Christian Ude

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Christian Ude (2005)

Der Journalist und Jurist Christian Ude (* 26. Oktober 1947 in München, kurz danach SPD-Mitglied) war von 1993 bis 2014 21 Jahre Münchens Oberbürgermeister. Zu seinem Nachfolger als OB wurde Dieter Reiter (SPD) gewählt.

Biographie

Ude machte sein Abitur am Oskar-von-Miller-Gymnasium 1967, anschließend war er Volontär und Redaktionsmitglied der Süddeutschen Zeitung und studierte Rechtswissenschaften. Sein Vater war der Journalist Karl Ude.

Von 1978 bis 1990 arbeitete er als selbständiger Rechtsanwalt.

Seit 1973 ist er mit der Fotografin und langjährigen SPD-Stadträtin Edith von Welser-Ude liiert und seit 1984 mit ihr verheiratet.

Politische Karriere

Christian Ude kandidierte 1987 für die SPD als Kreisverwaltungsreferent. Überraschenderweise erhielt er in der Abstimmung keine Mehrheit, so dass Hans-Peter Uhl (CSU) Referent wurde. Die Abweichler gaben ihr Stimmverhalten nie bekannt, jedoch traten kurz darauf zwei SPD-Stadträte aus Partei und Fraktion aus und verhalfen der CSU zu Mehrheiten im Stadtrat.

1990 verzichtete Frau E. Ude auf eine erneute Stadtratskandidatur, weil Verheiratete damals nicht gleichzeitig dem Stadtrat angehören durften. Ude wurde 1990 in den Stadtrat gewählt und am ersten Sitzungstag zum zweiten Bürgermeister gewählt. Nach dem Rücktritt von Oberbürgermeister Georg Kronawitter kandidierte Ude als Oberbürgermeister und genau mit 50,8% gegen seinen Mitbewerber Peter Gauweiler am 12. September 1993 das Mandat.

Am 13. Juni 1999 wurde er mit 61,2%, am 3. März 2002 mit 64,5% und am 3. März 2008 mit 66,7% jeweils wiedergewählt. Er hatte die Leitung der Ausschüsse für Stadtplanung und Bauordnung, Kultur, Arbeit und Wirtschaft, Personal und Organisation und die Leitung der Stadtgestaltungskommission inne.

Christian Ude wurde als Spitzenkandidat der bayerischen SPD für die Landtagswahlen 2013 nominiert. Er konnte dabei aber nicht die Mehrheit der Wählerstimmen im Wahlkreis erreichen.

Ämter als OB

Aufsichtsratsvorsitzender der

Abschied aus dem Amt des OB's bei einem Fest auf dem Marienplatz (Foto K.S., 30.4.2014)

Er vertrat die Stadt im Aufsichtsrat der Flughafen München GmbH und war Vorsitzender der Gremien des Münchner Verkehrsverbundes MVV und des Verwaltungsrats der Stadtsparkasse.

Er war auch 2005 Präsident des Deutschen Städtetags, seit 12. Juli 1996 1. Stellvertretender Vorsitzender des Bayerischen Städtetags.

Medienpräsenz neben und nach der OB-Zeit

Auftritte als Kabarettist:


2015 hatte er einen kurzen Auftritt in der Fernsehserie München 7 in der Folge "Kurschaden". Er spielte darin den Münchner Oberbürgermeister, war aber zum Zeitpunkt der Ausstrahlung nicht mehr als OB im Amt.


Fast wöchentlich war Ude als er OB war, bei München.TV zu Gast. Die Zuschauer konnten ihm dort telefonisch Fragen zur Stadtpolitik stellen. Die Antworten Udes konnten mal mehr mal weniger zufriedenstellen.


Seine Zeit als "Roter Radler":

Ehrungen

2001 wurde er Ehrenbürger der Insel MykonosW, wo er regelmäßig seinen Urlaub verbringt.

2004 erhielt er eine Gastprofessur der Nankai-Universität in der chinesischen Stadt TianjinW.

Christian Ude wurde 2014 Ehrenbürger der Stadt.

Medien

Veröffentlichungen Udes

  • "Münchner Perspektiven" (1989)
  • "Wege aus der Wohnungsnot" (1990)
  • "Münchner Projekte" (1993)
  • "Meine verfrühten Memoiren" (1993)
  • "Chefsache". Satiren (1999)
  • "Stadtradeln" (2001)
  • "Ich baue ein Stadion". Satiren (2005)
  • Bildbände gemeinsam mit Edith von Welser-Ude: "Open-Air-Galerie" und "Vom Zauber, mit Katzen zu leben."

Literatur über Ude

  • Asta Scheib: Christian Ude. MünchenVerlag, München, 2007. ISBN 978-3-937090-22-1

Weblinks

Wikipedia.png
Das Thema "Christian Ude" ist aufgrund seiner überregionalen Bedeutung auch bei der deutschsprachigen Wikipedia vertreten.
Die Seite ist über diesen Link aufrufbar: Christian Ude.



Wappen-muenchen.jpg Bürgermeister und Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München

Franz Paul von Mittermayr (1818–1836) | Josef von Teng (1836–1837) | Jakob Bauer (1838–1854) | Kaspar von Steinsdorf (1854–1870) | Alois von Erhardt (1870–1887) | Johannes von Widenmayer (1888–1893) | Wilhelm von Borscht (1893–1919) | Eduard Schmid (1919–1924) | Karl Scharnagl (1925–1933) | (1933–1945 war das Amt durch NS okkupiert)  | Karl Scharnagl (1945–1948) | Thomas Wimmer (1948–1960) | Hans-Jochen Vogel (1960–1972) | Georg Kronawitter (1972–1978) | Erich Kiesl (1978–1984) | Georg Kronawitter (1984–1993) | Christian Ude (1993–2014) | Dieter Reiter (seit 2014)