München in der Zeit des Nationalsozialismus

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Hier folgen einige Stichworte und Daten zur Geschichte Münchens in der Zeit des Nationalsozialismus. Auf die Gründungszeit und die Anfangsjahre der NS-Partei wird hier nicht eingegangen (In einer Münchner Kneipe gründen Januar 1919 Anton Drexler und Karl Harrer die Vorgängergruppierung ‚Deutsche Arbeiterpartei’).

Wieviele MünchnerInnen waren Nazi ?

Sicher ist, dass es mehr Nazis gab als Parteimitglieder. Denn auch damals waren manche Leute geizig und trotzdem fanatische Rechte. Oder sie hielten es für unschicklich, inopportun, als Mitglieder der Hitleristen bekannt zu sein. Die Zahl der Parteimitglieder ist also eher eine Mindesmenge. Die Nazis, die vor dem 14. September 1930 in die NSDAP eingetreten und 1935 noch Mitglied in der Partei waren, betrug in Bayern 20.629 (= 15,9 % der Mitglieder im Reich). München und Oberbayern stellten 4.828 (= 23,4 % der bayerischen Mitglieder). Davon kamen wiederum über zwei Drittel aus München. Das heißt damals waren es ca. 3200.

Vor der gewaltsamen "Machtergreifung" im März 1933 betrug die Zahl der Parteimitglieder in Bayern, die auch danach noch in der NSDAP waren, insgesamt 85.644 (= rund 10,1 % der Gesamtmitglieder im Reich). Das war eine Zunahme um mehr als das Vierfache. Mit 19.000 wiesen München und Oberbayern 22,4 % der bayerischen Mitglieder auf (auch davon 2/3 wären 57.000). Die Parteimitgliedschaft war übrigens in der Regel nur für Männer offen. (das mit Kinder, Küche und Unterordnung war noch strenger als bei der Kirche)[1]

1933 – 1935

1933

  • Bei der Reichstagswahl 1933 erhält die NSDAP in München 37% der Stimmen. Adolf Wagner ist in München NSDAP-Gauleiter.
  • Franz Xaver Epp, seit 1916 geadelt als Ritter von Epp (* 16. Oktober 1868 in München; † 31. Dezember 1946 ebenda) wird von 1933 bis 1945 Reichsstatthalter in Bayern.
  • 9. März 1933: die SA "besetzt" das Münchner Rathaus.
  • Nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten in der Stadt werden alle Ämter mit Parteimitgliedern besetzt. Adolf Wagner wird bayerischer Innenminister, Ludwig Siebert Ministerpräsident und H. Himmler wird Polizeipräsident der Stadt.
  • Karl Fiehler (NSDAP-Aktivist wird zum Münchner Oberbürgermeister von 1933 bis 1945 ernannt)
  • Im nahegelegenen Dachau richtet die SS noch im März das erste permanente Konzentrationslager für von ihr (überwiegend aus politischen, aber auch von Anfang an aus rassistischen Gründen) verfolgte Personen ein.
  • 12. April 1933: Im KZ Dachau übernimmt am 11. April nun auch SS (zusammen mit der Polizei) unter Hilmar Wäckerle die Bewachung der KZ-Häftlinge. Am 12. April kommt es dort zu den ersten Morden an drei Gefangenen, Benario, Goldmann und Kahn (alle drei auch als Linke und Juden verfolgt). Verfahren gegen die bekannten Täter der SS-Wachmannschaft werden von der Staatsanwaltschaft München nach einigen Wochen eingestellt. Für die Gefangenen und die Öffentlichkeit ist damit klargestellt, dass es im KZ kein Rechtswesen gibt.
  • 1. Mai, 2. Mai - Vereinnahmung der Gewerkschaftsorganisation und -häuser
  • 10. Mai: Bücherverbrennung auf dem Königsplatz, der zum Aufmarschfeld der neuen Machthaber wird.
  • 18. August: "Der Städtische Nachrichtendienst teilt mit: Durch Verfügung nach Paragraf 17 der Gemeindeordnung ist mit sofortiger Wirksamkeit Personen nicht arischer Abstammung der Besuch städtischer Badeanstalten mit Ausnahme der Brause-, Wannen- und medizinischer Einzelbäder untersagt!" Öffentliche Bäder waren jüdischen MünchnerInnen ab sofort verschlossen. Am Ungererbad verkündete danach ein durch und durch rassistisches Schild "Kein Eintritt für Hunde und Juden".
  • Planungen: Die Stadt soll großflächig umgebaut werden. Architekt dafür wird Hermann Giesler.

