Grundschule an der Fürstenrieder Straße

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Die Grundschule an der Fürstenrieder Straße wurde in den Jahren 1903-1904 unter Leitung des städtischen Baurats Hans Grässel erbaut. Das Gebäude ersetzte das alte Schulhaus von Laim, das in den Jahren 1890 bis 1902 am alten Platz stand. Zuvor gab es in Laim kein eigenes Schulhaus.

Das Schulhaus

Das an Stelle des alten Schulhauses errichtete Gebäude liegt nach allen Seiten frei und umschließt einen Lichthof von 124 m² Größe. Der vordere 75 m² lange Hauptbau besteht aus Erdgeschoß und 3 Obergeschossen; der südliche und nördliche Flügelbau von je 35,1 m Länge aus Erdgeschoß und 2 Obergeschossen. Zwischen den beiden Flügelbauten befindet sich gegen Westen der eingeschossige Turnhallenbau. Östlich des Neubaus ist ein 10 m breiter Vorgarten, südlich der Kindergartenspielplatz nebst Schulgarten und rückwärts gegen Westen der 2100 m² große Turn- und Spielplatz angelegt.

Die Raumaufteilung

Das vollständig unterkellerte Gebäude enthielt ursprünglich: im Kellergeschoß 3 Schülerwerkstätten, einen Suppensaal mit Küche, ein Schulbrausebad, (An- und Auskleideraum, Baderaum, Waschküche, Trockenraum, ein Zimmer für die Badefrau und Kesselraum), eine Waschküche für den Hausmeister, ein Zimmer für den Heizer, die für die Heiz- und Lüftungsanlage, dann die für die Brennmaterialien nötigen Räume, Wohnungskeller und Aborte; im Erdgeschoß und in den Obergeschossen 31 Lehrsäle (darunter 3 Zeichensäle), 2 Säle für den Kindergarten, 2 Turnsäle mit Garderoben, ein Oberlehrer-, und Beratungs- und ein Lehrmittelzimmer, 3 Karzer, eine Hausmeisterwohnung mit 3 Zimmern und eine Küche. Jedes Stockwerk besitzt 2 Treppen u. 2 Abortanlagen, je eine für Knaben und Mädchen, ferner Stunden- und Feueralarmläutewerke. Die Schulsäle haben eine Länge von 10,65-11.51 m, eine Breite von 7,15 m und eine Höhe von 4,00 m; die Turnsäle sind 16,00 m lang, 11,00 m breit und 5,00 m hoch. Die beiden für Knaben und Mädchen getrennten Haupteingänge führen zu 2 aus Eichenholz hergestellten, mit Rabitzputzuntersichten versehenen Haupttreppen, welche die Stockwerke miteinander verbinden. Der Zugang zum Kindergarten vom Erdgeschoß erfolgt von der Südseite.

Bauzeitliche Beschreibung

Konstruktion und Ausführung: Die Mauern sind bis zur Sockelhöhe aus Kiesbeton, im übrigen aus verputztem Backsteinmauerwerk hergestellt. Die Zwischendecken bestehen aus Kiesbeton zwischen Eisenträgern; die Turnsäle erhielten Könen'sche Boutendecken. Der Gebäudesockel ist im gestockten Beton, die Portalumfassungen sind in Muschelkalkstein, die Balustraden auf den Terrassen des 3. Obergeschosses in Lhonerkalkstein ausgeführt. Schulsäle und Gänge besitzen Belag aus Linoleum auf Zementestrich, der Turnsaal (Erdgeschoß) ist mit einem Korkplattenboden, darüber Linoleum, der Turnsaal im 1. Obergeschoß mit 7 mm starken Korklinoleumbelag versehen. Die Aborte sind asphaltiert. Die Schulküche und die Suppenküche im Kellergeschoß haben roten Tonplattenbelag und 1,5 m hohe Wandverkleidungen aus weißen Tonfließen erhalten. Der Auskleideraum des Schulbrausebades ist mit Föhrenlangriemen, das Brausebad selbst mit Zementfußboden und 2 m hohen Wandverkleidungen aus Carraramarmorplatten versehen. Das Äußere des Gebäudes ist in Kalkmörtel verputzt, das Dach mit roten Ergoldsbacher Dachplatten, der Turm mit Kupferblech eingedeckt. Die Aborte besitzen Einzelklosette mit Wasserspülungen, die Pißanlage ist aus Torsit ohne Wasserspülung hergestellt. Die Beheizung sämtlicher Räume geschieht durch Niederdruckdampfheizung; die Hausmeisterwohnung besitzt Kachelöfen, das Brausebad, das Heizerzimmer und die Werkstätte unter der Turnhalle eiserne Füllöfen. Die Frischluftzufuhr zu den Schulsälen erfolgt teils vom Keller durch Mauerkanäle, teils direkt aus dem Freien durch Rabitzkanäle zu den Heizkörpern behufs Vorwärmung. Die verbrauchte Zimmerluft strömt durch Abluftkanäle in den Dachboden und wird durch Entlüftungstürmchen und Dachluken ins Freie abgeleitet. Zur Beleuchtung der Räume dient Gasglühlicht. In Bezug auf Einrichtung ist zu bemerken, daß die Schulsäle zweisitzige Bänke, System Rettig, enthalten; 3 als Zeichensäle dienende Schulsäle sind mit 4- bezw. 5-sitzigen Tischen versehen. Die Ausgaben für den Gesamtbau einschließlich innerer Einrichtung, Vorgarten- und Hofeinfriedung sowie Anpflanzung betrugen 641.000 Goldmark.

Adresse

Grundschule an der Fürstenrieder Straße


Fürstenrieder Straße 30
D-80687 München
☎ : 089 3190199-22
MVV-Logo.jpg: Muenchen Tram 19.jpg München Tram 29.png 51 151 168 (Fürstenrieder Straße)
WWW: http://gsfuerst.musin.de/


Derzeit (Stand 2021) hat die Grundschule 16 Klassen mit etwa 350 Kindern.

Schulleiterin ist Rektorin Beate Kopp-Sesar.