Fürstenrieder Straße

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Die Fürstenrieder Straße im Westen von München ist eine Hauptverkehrsachse und hat ihren Namen vom Forstenrieder Wald bzw. dem dortigen Schloss Fürstenried (vormals als Poschetsried entstanden).

Beginn der Straße, Zustand 2019.

Die heutige Fürstenrieder Straße verläuft von dem Eisenbahnvorfeld an der Landsberger Straße in Laim direkt nach Süden, kreuzt die Agnes-Bernauer- und die Gotthardstraße und überquert die Autobahn A 96.

Ihr historischer Beginn dürfte in der direkten Verbindung zwischen Schloss Nymphenburg und Schloss Fürstenried liegen. Ihre nördliche Fortsetzung ist die Wotanstraße.

Im weiteren Verlauf unterquert sie die stadteinwärts führende Autobahn A 95 (Ausfahrt Kreuzhof, die aufs Stadtzentrum ausgerichtete (ehemalige) Forst-Kasten-Allee) und geht schließlich beim Südpark in die Boschetsrieder Straße und damit in eine west-östliche Tangentialstraße über. Ein alleeartig angelegtes Straßenstück weiter genau auf ihrer Nord-Süd-Achse etwas im Süden heißt Würmseestraße bzw. Drygalski-Allee.

In der Nähe

Verkehr

Fürstenrieder Straße 30.

Schulhaus an der Fürstenriederstraße

Erbaut 1903-1904 durch den städt. Baurat Hans Grässel.

Das an Stelle des alten Schulhauses errichtete Gebäude liegt nach allein Seiten frei und unschließt einen Lichthof von 124 qm Größe. Der vordere 75 qm lange Hauptbau besteht aus Erdgeschoß und 3 Obergeschossen; der südliche und nördliche Flügelbau von je 35,1 m Länge aus Erdgeschoß und 2 Obergeschossen. Zwischen den beiden Flügelbauten befindet sich gegen Westen der eingeschossige Turnhallenbau. Östlich des Neubaues ist ein 10 m breiter Vorgarten, südlich der Kindergartenspielplatz nebst Schulgarten und rückwärts gegen Westen der 2100 qm große Turn- und Spielplatz angelegt.

Das vollständig unterkellerte Gebäude enthält: im Kellergeschoß 3 Schülerwerkstätten, einen Suppensaal mit Küche, ein Schulbrausebad, (An- und Auskleideraum, Baderaum, Waschküche, Trockenraum, ein Zimmer für die Badefrau und Kesselraum), eine Waschküche für den Hausmeister, ein Zimmer für den Heizer, die für die Heiz- und Lüftungsanlage, dann für die Brennmaterialien nötigen Räume, Wohnungskeller und Aborte; im Erdgeschoß und in den Obergeschossen 31 Lehrsäle (darunter 3 Zeichensäle), 2 Säle für den Kindergarten, 2 Turnsäle mit Garderoben, ein Oberlehrer-, und Beratungs- und ein Lehrmittelzimmer, 3 Karzer, eine Hausmeisterwohnung mit 3 Zimmern und eine Küche. Jedes Stockwerk besitzt 2 Treppen u. 2 Abortanlagen, je eine für Knaben und Mädchen, ferner Stunden- und Feueralarmläutewerke. Die Schulsäle haben eine Länge von 10,65-11.51 m, eine Breite von 7,15 m und eine Höhe von 4,00 m; die Turnsäle sind 16,00 m lang, 11,00 m breit und 5,00 m hoch. Die beiden für Knaben und Mädchen getrennten Haupteingänge führen zu 2 aus Eichenholz hergestellten, mit Rabitzputzuntersichten versehenen Haupttreppen, welche die Stockwerke miteinander verbinden. Der Zugang zum Kindergarten om Erdgeschoß erfolgt von der Südseite.

Konstruktion und Ausführung: Die Mauern sind bis zur Sockelhöhe aus Kiesbeton, im übrigen aus verputztem Backsteinmauerwerk hergestellt. Die Zwischendecken bestehen aus Kiesbeton zwischen Eisenträgern; die Turnsäle erhielten Könen'sche Boutendecken. Der Gebäudesockel ist im gestockten Beton, die Portalumfassungen sind in Muschelkalkstein, die Balustraden auf den Terrassen des 3. Obergeschosses in Lhonerkalkstein ausgeführt. Schulsäle und Gänge besitzen Belag aus Linoleum auf Zementestrich, der Turnsaal (Erdgeschoß) ist mit einem Korkplattenboden, darüber Linoleum, der Turnsaal im 1. Obergeschoß mit 7 mm starken Korklinoleumbelag versehen. Die Aborte sind asphaltiert. Die Schulküche und die Suppenküche im Kellergeschoß haben roten Tonplattenbelag und 1,5 m hohe Wandverkleidungen aus weissen Tonfließen erhalten. Der Auskleideraum des Schulbrausebades ist mit Föhrenlangriemen, das Brausebad selbst mit Zementfußboden und 2 m hohen Wandverkleidungen aus Karraramarmorplatten versehen. Das Äussere des Gebäudes ist in Kalkmörtel verputzt, das Dach mit roten Ergoldsbacher Dachplatten, der Turm mit Kupferblech eingedeckt. Die Aborte besitzen Einzelklosette mit Wasserspülungen, die Pißanlage ist aus Torsit ohne Wasserspülung hergestellt. Die Beheizung sämtlicher Räume geschieht durch Niederdruckdampfheizung; die Hausmeisterwohnung besitzt Kachelöfen, das Brausebad, das Heizerzimmer und die Werkstätte unter der Turnhalle eiserne Füllöfen. Die Frischluftzufuhr zu den Schulsälen erfolgt teils vom Keller durch Mauerkanäle, teils direkt aus dem Freien durch Rabitzkanäle zu den Heizkörpern behufs Vorwärmung. Die verbrauchte Zimmerluft strömt durch Abluftkanäle in den Dachboden und wird durch Entlüftungstürmchen und Dachluken ins Freie abgeleitet. Zur Beleuchtung der Räume dient Gasglühlicht. In bezug auf Einrichtung ist zu bemerken, daß die Schulsäle zweisitzige Bänke, System Rettig, enthalten; 3 als Zeichensäle dienende Schulsäle sind mit 4- bezw. 5-sitzigen Tischen versehen. Die Ausgaben für den Gesamtbau einschließlich innerer Einrichtung, Vorgarten- und Hofeinfriedung sowie Anpflanzung betrugen 641 000 Mk.

Siehe auch

Lage


Weblinks