1934

  • Juni: Hitlers Morde mit der SS an innerparteilicher Opposition (zur Tarnung Röhm-Putsch genannt) u.a. in Stadelheim und im KZ Dachau. In der Öffentlichkeit verteidigt Hitler sein Handeln und lässt den Rumpf-Reichstag seine eigene Amnestie beschließen.
  • Reichswehrverbände auf die Person Hitler vereidigt
  • 16. Oktober: Steueranpassungsgesetz (Spätestens damit setzte die rassisch begründete Schlechterstellung der deutschen Juden im Steuerrecht ein. Insbesondere enthält es Regelungen gegen sog. "Devisen- und Kapitalflucht" bei Emigration 1933-1941.)
  • Rassegesetze beim Parteitag in Nürnberg

1935

  • Neuer NS-Titel "Hauptstadt der Bewegung" für München
  • Schrittweise Enteignung über Berufsverbote; "Arisierung" und "Liquidierung" jüdischer Unternehmen und Geschäftem Beamter, Freiberufler

1936 – 1938

1936

  • 6. – 16. Februar: Die IV. Olympischen Winterspiele werden in Garmisch-Partenkirchen ausgetragen, die Sommerspiele vom 1. – 16. August in Berlin.
  • NS-Aktionen gegen Sinti und Roma

1937

  • 1937: NS-Titel "Stadt der Deutschen Kunst". Zeitgleich die Ausstellung "Entartete Kunst" im Hofgarten.
  • 8. November 1937 bis 31. Januar 1938 erstmals wird in der Bibliothek des Deutschen Museums die Propagandaausstellung Der ewige JudeW, gezeigt. Sie bereitet die nächsten Verfolgungsschritte vor. Am 8. November wurde sie von J. Goebbels und anderen Nazifunktionären eröffnet.

1938


  • 9./10.November 1938 ("Reichskristallnacht"): Zerstörung der Synagoge in der Herzog-Rudolf-Straße und Verwüstung sowie Plünderung der Synagoge in der Reichenbachstraße
  • 3.12.1938 Juden dürfen nicht mehr Auto fahren.

1939 – 1941

1939

  • 30.4. 1939: Für Juden gilt kein gesetzlicher Mieterschutz mehr.
  • 1. September 1939: Der Zweite Weltkrieg beginnt in Europa mit dem Überfall auf das Nachbarland Polen.
  • 21.9.1939: Einzug der Rundfunkapparate aus Haushalten mit Juden (statt. angeordnete Enteignung)
  • 8. November 1939: scheiterte Georg Elsers Attentatsversuch auf Hitler bei dessen jährlichem Treffen mit alten Parteigenossen (PG) im Bürgerbräukeller.

1940

  • 16.4. 1940: Das Betreten des Münchner Hofgartens ist für Juden verboten
  • Die Euthanasiemorde in der NS-Zeit an Münchnern' (Krankenmorde) oder Aktion T4 sind nach dem Zweiten Weltkrieg verwendete Bezeichnungen für die systematische Ermordung von Psychiatriepatienten und behinderten Menschen durch SS-Ärzte. Damals hieß das hinter vorgehaltener Hand „Aktion Gnadentod“. Das Schloss Hartheim bei Alkoven in der Nähe von Linz in Oberösterreich war Ort der Massenmorde der Patienten aus der Region München.
  • 11.5.1940: Ausgehverbot für Juden während der Abend und Nachtstunden
  • 2.11.1940: Arbeitseinsatz von Juden im Alter von der 18-55 Jahren
  • 1.9.1941: Kennzeichnung der Juden mit dem Judenstern
  • Von den ca 12.000 jüdischgläubigen Deutschen in München waren bis zum Beginn der Massenvernichtung durch die Nazis rund 7.500 aus Deutschland geflüchtet.
  • Vertreibung von Münchner Juden aus ihren Wohnungen; zwangsweise Einquartierung in "Judenwohnungen" und "Judenhäusern"
  • Stigmatisierung in der Öffentlichkeit als "Untermenschen"

