Neue Pinakothek

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Die alte Neue Pinakothek vor 1870 (im 2. Weltkrieg zerstört)

Die Neue Pinakothek in München ist ein Kunstmuseum, welches speziell Malereien und Skulpturen aus dem 18. und 19. Jahrhundert zeigt. Sie wurde 1853 von Ludwig I. gegründet, der damit wie schon durch seinen Bau der Alten Pinakothek seine Privatsammlung von zeitgenössischen Kunstwerken der Öffentlichkeit zugänglich machen wollte. Die Neue Pinakothek war damit außerdem die erste Sammlung "moderner" Kunst weltweit.

Vorerst lag, bedingt durch Ludwigs Vorlieben, das Hauptgewicht der Ausstellung auf der Münchner Schule und der Deutschen Romantik. Nach dem Tod Ludwigs kamen nach und nach weitere bedeutende Werke hinzu, insbesondere ab 1909 unter der Aufsicht des damaligen Generaldirektors der Münchner Staatsgemäldesammlungen, Hugo von Tschudi. Er richtete sein Augenmerk verstärkt auf die bis dahin eher vernachlässigten französischen Künstler.

typischer Fassadenteil (Gastronomie) des Neubaus
Dachlandschaft der NP (2017, genordet)

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude der Neuen Pinakothek vollständig zerstört. Der kubenartige Neubau mit den markanten Tonnendächern entstand ab 1975. Erst 1981 konnte der Neubau des Architekten Alexander Freiherr von Branca mit 24 Sälen, 10 Kabinetten und viel Raum für Restauration und Archiv eröffnet werden. Vom Foyer gelangen die MuseumsbesucherInnen ebenerdig in die ersten Ausstellungssäle, die in Form einer liegenden Acht um zwei Innenhöfe gruppiert sind. Nach der halben Wegstrecke hat sie/er, nach jedem zweiten bis vierten Saal ein paar Stufen ansteigend, die Empore über dem Foyer erreicht, um von dort durch weitere Säle gemächlich zum Eingang wieder hinabzuwandeln. Eine Rampe hilft nicht nur Rollstuhlfahrern auf dem Weg durchs Haus.

Die Sammlung wuchs durch Stiftungen und Käufe wichtiger Werke beständig an, so dass sie heute zu den europaweit wichtigen Ausstellungen der Kunst des 19. Jahrhunderts zählt. Beschreibung der ca 400 Schauobjekte im Wikipedia-Artikel.

2019 — … geschlossen

Das Museum ist ab Ende 2018 geschlossen. Geplant ist, es 2025 wieder zu eröffnen.

Bestände und Ausstellung

Die Neue Pinakothek zeigt aus einem Bestand von über 3.000 Gemälden und 300 Skulpturen laufend eine wechselnde Auswahl von mehr als 400 Werken.

Darunter vor allem Werke der

Dazu viele Skulpturen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (z. B. von Bertel Thorvaldsen, Rudolf Schadow oder Auguste Rodin)

Öffnungszeiten und Eintritt

Do – Mo: 10 – 18 Uhr, Mi: 10 – 20 Uhr
Eintritt 7 €, ermäßigt 5 €
Eintritt sonntags 1 €
(gesonderte Preise bei Sonderausstellungen)

Literatur

  • Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Hrsg.): Neue Pinakothek – Katalog der Gemälde und Skulpturen. München (Pinakothek-DuMont) 2003.
  • Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Hrsg.): Neue Pinakothek München – Gemäldekataloge, 8 Bde., München 1963–2003.
  • Michael Künne: Die Neue Pinakothek – photographisch erlebte Architektur. Mit Beiträgen und Photos von Michael Künne, München, Karl M. Lipp Verlag, o. J.
  • Veronika Schröder (Hrsg.): Neue Pinakothek München. Prestel, München, 2008. ISBN 3791340220

Siehe auch

Weblinks

Lage

Geographische Lage von Neue Pinakothek im Kartenverzeichnis von WMFLabs


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