbereitet werden. Zuvor existierte an dieser Stelle kein Brückenbauwerk. Im selben Jahr noch beginnt die Firma Eisenwerk München mit der Demontage der Brücke am alten Standort. Die Teile werden noch an den neuen Bauplatz transportiert. Bis Juli 1904 war die Brücke am neuen Standort, diesmal unter dem Namen Brudermühlbrücke, wieder aufgebaut. Der Fahrbahnbelag entstand einen Monat später. Ende August 1904 waren diese Bauarbeiten abgeschlossen, und am 3. September 1904 konnte die Brücke, vorerst nur für den Personenverkehr und leichte Fuhrwerke geöffnet worden. Im Mai 1906 wurden die Schranken an den Brückenzufahrten für den Fahrradverkehr geöffnet um bis zu den Anschlüssen zur Thalkirchnerbrücke zu gelangen, allerdings blieb die Brücke noch für Automobile, Motorräder andere Fuhrwerke geschlossen. Die Aufschüttungen herüber zu den Anlagenwegen wurden aus eigenen Mitteln des damaligen "Touringclubs", ein ansässiger Fahrradverein, finanziert. Noch im August 1907 wird unterdessen darüber verhandelt eine Straße vom Giesinger Gebiet am Candidplatz bis zur Brudermühlbrücke zu legen, da dort ab 1908 die Trambahn angelangt war. Auch nach 1950 gibt es nur eine Verbindung bis zur Gerhardstraße. Dieser Straßenabschnitt bis zur Brücke wurde Diefstetter Straße genannt. Eine weitere Anbindung an die Hellabrunner Straße geht nicht über Planungen hinaus. Auch die in den Jahren ab 1878 bis 1959 in den Straßennamenbücher, Straßenverzeichnissen und Adressbüchern eingetragene Candidstraße existiert nur auf dem Papier. Erst ab 1960 entsteht die Anbindung über den Candidplatz, und der Rampe hinauf zur Tegernseer Landstraße.

Die Brücke wurde im laufe des Jahres 1943 durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieg beschädigt. Ab 1948 wurde die Brücke durch provisorische Einbauten an den beschädigten Stellen als Fußgängersteg wieder eröffnet. Erst mit dem Bau einer neuen Bücke konnte am 28. November 1953 die Brücke für den Individualverkehr wieder frei gegeben werden. Die neuen Brückenteile wurden dazu zum Teil wieder auf die unbeschädigten Pfeiler des Vorgängerbaus gesetzt. Im Jahr 1969 erfuhr das Bauwerk eine erweiterung in der Breite, und wurde mit der Vollendung 1988 beim Bau des Brudermühltunnels nochmals auf der Südseite auf insgesamt 7 Fahrspuren erweitert. Die Spannbetonbalkenbrücke überquert mit einer Gesamtlänge von 138 m und 36 m Breite auf drei Stützpfeilern die Isar.

Die Wittelsbacherbrücke im Aussehen am alten Standort im Jahr 1900
Kurz vor der Brudermühlbrücke, nahe der Ausfahrt Thalkirchen. Foto: Schillinger 2019.

Kunstwerke

Die Betonpfeiler der Brücke wurden ab 1996 im Rahmen des Projekts isart des Kreisjugendrings der Stadt München jährlich ein- bis zweimal von jungen Künstlern neu mit Graffiti besprüht. 2024 mutierte "isart" zu "dösenöffner", und dabei wird die "Färberei" nun auch vom Bürgerhaus Glockenbachwerkstatt und vom Kulturzentrum "Luise" unterstützt. Gefördert wird das Projekt wie bisher vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München. Bei "Dösenöffner" geht es nicht um eine Meisterschau, sondern um Experimente und Entwicklung, Vielfalt und Offenheit.

Lage

>> Geographische Lage von "Brudermühlbrücke" im Kartenverzeichnis auf toolforge.org

Weblinks

Einzelnachweise


Wappen-muenchen.jpg B2R.png   Mittlerer Ring

Isarring mit Biedersteiner Tunnel | Effnerplatz mit Effnertunnel | Richard-Strauss-Straße mit Richard-Strauss-Tunnel | Leuchtenbergring mit Leuchtenbergring-Unterführung | Innsbrucker Ring mit Innsbrucker-Ring-Tunnel | Chiemgaustraße | Tegernseer Landstraße | Candidstraße mit Candidtunnel | Brudermühlstraße mit Brudermühltunnel | Heckenstallerstraße mit Heckenstallertunnel | Luise-Kiesselbach-Platz mit Luise-Kiesselbach-Tunnel | Garmischer Straße mit Luise-Kiesselbach-Tunnel | Heimeranplatz mit Trappentreustraße und Trappentreutunnel | Donnersbergerbrücke | Landshuter Allee mit Landshuter-Allee-Tunnel | Georg-Brauchle-Ring | Petuelring mit Petueltunnel | Schenkendorfstraße


Wappen-muenchen.jpg Münchner Isarbrücken

Die Aufzählung folgt der Fließrichtung der Isar – also von Süd nach Nord: Großhesseloher Brücke (Isar) - Marienklausensteg (Thalkirchen) - Thalkirchner Brücke (Thalkirchen) - Flauchersteg (Thalkirchen) - Brudermühlbrücke (Sendling) - Braunauer Eisenbahnbrücke (Isarvorstadt) - Wittelsbacherbrücke (Isarvorstadt) - Reichenbachbrücke (Isarvorstadt) - Corneliusbrücke (Isarvorstadt) - Boschbrücke (Isarvorstadt) - Zenneckbrücke (Isarvorstadt) - Ludwigsbrücke (Isarvorstadt) - Wehrsteg (Lehel) - Mariannenbrücke (Lehel) - Kabelsteg (Lehel) - Praterwehrbrücke (Lehel) - Maximiliansbrücken (Lehel) - Luitpoldbrücke (Bogenhausen) - Max-Joseph-Brücke (Bogenhausen) - John-F.-Kennedy-Brücke (Bogenhausen) - Wehranlage Oberföhring (Oberföhring) - St.-Emmeram-Brücke (Oberföhring) - Herzog-Heinrich-Brücke (Oberföhring) - Leinthalerbrücke (Oberföhring)


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