1941

  • 1.10.1941: Endgültiges Verbot der Auswanderung
  • 3.11.1941: Erfassung von Schreibmaschinen, Fahrrädern, Fotoapparaten, Ferngläsern aus Haushalten mit Juden
  • Am 20. November 1941: findet der erste Judentransport aus dem Stadtgebiet zum Massenmord im "Osten" statt; Ziel war das, möglicherweise zu diesem Zweck extra vorher leer geräumte, KZ/Ghetto in Kaunas/Kowno bzw. das dort am Stadtrand liegende Fort IX, der wahrscheinliche Todesort von 999 Münchnerinnen und Münchnern. "Wahrscheinlich" nur deshalb, weil kein Standesbeamter eine ordentliche Bescheinigung darüber ausgefüllt hat. Der Fakt selbst ist weitgehend geklärt. Ungeklärte Frage: Wie beteiligt sich die Stadt an einer Gedenkstätte dort?
  • In den nächsten Monaten folgen 41 weitere Deportationen, bzw. Zugtransporte, mit weiteren rund 2.000 Personen aus München. Die meisten Transporte gehen zunächst ins Konzentrationslager in Terezin. Das euphemistisch Ghetto genannte KZ bekommt sozusagen ein Münchner Stadtviertel. Viele werden dann weiter nach "Auschwitz" deportiert. Nur 60 Münchner Jüdinnen und Juden überleben die Shoah (Judenverfolgung/Völkermord an den europ. Juden).
  • 25. Nov. 1941: Durch die 11. Verordnung zum Reichsbürgergesetz fällt das Eigentum der Deportationsopfer automatisch dem Reich zu, sobald sie eine Grenze überschreiten, ebenso wie das der Emigranten. Allerdings liegen nicht alle Deportationsziele außerhalb der Grenzen des Deutschen Reiches, bei Transporten nach Theresienstadt müssen beispielsweise andere, kompliziertere Verfahren nach den Gesetzen von 1933 zur Enteignung angewendet werden.

1942 – 1945

1942

  • 8.1.1942: Benutzung von Verkehrsmitteln durch "Juden" nur mit Sondergenehmigung
  • 8.1.1942: Verbot der Benutzung öffentlicher Fernsprechstellen durch "Juden"
  • Paul Giesler (* 15. Juni 1895 in Siegen; † 8. Mai 1945 in Bischofswiesen) war von 1942 bis 1945 Gauleiter der NSDAP von München-Oberbayern. Zudem war er von 1942 bis 1945 als bayerischer Ministerpräsident ernannt worden.

1943

1944

1945

  • 26. April 1945: Der letzte Luftangriff im Stadtgebiet
  • In ganz Bayern schätzten die Finanzbehörden nach Kriegsende den Wert des den Juden geraubten Eigentums auf insgesamt 474,4 Millionen Reichsmark. Davon befanden sich 1946 noch rund 115,8 Millionen Reichsmark im Besitz des Reiches, das übrige Vermögen befand sich in der Hand von Privatpersonen, von Kommunen, des Bayerischen Staates oder der ehemaligen NSDAP und ihrer Gliederungen. Knapp die Hälfte der staatlich geraubten Güter bestand aus Wertpapieren, deren Wert die Finanzbehörden 1946 mit rund 51,2 Millionen Reichsmark bezifferten.
  • 30. April 1945: Einheiten der 7. US-Armee besetzen nach der Befreiung des KZ Dachau die Stadt München. Kurz zuvor war eine Widerstandshandlung, die Freiheitsaktion Bayern, gescheitert.
  • 4. Mai 1945: Dr. Karl Scharnagl (später Christlich-Soziale Union in Bayern) wird von der amerikanischen Militärregierung/Besatzungsmacht zum Oberbürgermeister ernannt.

Die Durchführung der Justizmorde in München

Der verschleiernde Fachausdruck dazu heißt im Juristendeutsch: Vollzug der Todesstrafe

