Sophie Scholl

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Die Studentin Sophia Magdalena Scholl (* 9. Mai 1921 in Forchtenberg; † 22. Februar 1943 in München) war eine Widerstandskämpferin in München gegen die Diktatur der Nationalsozialisten. Sie wurde auf Grund ihres Einsatzes in der Widerstandsgruppe Weiße Rose hingerichtet.

Am 18. Februar 1943 wurde sie beim Verteilen, Auslegen von Flugblättern zusammen mit ihrem Bruder Hans in der Münchner Universität im Hauptgebäude von einem Hausmeister gegen 11 Uhr entdeckt, festgehalten und zunächst dem Rektorat und in der Folge der Gestapo übergeben.

Sie wurde schließlich im Strafgefängnis München-Stadelheim gemeinsam mit ihrem Bruder und dem am 20. Februar festgenommenen Christoph Probst mit einer Guillotine enthauptet. Da es sich dabei um ein Unrechtsregime und einen Schauprozess handelte, ist das eindeutig Mord zu nennen.


Siehe hierzu bitte den Artikel über die Widerstandsgruppe: Weiße Rose

„Scholl 2017 – Verteile Dein Flugblatt in einer Diktatur“

Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der ersten vier von sechs Flugblätter der Weißen Rose im Juni 1942 widmete sich die Aktion „Zentrum für politische Schönheit“ (ZPS) der Frage, was Hans und Sophie Scholl heute tun würden. Zum Auftakt schickte das ZPS am 26. Juni 2017 an sämtliche bayrischen Gymnasien Materialien für den Geschichtsunterricht und Informationen für einen bayrischen Schülerlandeswettbewerb der besonderen Art: Schülerinnen und Schüler sowie Studierende zwischen 14 und 24 Jahren waren dazu aufgerufen, ein Flugblatt nach dem Vorbild der Weißen Rose an eine Diktatur ihrer Wahl zu verfassen und „auf Kosten der bayerischen Staatsregierung“[1] ins betreffende Land zu fliegen, um dort zum Sturz des Regimes aufzurufen.[2] Der bayrische Freistaat duldete die Aktion, genau wie die Verwendung von Staatswappen und Namen.[3][4] Durch München tourte ein Doppeldeckerbus, die sogenannte „Schülerregistratur“ und Bühne, um junge Menschen zu rekrutieren.[5] Die Münchner Kammerspiele luden zu kostenfreiem „Ersatzunterricht“ ein – der Historiker Wolfgang Benz hielt die Eröffnungsrede. Bei den Abendveranstaltungen wurden junge Kandidaten vorgestellt und interviewt, die sich zum Verteilen von Flugblättern in einer Diktatur gemeldet hatten. Es handelte sich dabei nicht um Schauspieler, sondern tatsächliche Freiwillige.[6] Es wurden weitere Orte in München bespielt, z. B. das Sophie-Scholl-Gymnasium und die Ludwig-Maximilians-Universität.[7]

Am 30. Juni flatterten mindestens 1000 Exemplare des Gewinnerflugblatts, verfasst von kurdischen Jugendlichen, in den Istanbuler Gezi-Park.[8][9] Darin wurde der Sturz des Erdoğan-Regimes und „Tod dem Diktator“ gefordert.[10] Aber nicht die Jugendlichen, die sich zum aktiven Widerstand gemeldet hatten, sondern eine Einheit des ZPS verbreitete das Flugblatt. Dazu wurde eine technische Einrichtung mit einem Drucker an ein Hotelzimmerfenster gelehnt und der Druckauftrag per Cloud-Print ausgelöst.[11] Die türkische Polizei fahndete daraufhin nach einem deutschen Staatsbürger.[12] Die türkische Nachrichtenagentur DHA verbreitete Aufnahmen davon, wie der Tatort abgesperrt und untersucht wurde.[13]

Weblinks

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Das Thema "Sophie Scholl" ist aufgrund der überregionalen Bedeutung auch bei der deutschsprachigen Wikipedia vertreten.
Erreichbar über diesen Link: Sophie Scholl.
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