Steinheilstraße

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Steinheilstraße
Straße in München
Steinheilstraße
Basisdaten
Ort München
Stadtteil Maxvorstadt
PLZ 80333
Name erhalten 1877 Erstnennung[1]
Anschluss­straßen
 
Augustenstraße Luisenstraße
München S.jpg / München U.png
 
München U2.jpg München U8.jpg Theresienstraße
Bus.png
 
58 68 100 Gabelsbergerstraße
Nutzung
Nutzergruppen Fußgänger, Radfahrer, Kraftfahrzeuge
Technische Daten
Straßenlänge 189 m
Straßennamenbücher
(1894), Rambaldi S. 285-286 / 535
(2016), Dollinger S. 300 (1877)
Straßen-ID 04541

Straßenname

Die Steinheilstraße in der Maxvorstadt wurde im Jahr 1877 nach dem deutschen Physiker, Astronom und Optiker Carl August von SteinheilW (* 12. August 1801 in Rappoltsweiler, Elsass, † 12. September 1870 in München) benannt. 1839 konstruierte er eine tubusförmige Kamera aus verschiebbaren Pappröhren und fotografierte damit gemeinsam mit seinem Kollegen Franz Ritter von Kobell in München unter anderem die Glyptothek und die Türme der Frauenkirche.

An der Hausfassade der Landwehrstraße 31 ist seit dem Jahr 1894 eine große Gedenktafel zur Erinnerung an Steinheil angebracht. Zu lebzeiten Steinheils waren die optischen Werkstätten auf dem Grundstück Landwehrstraße 15a, der heutigen Hausnummer 31.

Bis zur Eingemeindung gab es auch in Trudering eine Steinheilstraße. Sie wurde 1930 in Neusönnerstraße umbenannt[2].

Blick von der Enhuberstraße in die Steinheilstraße, bei Hausnummer 12, Zustand 1928. Die Gebäude mit den Hausnummern, von links nach rechts, 11, 13 Spenglerei im Hinterhof, und 15 mit einer Kohlehandlung, wie auf der Fotoansicht zu sehen, wurden im 2. Weltkrieg durch Bomben getroffen und branten aus. Ganz besonders stark zerstört wurden die Mietshäuser, 17, 19, und 21 an der Verbindung mit der Augustenstraße. Hier waren alle Gebäude entlang der Straße mehrfach von Bomben getroffen, und praktisch eingeebnet. Der Grund der sehr starken Angriffe an diesem Areal waren die Flakstellungen auf dem Dach der Gebäude der TU.

Die Steinheilstraße verläuft hinter der Technischen Universität von der Luisenstraße nach Nordwesten zur Augustenstraße.

Projekt „Steinhuber“

In der Steinheilstraße und der Enhuberstraße wurden im Sommer 2023 mehrere Holzterrassen mit Bäumen und Hochbeeten aufgestellt. Hierfür wurden 22 Parkplätze vorübergehend stillgelegt. Es gibt mehrere Arten von Terrassen: zum Sitzen, zum Gärtnern, eine mit Infotafeln zum Projekt, mit Liegestühlen und sogar eine mit Tischtennisplatte und blauem Fischernetz drumherum. Der Verein Green City hat 14 Bäume zu dem Projekt beigesteuert. Die sogenannten "Wanderbäume" wurden von ihrem alten Standort in die Maxvorstadt umgesetzt. Nachbarn haben die Patenschaften zum Bäume-Gießen übernommen. Nur sechs Prozent des gesamten Viertels bestehen aus Grünflächen. Außerdem gibt es zu wenige Sitzgelegenheiten.

Das Projekt Steinhuber ist zunächst einmal ein Experiment. Es soll beobachtet werden, wie die Leute mit den neuen Flächen interagieren. Bis Ende Oktober sollen die Parklets und die beiden Parkbuchten für Fahrräder, Lastenräder und E-Roller stehen bleiben. Erste Anwohner beschwerten sich bei der Infoveranstaltung für die Nachbarschaft über die weggefallenen Parkplätze. Es handelt sich aber um einen temporären Versuch, der sich verändern lässt. Alles wird später wieder abgebaut.

Der Name des Projekts ist aus den beiden Straßennamen zusammengezogen[3].

Anlieger

Im Gebäude mit der Hausnummer 16, im Steinheil, gibt es die legendären überdimensionalen Wiener Schnitzel.

Lage

>> Geographische Lage von "Steinheilstraße" im Kartenverzeichnis auf toolforge.org

Einzelnachweise