In der NS-Diktatur wurden diese Morde durch den Strang, das heißt durch Erhängen, und zum Teil – zur Abschreckung – auch mit dem Handbeil vollzogen. Wegen der ansteigenden Zahl der Hinrichtungen setzte man im Reichsgebiet ab dem 28. Oktober 1936 wieder die Guillotine (Fallbeil) ein. Es gab insgesamt vierzehn Hinrichtungsstätten; München-Stadelheim war für die Gerichtsbezirke München, Bamberg, Nürnberg und für den Bereich der NS-Sondergerichte im ehemaligen Österreich Eger, Salzburg und Innsbruck "zuständig". Drei hauptamtliche Scharfrichter, die mit der zusammenlegbaren, in Kisten verpackten Guillotine ihr blutiges „Handwerk“ ausführten, wurden dafür eingesetzt. Ihr Jahresgehalt betrug 3000,– Reichsmark und 60 bis 65 Reichsmark Vergütung pro Hinrichtung. Am Abend vor der Hinrichtung musste "regulär" die bevorstehende Vollstreckung des Urteils dem Kandidaten im Beisein von Justizbeamten mitgeteilt werden. Darauf folgte die Verlegung in die so genannte „Todeszelle“, wo ihn ein Anstaltsgeistlicher besuchen durfte. In München-Stadelheim übernahmen die Geistlichen Karl Alt und Ferdinand Brinkmann diese schreckliche Aufgabe. Die Morde fanden meistens am frühen Morgen statt. Der bzw. die Gefangene wurde zur "Hinrichtungsstätte" abgeführt, wo man ihm/ihr nochmals das Urteil verlas; der Henker vollzog dann die angeordnete Tötung. Der Mord wurde genau protokolliert und dauerte nur wenige Sekunden. Die Kosten für Haftaufenthalt, Hinrichtungsvorgang und Vergütung des Scharfrichters hatten die Angehörigen des Opfers auf Rechnung hin zu begleichen. Die anonyme Bestattung fand meist auf dem nahe gelegenen Friedhof am Perlacher Forst statt. Es war eher ein Verscharren, ein die Spuren verwischen.

SS-Verwaltungen in München

Hauptamt SS-Gericht

Das „Hauptamt SS-Gericht“ (SSG)[2] ging aus dem „SS-Disziplinaramt“ und dem „SS-Rechtsamt“ hervor, die schon länger zuvor bestanden hatten und am 1. Juni 1939 im neuen Hauptamt aufgingen. Sein Aufgabenbereich war zunächst die Bearbeitung von Disziplinar- und Beschwerdesachen für den Reichsführer SS, Himmler. Es unterstand nacheinander den SS-Obergruppenführern Paul Scharfe und Franz Breithaupt. Es war die Zentral- und Ministerialinstanz des gesamten deutschen SS- und Polizeigerichtswesens mit Sitz in München. Das Hauptamt war – gleichberechtigt neben der Kriegsgerichtsbarkeit der Wehrmacht – als Sondergerichtsbarkeit in Strafsachen für den gesamten Bereich der SS und der Polizei zuständig.

Später wurde die Zuständigkeit ausgedehnt auf deutsche und ausländische Zivilpersonen wegen aller im Operationsgebiet begangenen Straftaten, ab Januar 1945 sogar auf alle Kriegsgefangenen.

Grundlage der Arbeit der Sondergerichtsbarkeit der SS und Polizei waren an das Militärstrafgesetzbuch und die Militärstrafgerichtsordnung angelehnt, von denen jedoch in einer Reihe von Fällen abgewichen wurde.

Weitere SS- und Polizeigerichte

Im Hauptamt in München wurde ein „Oberstes SS- und Polizeigericht“ eingerichtet für alle Fälle von Hoch- und Landesverrat, Spionage, für alle Straftaten von SS- und Polizeioffizieren im Generalsrang sowie für Straftaten von besonderer Bedeutung. Das Oberste SS- und Polizeigericht war kein übergeordnetes Gericht im Sinne einer Rechtsmittelinstanz. In allen Strafverfahren der SS und Polizei entschied jedes Gericht, entsprechend den Kriegsgerichten der Wehrmacht, ohne Berufungsmöglichkeit in erster und letzter Instanz.

Es kam jedoch häufig vor, dass Himmler, dem eine enorme Anzahl von Urteilen persönlich vorgetragen oder vorgelegt wurden, Urteile eigenhändig korrigierte, sei es strafverschärfend oder auf dem Gnadenwege Todesurteile abschwächend durch Versetzung von Verurteilten zu so genannten Bewährungseinheiten.

Dem Hauptamt SS-Gericht unterstanden bis zu 38 regionale SS- und Polizeigerichte. Sie waren eingerichtet jeweils am Dienstsitz eines Höheren SS- und Polizeiführers (HSSPF), der in den Verfahren auch als Gerichtsherr fungierte. An den SS- und Polizeigerichten waren SS-Führer mit der Befähigung zum Richteramt als so genannte SS-Richter tätig, die der Waffen-SS angehören mussten. Bei einem chronischen Mangel an qualifizierten Juristen gab es im Sommer 1944 immerhin 605 dem Hauptamt SS-Gericht unterstellte SS-Richter – ein deutlicher Hinweis auf die hohe Zahl von Strafsachen in den Reihen der SS und Polizei.

