Heßstraße

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Heßstraße
Straße in München
Heßstraße
Basisdaten
Ort München
Maxvorstadt Schwabing West Neuhausen-Nymphenburg Josephsplatz
PLZ 80797, 80798, 80799
Name erhalten 6. Dezember 1867 Erstnennung[1]
Anschluss­straßen
 
Barer Straße Infanteriestraße
Querstraßen
 
Schraudolphstraße Arcisstraße Luisenstraße Steinickeweg Augustenstraße Schwindstraße Schleißheimer Straße Winzererstraße Cranachstraße Lothstraße Freddie-Mercury-Straße Günter-Behnisch-Straße Frei-Otto-Straße
München S.jpg / München U.png
 
München U2.jpg Theresienstraße
Tram
 
Muenchen Tram 27.jpg Muenchen Tram 28.jpg Pinakotheken, Schellingstraße
Bus.png
 
58 68 100 Pinakotheken 153 154 Schellingstraße
Nutzung
Nutzergruppen Fußgänger, Radfahrer, Kraftfahrzeuge
Technische Daten
Straßenlänge 1.915 km
Straßennamenbücher
(1894), Rambaldi S.112 Nr.262 (hier 1867)
(2016), Dollinger S.136 (hier 1897)

[[Kategorie:Straßenbenennung_6. Dezember 1867 Erstnennung[1]]]

Die Heßstraße führt von der Barer Straße in der Maxvorstadt nach Nordwesten zur Infanteriestraße in Neuhausen und zur Schwere-Reiter-Straße im Westen.

Straßenname

Die Straße wurde ab dem Jahr 1867 benannt. Als Namensgeber werden vier Personen aus der Münchner Geschichte genannt. Zum einen der Hofkupferstecher Karl Ernst Christoph Heß (1755-1828), Professor an der Münchner Akademie, und seine drei Söhne: Peter von Hess (1792–1871), als Schlachten-, Genremaler, von dem unter anderem einige Fresken unter den Hofgartenarkaden stammten, dann; Heinrich Maria von Hess (1798–1863), Historien-, und Kirchenmaler, ebenfalls Professor an der Kunstakademie, der einige Fresken und Glasmalereien in vielen Münchner Kirchen schuf, und Nummer drei im Bunde, der im Jahr 1801 geborene Sohn, Karl von Heß, dieser war spezialisiert auf alpenländische Motive.

Verlauf

Zu Beginn des Jahres 1867 wurde einem ersten Abschnitt der Straße, zwischen der Arcis- und Barerstraße, mit Verbindung zur Schraudolphstraße, dieser Name amtlich im Verzeichnis der Königlich Bayerischen Polizei Direktion, zugeordnet. Damals noch ohne jegliche Bebauung, und mit direktem Blick auf die Rückseite der Neuen Pinakothek. Der private Kartenverlag Mey und Widemayer beschreibt die Straße mit ihrem Namen bereits um das Jahr 1865, und hat diese auf ihrem gezeichneten Plan, der Königlichen Haupt- und Residenz- Stadt München im Maßstab von 1:5000, eingezeichnet. Auf Stadtplänen bis 1890 ist ersichtlich, dass die Straße bereits bis zur Schleißheimer Straße durchgeführt ist. Ab dem Jahr 1891 geht sie bis zur Winzererstraße, und zeigt bereits einen Verbindungsweg bis zu den Kasernen und zieht bis zur Dachauer Straße. Bis Ende der 1940er-Jahre erstreckte sich die Straße bis zum Nymphenburger Kanal, am Exerzierplatz Oberwiesenfeld vorbei und stellte eine Verbindung zur ehemaligen Militär-Schwimmschule her.

Seit der Vollendung des Abschnittes zwischen der Feuerwache an der Lothstraße und der Schwere-Reiter-Straße im Jahr 2022, können nun Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr, ohne Umweg vom Wachgebäude, direkt auf diese einfahren. Des Weiteren wurde durch die neu angelegte Frei-Otto-Straße eine weitere Verbindung zur Infanteriestraße geschaffen.

Adressbucheintrag 1880

Heßstraße: Z. A. a. Peter Heß, einen ausgezeichneten Schlachten-, und Genremaler, geb. zu Düsseldorf 29. Juli 1792, gest. zu München 4. April 1871 und z. E. a. Heinrich v. Heß, den Bruder des vorigen, geb. zu Düsseldorf 19. April 1798, gest. zu München 30. März 1863, einen berühmten Historien- und Freskenmaler. Von ersterem ist namentlich das Gemälde der Schlacht bei Arcis fur Aube (s. Arcisstraße) berühmt, des letzteren Andenken erhalten die Wandbilder der Hofkirche und der Basilika. Die Straße trägt ihren Namen seit Ende 1867 amtlich; neuestens wird sie, der hübschen Bauart ihrer zum Theil in Gärten und weiter als nach dem gewöhnlichen Pavillonsystem auseinander stehenden Häuser wegen, nicht amtlich auch "Villenstraße" genannt.

Verkehrssituation

Für den Kraftfahrzeugverkehr ist die Heßstraße als Einbahnstraße ausgelegt, als solche aber in Abschnitten mit wechselnden Fahrtrichtungen unterteilt. Der Fahrradverkehr darf die Straße ohne Ausnahme durchgängig in beiden Fahrtrichtungen durchfahren.

Detail an Haus Nr. 70

Menschen

Nr. 8
Hermine Eberstadt, geb. am 16. April 1853 als H. Masbach in Neuwied, lebte hier. Sie wurde am 24. Juni 1942 aus München deportiert.

Gebäude

Bei den Häusern Heßstraße 34 (Giraffe) und 70 ("Die sieben Todsünden"W, richtiger die sieben Hauptsünden, an deren Vergebung der zugehörige Spruch mahnt) ist der Fassadenschmuck beachtenswert.

Hausnr. Anwesen Beschreibung
22 Krankenhaus Diakoniewerk Belegkrankenhaus
80 Mietshaus, Baudenkmal erbaut im Jahr 1888 bis 1890, Baumeister Heinrich Hilgert (Bautechnisches Büro). Nordische Renaissance, Rohbackstein mit reichen Putzgliederungen. Fensterrahmen erneuert
90 Münchner Ableger des Chaos Computer Clubs

Lokal: Taste my Burger

120 Feuerwache 4 [2]
132 Utopia ehemalige Reithalle
136 ehemalige Infanteriekaserne siehe Foto

Impressionen und Fassaden

Lage

  • >> Geographische Lage des Straßenanfangs von Heßstraße im Kartenverzeichnis (auf tools.wmflabs.org)
  • >> Geographische Lage des Straßenendes von Heßstraße im Kartenverzeichnis (auf tools.wmflabs.org)


Einzelnachweise

  1. Stadtgeschichte München: Heßstraße
  2. Landeshauptstadt München: Feuerwache 4