Tal

Aus München Wiki
(Weitergeleitet von Kaltenbachtor)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Tal
Straße in München
Tal
Basisdaten
Altstadt-Lehel Graggenau
PLZ 80331
Name erhalten vor 1253[1]
Querstraßen
 
Viktualienmarkt Sparkassenstraße Maderbräustraße Dürnbräugasse Radlsteg Hochbrückenstraße Pflugstraße
Plätze Isartorplatz
Bauwerke Isartor Heiliggeistkirche
München S.jpg / München U.png
 
München U3.jpg München U6.jpg München S1.png München S2.png München S3.png München S4.png München S6.png München S7.png München S8.png
Bus.png
 
132
Nutzung
Nutzergruppen Fußgänger, Radfahrer, Kraftfahrzeuge
Technische Daten
Straßenlänge 400 m

Das Tal in der Altstadt - bereits am 9. April 1253 wird bei einer Zinszahlung an das Kloster Raitenhaslach vulgo in dem Tal genannt.

Der Name entstammt wohl aus der tieferen Lage gegenüber der Umgebung. Sie, die ehemals breiteste und verkehrsreichste Straße in Altmünchen, führte zu der durch Herzog Heinrich XII. errichteten Isarbrücke. Heute ist die Straße vom Marienplatz / Altem Rathaus zum Isartorplatz / Isartor so benannt.

Das Tal lag ursprünglich vor den Toren der Stadt. Da die Salzfuhrwerke von der Isar her nach München kamen, siedelten sich entlang der heutigen Straße viele Dienstleistungsbetriebe wie Hufschmiede, Fischer und Bäcker an, um die Fuhrleute zu versorgen. Des Weiteren gab es Stallungen für deren Pferde und Herbergsbetriebe, wo die Fuhrleute übernachten konnten. Auch gab es immer mehr Gastwirtschaften mit teilweise eigenen Brauereien, so dass es nötig wurde, das Tal ins Stadtgebiet mit einzubeziehen und mit einer Mauer zu schützen. Nach 1200 wurde das Kaltenbachtor auf Höhe der heutigen Kreuzung mit der Hochbrückenstraße bzw. dem Radlsteg errichtet. Von diesem Tor ist aber nichts mehr erhalten.

Im Tal 54 (heute 38) befand sich das Sterneckerbräu, 1919 wurde hier die DAP gegründet, die später in NSDAP unbenannt wurde. In der Folge trafen sich hier die Nazis.

Die Rechtsanwaltskammer für den Oberlandesgerichtsbezirk München hat ihren Sitz im Tal 33.

Das Tal sollte ursprünglich nach Ende der Bauarbeiten für die zweite S-Bahn-Stammstrecke Fußgängerzone werden. Nachdem sich die Bauarbeiten beträchtlich verzögern, soll das Tal nunmehr schon 2023 zur Fußgängerzone umgestaltet werden[2].

Baudenkmäler

Blick auf den Turm des Alten Rathauses(nach 1888)
Weißes Bräuhaus zur rechten (1904)
Wohn- und Geschäftshaus, Tal Nr. 6 (1903)
Stadtsparkasse, Sparkassenstraße, Tal (2008)

Hier sind einige Gebäude unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten auffallend:

Hausnr. Anwesen Beschreibung
Heilig-Geist-Kirche [3]
6 Ehemals Gasthof zum Högerbräu jetzt Geschäftshaus, Natursteinfassade in deutscher Neorenaissance, 1901-1902 erbaut von Max Ostenrieder; Fragment nach Kriegszerstörung in den Neubau von 1980 einbezogen und in den oberen Geschossen frei ergänzt
7 Schneider Bräuhaus das Eckhaus, 1903 von Heilmann und Littmann
11 ab 1815 Sitz der neu gegründeten Israelitischen Kultusgemeinde München 1826 in die Métivier-Synagoge in der Westenriederstraße 7 im Angerviertel (damals Theaterstraße) umgezogen
19 Eckhaus, neubarock 1894 erbaut
21 Dürnbräu klassizistischer Bau, um 1828
41 Hotel Torbräu 1900 von Georg Hamann; wurde nach Kriegsschäden 1946–51 vereinfacht wiederaufgebaut
50 Isartor stattlicher querrechteckiger Tortum mit von Mauern umschlossenem Vorhof, achteckigen Flankentürmen und dreibogiger Stirnfront, von 1337, 1833-35 durch Friedrich von Gärtner restauriert, nach Kriegsschäden 1946-1957 wiederhergestellt; Wandfresko von Bernhard Neher d.J., 1835; neue Turmuhren aus dem Jahr 2005

Verkehr

Von 1888 bis 1968 fuhr die Trambahn durchs Tal. Es gab sogar eine Wendeschleife durch die Maderbräustraße, Ledererstraße und Hochbrückenstraße. Die Schleife wurde 1954 außer Betrieb genommen[4].

Literatur

Michael Weithmann: Burgen in München, 2006 ISBN 3-8307-1036-4

Lage

>> Geographische Lage von Tal im Kartenverzeichnis (auf tools.wmflabs.org)

Wichtiger Anlieger: der Viktualienmarkt

Weblinks

Reiherbrunnen - Im Tal Nr. 11
Wikipedia.png
Das Thema "Tal" ist aufgrund seiner überregionalen Bedeutung auch bei der deutschsprachigen Wikipedia vertreten.
Die Seite ist über diesen Link aufrufbar: Tal (München).
  1. Stadtgeschichte München: Tal
  2. Münchner Merkur, 3. Juli 2022: Neuer Schritt Richtung autofreie Stadt: München erweitert Fußgängerzone
  3. Heilig-Geist-Kirche München: Internetauftritt
  4. Freunde der Münchner Trambahn: Talschleife