Durch Erlass Himmlers vom 16. Mai 1944 wurde beim Hauptamt SS-Gericht ein „SS- und Polizeigericht z. b. V.“ (zur besonderen Verwendung) eingerichtet, das ausschließlich mit der Aufklärung und Verfolgung einiger in Konzentrationslagern von SS begangener Delikte, insbesondere Unterschlagungen und Korruption, betraut war.

Juristische Aufarbeitung in der Nachkriegszeit

Gedenkorte

Denkmal am Platz der Opfer des Nationalsozialismus

In die KZ-Gedenkstätte Dachau integriert:

  • Evangelische Versöhnungskirche (1965)
  • Israelische Gedenkstätte (1965),
  • Italienische Kapelle "Regina Pacis (1960)
  • Russisch-Orthodoxe Kapelle (1995)

Medien

Ausstellungen

Die Ausstellung "Widerstand, Verweigerung und Protest gegen das NS-Regime in München" fand vom 9.10. bis 26.11.1998 im Münchner Rathaus statt.

Die Ausstellung Nationalsozialismus in München – Chiffren der Erinnerung ist eine ständige Abteilung im Münchner Stadtmuseum am Jakobsplatz.

Literatur

neu
  • Paul-Moritz Rabe: Die Stadt und das Geld. Haushalt und Herrschaft im nationalsozialistischen München. Göttingen, 2017, 400 Seiten
  • Margit Szöllösi-Janze (Hg.): München im Nationalsozialismus. Band 4. Imagepolitik der "Hauptstadt der Bewegung." Göttingen, 2017, 284 Seiten ( Rezensionen beider Bücher in der Süddt. Ztg. vom 15. Dez. 2017)

Weblinks


Siehe auch: auf dem Bücherbrettl
  • Richard Bauer (Hrsg.): München - „Hauptstadt der Bewegung“ : Bayerns Metropole und der Nationalsozialismus / Münchner Stadtmuseum. Wolfratshausen, Ed. Minerva, 2002. - 488 S. ISBN 3-932353-63-3
  • Avraham Barkai: Wehr Dich! Der Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens 1893–1938. Beck, München, 2002.
  • Winfried Becker: Der Widerstand in Bayern gegen das NS-Regime. VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2008. ISBN 978-3-531-15393-3
  • Michael von Cranach, Hans-Ludwig Siemen: Psychiatrie im Nationalsozialismus: die bayerischen Heil- und Pflegeanstalten zwischen 1933 und 1945. München, 1999. ISBN (Inhaltsverz. und Auszüge bei google.de/books)
  • Ulrike Haerendel: Kommunale Wohnungspolitik im Dritten Reich : Siedlungsideologie, Kleinhausbau und „Wohnraumarisierung“ am Beispiel Münchens. München, Oldenbourg, 1999. - 458 S. - (Zugl.: München, Univ., Diss., 1995/96). - ISBN 3-486-56389-0
  • Andreas Heusler: Karl Fiehler. Oberbürgermeister der „Hauptstadt der Bewegung“ 1933 - 1945. - S. 117 - 134 aus: Die Münchner Oberbürgermeister : 200 Jahre gelebte Stadtgeschichte. - Hrsg. von Friedrich H. Hettler und Achim Sing. München, Volk, 2008. - 288 S. - ISBN 978-3-937200-42-2
  • Andreas Heusler: Zwangsarbeit in der Münchner Kriegswirtschaft 1939–1945, 140 S., 2. Aufl., München, 2000, ISBN 3-92798-407-8
  • Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich : Wer war was vor und nach 1945. Frankfurt a.M.: S. Fischer, 2005 - 3. Aufl., 736 S. Fischer-Taschenbücher ; Nr 16048. ISBN 3-596-16048-0
  • Krauss ua - Rechte Karrieren in München, zum Buch über NS-Täter
  • David Clay Large: Hitlers München : Aufstieg und Fall der Hauptstadt der Bewegung. München, Beck, 1998. - 514 S. - (Engl. Originaltitel: Where ghosts walked. Munich's Road to the Third Reich. New York, W.W. Norton.). ISBN 3-406-44195-5
  • Ilse Macek: ausgegrenzt - entrechtet - deportiert. Schwabing und Schwabinger Schicksale 1933-1945. Volk Verlag, 2008. 640 Seiten. ISBN 3937200436 (http://stadt-muenchen.net/literatur/d_inhaltsverzeichnis.php?id=772 Inhalt)]
  • Harold Marcuse: Legacies of Dachau. The Uses and Abuses of a Concentration Camp 1933-2001. Cambridge Unversity Press, 2001. ISBN 0-521-55204-4 (23 Rezensionen on-line bei history.ucsb.edu)
  • Helga Pfoertner: Mahnmale, Gedenkstätten, Erinnerungsorte für die Opfer des Nationalsozialismus in München 1933-1945. München, Literareon im Utz-Verl. - 3 Bände:
  • Mathias Rösch: Die Münchner NSDAP 1925 – 1933 : eine Untersuchung zur inneren Struktur der NSDAP in der Weimarer Republik. München, Oldenbourg, 2002. - 598 S. - (Zugl.: München, Univ., Diss., 1998). - ISBN 3-486-56670-9
  • Gavriel D. Rosenfeld: Architektur und Gedächtnis : München und Nationalsozialismus ; Strategien des Vergessens / Aus dem Amerikan. von Uli Nickel und Bernadette Ott. Ebenhausen bei München, Dölling und Galitz, 2004. 612 S. (Engl. Originaltitel: Munich and memory). ISBN 3-935549-81-4


