Laimer Unterführung

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Blick von der Laimer Unterführung her über die Fürstenrieder Straße nach Süden. (Luftbild: Karl Schillinger, 1972)

Die Unterführung der Wotanstraße läuft von Süden nach Norden unter dem Gleisvorfeld / den Bahngleisen von Westen zum Hauptbahnhof hin. Sie wird nach dem Stadtteil auch Laimer Unterführung genannt.

Ursprünglich gab es nur eine Röhre, die bei Fußgängern und Radfahrern wegen der Enge und der schlechten Luft berüchtigt war. Aus dieser Zeit stammt die Bezeichnung „Laimer Giftröhre.“ Eine zweite Röhre war nur mit Bögen vorbereitet, jedoch trotz anders lautender Gerüchte nicht durchgebrochen worden. Erst 1988 wurde eine zweite Röhre für Fußgänger und Radfahrer erbaut.

Auch in der Fußgänger- und Radfahrer-Röhre kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Fußgängern und Radfahrern: Der Platz ist begrenzt, die Verbindung viel genutzt, eine bauliche Trennung der beiden Verkehrsarten ist bis zur Fertigstellung der Umweltverbundröhre voraussichtlich Ende 2028 nicht möglich. Deshalb wurden 2026 mehrere Sicherheitsmaßnahmen angekündigt:

  • Ergänzung der Radweg-Beschilderungen im Vorlauf der Röhre mit dem Zusatz „Ende“ und den Zusätzen „25 m“ und „40 m“ auf der Nordseite sowie dem Zusatz „20 m“ auf der Südseite vor beiden Tunneleingängen.
  • Anbringung eines „Schrittfahren“-Schildes auf neongelbem Hintergrund am Tunneleingang auf der Nordseite sowie im Bereich des Lichthofs.
  • Anbringung der Zusätze „Schrittfahren max. 5-7 km/h“ am Nord- und Südportal der Röhre.
  • Markierung am Beginn des gemeinsamen Flächenbereichs unmittelbar nach der Beschilderung, inklusive Schrägmarkierungen über die gesamte Breite und weißer Markierungen entlang der abgestellten Fahrräder.
  • Markierung des Schriftzugs „Schritttempo“ sowie von Fußgänger- und Fahrradpiktogrammen zur besseren Orientierung.[1]

Die Unterführung wurde seit September 2019 mehrfach gesperrt[2], um z.B. Vorbereitungsarbeiten für die zweite S-Bahn-Stammstrecke oder die geplante Trambahn zu erledigen, aber auch, um eine defekte Fernwärmeleitung zu reparieren[3]. Mit weiteren Sperren ist zu rechnen. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird die Unterführung aus drei Röhren bestehen.

Blick aus der Wotanstraße zum Portal der Unterfahrt, Stand: 2021
Blick auf die Unterfahrten an der Wotanstraße

Siehe auch

Einzelnachweise