Luisenstraße

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Die höhere Töchterschule, Bauzeit 1900/011, heute das Luisengymnasium

Die Luisenstraße in der Maxvorstadt beginnt am Bahnhofplatz, quert die Elisenstraße und verläuft dann schnurgerade in etwa nordnordöstlicher Richtung vorbei am Königsplatz bis sie am Alten Nördlichen Friedhof / Zieblandstraße endet. Ihre Länge beträgt etwa 1,45 km. Sie wurde 1812 nach der bayerischen Prinzessin Ludovika WilhelmineW (*30. August 1808 in München; †26. Januar 1892 ebenda), Herzogin Luise, benannt.

Die Luisenstraße wurde vormals auch Louisenstraße genannt. Sie gehört zu der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach einem geometrischem Schema schachbrettartig angelegten Maxvorstadt. Der erste bayerische König Max Joseph, nach dem dieses Viertel benannt wurde, hatte aus erster und zweiter Ehe zahlreiche Kinder, die uns in der Maxvorstadt in Form von Straßennamen wieder begegnen; darunter ist auch seine im Jahre 1808 geborene Tochter Ludowika, auch Luise genannt. Diese Straße erhielt bereits zu ihren Lebzeiten im Dezember des Jahre 1812 den Namen zum ewigen Andenken. Ein Teil dieser Straße trug in der frühen Bauphase, von November 1808 an, den Namen Löwenstraße.

Verheiratet wurde Luise mit Herzog Max, einer der Herzöge der Wittelsbacher, von ihm gebar sie neun Kinder. Darunter auch Sisi, die später als schöne Kaiserin von Österreich ihren noch immer ungebrochenen Bekanntheitsgrad erreichen wird. Sie war die Kusine des 8 Jahre jüngeren Ludwig II. und gleichzeitig dessen Tante. Entlang der Lusienstraße erblicken wir die Propyläen, als Gegenstück zu der Akropolis in Athen und im Zusammenhang mit der Krönung Ottos, König von Griechenland, der im selben Jahr der Vollendung derer 1862 abdankte. Gleich gegenüber dieser Propyläen findet sich die Villa des Malerfürsten Franz von Lenbach, ein prachtvolles Heim der damaligen Künstlerszene.

Bauwerke und Besonderheiten

  • Auf der Luisenstraße 7 das Städtische Luisengymnasium, ein Schulhaus nach den Plänen des Architekten Theodor Fischer.
  • Luisenstraße 22: Ehemaliges Wohnhaus von Paul von Heyse
  • Beim Haus Luisenstraße 27 (Rhaetenhaus) ist der Fassadenschmuck beachtenswert.
  • An der Ecke Luisenstraße Nr. 25 (Nr.5 1851 nach Wenng, Nr. 12 nach Adressbuch 1858) und Karlstraße befand sich das von Traugott Ertl (*1878 - †08.02.1858 München) übernommene Mathematisch Mechanische Institut. Das Gebäude wurde im 2. Weltkrieg zerstört.

Lage