  • Brigitte Schütz: München – „Hauptstadt der Bewegung“, Bayerns Metropole und der Nationalsozialismus (Erstdruck: 1993, Neuauflage) 2002, Edition Minerva Farnung Wolfratshausen in Zusammenarbeit mit d. Stadtmuseum (Katalog zur dortigen Dauerausstellung), 487 Seiten, 248 s/w, 139 Farbabb., ISBN 3-9392353-63-3
  • Doris Seidel: Die jüdische Gemeinde Münchens 1933-1945. In: Angelika Baumann, Andreas Heusler (Hrsg.): München arisiert. Entrechtung und Enteignung der Juden in der NS-Zeit. C. H. Beck Verlag, München, 2004. ISBN 9783406517563 (Seite 31-53)
  • Stadtarchiv München (Hrsg), bearbeitet von Andreas Heusler, Brigitte Schmidt u. a.: Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945 – Band 1 (A-L). EOS Verlag, 2003, 871 Seiten. ISBN 978-3-8306-7290-6
    • dto, Bd.2 (M - Z). Eos Verlag, 2007. 903 Seiten. ISBN 9783830672807 (Lebensschicksale von bisher namentlich nachgewiesenen 4579 als Juden während der Nazizeit verfolgten Münchnerinnen und -ern.)
  • Hildegard Vieregg: Wächst Gras darüber? : München: Hochburg des Nationalsozialismus und Zentrum des Widerstands. München, MPZ, 1993.- 240 S. MPZ-Themenhefte zur Zeitgeschichte. ISBN 3-929862-25-5
Zur Architektur und den Überresten
  • Matthias Donath: Architektur in München 1933-1945: ein Stadtführer. Lukas Verlag, 2007. 87 Seiten. ISBN 978-3867320115 (dreißig für die damalige Architektur repräsentative Beispiele. Historische Fotos des ursprünglichen Zustand. Stadtplan dazu)
  • Winfried Nerdinger: Bauen im Nationalsozialismus. Bayern 1933-1945. München, Architekturmuseum der TU, Klinkhardt und Biermann, 1993. ISBN 3-7814-0360-2
  • Münchner Stadtmuseum, Kulturreferat, Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit: Nationalsozialismus in München. Stadtplan zur NS-Topografie in München 1918-1945. München, 2003 (Stadtplan zur NS-Topografie)

Memory Loops

  • Mit Memory Loops hat Michaela Melián den Kunstwettbewerb der Landeshauptstadt München „Opfer des Nationalsozialismus – Neue Formen des Erinnerns und Gedenkens“ 2010 gewonnen. Das Audiokunstwerk von Michaela Melián umfasst 300 deutsche und 175 englische Tonspuren, die seit September 2010 auf www.memoryloops.net zum Anhören oder auch zum kostenlosen Download bereit liegen.

Weblinks

Buchhinweise
Chronologien, Zeitleisten, Zeit-Übersichten
Archive, Archivierung
Anmerkungen
  1. HLB: Mitgliederzahlen in Mü.
  2. nach: https://de.wikipedia.org/wiki/SS-Hauptämter#SS-Führungshauptamt

Siehe zum Thema auch

Personenartikel: