Marienklausenbrücke

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Marienklausenbrücke
Straße in München
Basisdaten
Ort München
Stadtteil Thalkirchen Harlaching
Name erhalten 1890
Anschluss­straßen
 
Schlichtweg Floßlände
Nutzung
Nutzergruppen zu Fuß, Fahrrad
Technische Daten
Straßenlänge 125 m

Der Marienklausensteg Am unteren Ausgang der Hangkante von Harlaching überspannt die Marienklausenbrücke den wilden Teil der Isar. Die Brücke stellt eine Verbindung zwischen der Marienklause am linken Isarhang, und dem rechten Isarwanderweg her.

Ein erster Verbindungssteg zwischen dem errichteten Isarwerkkanal und der Marienklause und dem Rückseitigen Ausgang des Tierparks Hellabrunn wurde am Sonntag den 7 März 1920 der Öffentlichkeit übergeben. Der Steg wurde in Holzbauweise ausgeführt, und überspannte hier die wilde Isar auf einer Länge von 120 Meter. Die Breite des Stegs betrug 4 Meter. Die Holzkonstruktion wurde auf 8 Betonpfeiler gestellt, deren Abstände etwa bei 14 Meter lagen. Die Gehbahn war mit Holzbohlen ausgelegt, diese waren allerdings nach nur 7 Jahren Nutzung so zerfallen, daß die Bahn mit längs verlaufenden Stahlträgern ausgelegt wurde. Das Geländer war ebenso in Holz ausgeführt, in Längsrichtung mit kleinen Durchbrüchen. Eine Seite des Geländers nahm zusammen mit den senkrechten Stützen auch die Laternenpfähle mit auf. Zur Mitte der Brücke hin weiteten sich die Geländer zu kleinen halbrunden Kanzeln. Die Ausführung wurde durch das Städtische Tiefbauamt, unter der Leitung von Baurat Bosch übernommen. Das Aussehen und Gestaltung wurden nach Vorgaben des im Stadterweiterungsbüros angestellten Bauamtmanns August Blößner eingelöst. Für die architektornische Ausarbeitung und Durchführung wurde das Stadtbauamt für Wasser-, und Brückenbau, unter deren Leutung des Ingenieurs Blau herangezogen. Die Bauarbeiten begannen im März 1919.

1997 erfolgte ein Neubau. Mit diesem Neubau wurde auch ein zweiter, schmaler Stichsteg in Flussrichtung nach Norden errichtet, der zu einem Aussichtspunkt auf der älteren Trennmauer an der früheren Floßrutsche führt.

Parallel zum Steg verläuft unter der Isar ein DükerW, ein unterirdischer Wasserkanal, vom Isar-Werkkanal hindurch und tritt im Tierpark Hellabrunn als Auer Mühlbach zu Tage.

Nach dem Hochwasser Juni 2013. Blick vom linksseitigen Isarwanderweg auf die Brücke.

Literatur

  • Rädlinger: Geschichte der Isar in München. Stadtarchiv München 2012
  • Hackelsberger: München und seine Isar-Brücken. Hugendubel München 1981

Lage

>> Geographische Lage von "Marienklausenbrücke" im Kartenverzeichnis auf toolforge.org

Einzelnachweise


Wappen-muenchen.jpg Münchner Isarbrücken

Die Aufzählung folgt der Fließrichtung der Isar – also von Süd nach Nord: Großhesseloher Brücke (Isar) - Marienklausensteg (Thalkirchen) - Thalkirchner Brücke (Thalkirchen) - Flauchersteg (Thalkirchen) - Brudermühlbrücke (Sendling) - Braunauer Eisenbahnbrücke (Isarvorstadt) - Wittelsbacherbrücke (Isarvorstadt) - Reichenbachbrücke (Isarvorstadt) - Corneliusbrücke (Isarvorstadt) - Boschbrücke (Isarvorstadt) - Zenneckbrücke (Isarvorstadt) - Ludwigsbrücke (Isarvorstadt) - Wehrsteg (Lehel) - Mariannenbrücke (Lehel) - Kabelsteg (Lehel) - Praterwehrbrücke (Lehel) - Maximiliansbrücken (Lehel) - Luitpoldbrücke (Bogenhausen) - Max-Joseph-Brücke (Bogenhausen) - John-F.-Kennedy-Brücke (Bogenhausen) - Wehranlage Oberföhring (Oberföhring) - St.-Emmeram-Brücke (Oberföhring) - Herzog-Heinrich-Brücke (Oberföhring) - Leinthalerbrücke (Oberföhring)