Karl Wintersberger

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Karl Wintersberger war von 1932 bis 1934 und 1940 Oberstaatsanwalt am Landgericht München II.

Er leitete 1933/34 in allen Todesfällen im KZ Dachau, in denen ein Verdacht auf Fremdverschulden bestand, Ermittlungsverfahren ein und ordnete die Obduktion verstorbener Häftlinge an. Durch sein unerschrockenes Vorgehen wurden die ersten Morde im KZ Dachau aufgedeckt. 1934 wurde Wintersberger abgelöst. Sein Nachfolger stellte die Ermittlungen ein.

Zitat von www.zbdachau.de:

Im Mai 1933 beginnt die Staatsanwaltschaft beim Landgericht München II wegen Mordverdachtes gegen die SS-Wachmannschaften zu ermitteln. An Ort und Stelle stellen Oberstaatsanwalt Carl Wintersberger, sein engster Mitarbeiter, der I. Staatsanwalt Josef Hartinger, und der Landgerichtsarzt Dr. Flamm Untersuchungen an und vernehmen verdächtige SS-Posten. … Hartinger … erhebt am 1. Juni 1933 öffentliche Klage gegen den Lagerkommandanten Hilmar Wäckerle "wegen Verbrechens der Körperverletzung mit Todesfolge". … Wintersberger beantragt noch Haftbefehle gegen Wäckerle und dessen Nachfolger Theodor Eicke, wenig später jedoch wird er nach Bamberg versetzt, … schlägt das Verfahren nieder

Literatur

  • Johann Schütz: Josef Hartinger: ein mutiger Staatsanwalt im Kampf gegen den KZ-Terror. München, Bayerisches Staatsministerium der Justiz, 1990.