Karl Hocheder: Unterschied zwischen den Versionen

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* 19xx: Haus Kössler, [[Waisenhausstraße]] — Ecke [[Klugstraße]]
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* 1900: Villa May, [[Montenstraße]] 2, [[Neuhausen]].
* 1900: Villa May, [[Montenstraße]] 2, [[Neuhausen]].
* 1902-1904: [[Feuerwehr|Hauptfeuerwache]] an der [[Blumenstraße]], durch [[Robert Rehlen]] vollendet.  
* 1902-1904: [[Hauptfeuerwache]] an der [[Blumenstraße]], durch [[Robert Rehlen]] vollendet.  
* 1904: Evangelische [[Himmelfahrtskirche]] in [[Pasing]]
* 1904: Evangelische [[Himmelfahrtskirche]] in [[Pasing]]
* [[Müllersches Volksbad]]
* [[Müllersches Volksbad]]

Version vom 18. Oktober 2012, 21:26 Uhr

Beispielhaft: Pfarrhaus der Giesinger Kirche, 1894

Karl Hocheder (auch Carl H.; geboren 1854 in Weiherhammer - gestorben 1917 in München), ein Architekt mit Leib und Seele. Ihm verdanken die Münchner Kinder so manchen Schulhausneubau.

Nach dem Urteil vieler ehemaliger Kunden ist sein Geschick und seine Leichtigkeit im Entwurf eines Baus unübertroffen.


Sein Wohnsitz lag einst in der Händelstraße, Haus Nr. 1, in Bogenhausen. Dort bewohnte er das durch den Architekten Bruno Möhring entworfene Haus.
Zusammen mit Hans Grässel übernimmt er die Aufgaben des damals erkrankten Stadtbauamtsleiter Friedrich Löwel, der die Leitung seit 1876 inne hatte. Im Jahre 1890 müssen daher einige Schulgebäude in der Schwindstraße und in der Bergmannstraße von Hocheder vollendet werden. Diese Aufgabe übernimmt und vollendet er mit seiner leichten Art des Bauens.

Seine ersten eigenen Projekte sind die Pylonen an der "neuen" Ludwigsbrücke und das Straßenbahnstationshaus an der Schäftlarnstraße 26 (1893). Weitere Projekte waren das Feuerwehrhaus an der Kellerstraße und der Pfarrhof der Giesinger Kirche.

Sein ersten großes Projekt begann mit dem Bau des Armenversorgungshauses. Weitere wunderschöne Bauten entstanden in Form der beiden Elektrizitätswerke in den Gasteiganlagen, das Muffatwerk in den Maximiliansanlagen (im Jahre 1895 und 1898 vergrößert und das heute noch bekannte Aussehen erschaffen) und der große Komplex an der Staubstraße bzw. an der Isartalstraße. Hier zeigt sich wie Hocheder Zweckbauten in kleine, meisterlich geformte, dem "süddeutschen" Baustil angepasste Gebäude packt.

Lebensstationen

Staedt. Elektricitaets-Werk III von
Karl Hocheder
(Photographie um 1898)
  • 1874–1878: Architekturstudium an der Polytechnischen Schule in München
  • 1881–1885: Assistent an der Polytechnischen Schule in München bei Friedrich von Thiersch
  • 1885: Bauamtsassessor in Amberg
  • 1886–1889: Tätigkeit am Landbauamt München
  • ab 1889: städtischer Bauamtmann
  • ab 1898: Professor für Gebäudekunde an der TH München

Einige seiner Bauten

  • 1893: Erhardt-Denkmal mit Brunnen an den Maximiliansbrücken. (Entwurf)
  • 1894: Pfarrhaus, an der Gietlstraße Nr.2 in München Giesing, fast unverändert erhalten. Derzeit (2010-2011) ist das komplette Pfarramt ausgezogen und kann um die Ecke an der Giesinger Kirche besucht werden. Das Gebäude wartet vermutlich auf seine Restaurierung.
  • 1896-1897: Mesnerhaus der Heiligkreuzkirche, München Giesing, leider durch eine fast 3m hohe Mauer nicht gut einsehbar. Besonders gefällt das verrostete, mit Blechtafeln verkleidete Einfahrtstor.
  • 1895: Turbinenhaus "Maximilianswerk" in den Maximilians-Anlagen (E-Werk III), Max-Planck-Straße 2. (vormals äussere Maximilianstraße 2). Das Betriebsgebäude ist noch erhalten und wird weiterhin betrieben.
  • 1897-99: Schulhaus am Bavariaring, Ecke Stielerstraße. Heute befindet sich darin die Staatliche Förderschule Stielerschule.
  • 1899: Städtisches Feuerhaus und Bad, Kirchenstraße 9, Neuhausen.
  • 1905: Marianum, Humboldstraße 2, an der Ecke zur Claude-Lorraine-Straße
Hauptfeuerwache, Blumenstraße. 1904 (Aufn. v. 2009)

Nicht mehr vorhandene Gebäude

  • Grundschule am Kolumbusplatz,(vormals Columbusstraße Nr.3) in München Giesing. (1944-1945 Kriegszerstört).
  • 1905-1913: Verkehrsministerium, im Krieg zerstört, ab 1953 abgetragen. Eingangsbereich teilweise erhalten.
  • 1895: Direktionsgebäude des Krankenhauses "Links der Isar", Lindwurmstraße 2. Im Krieg zerstört.

Quellen und Literatur

  • --: 25 Jahre Akademischer Architekten Verein an der Technischen Hochschule zu München, Wolf & Sohn, München, (um 1905). (kein ISBN)
  • Bayerischen Architekten- und Ingenieur-Verband, München und seine Bauten. Bruckmann, 1912, Reprint 1978. ISBN 3765417475
  • --: Münchener Bürgerliche Baukunst der Gegenwart, L. Werner, Architekturbuchhandlung, München. 1898-1905. (kein ISBN)
  • August Alckens: Die Denkmäler und Denksteine der Stadt München. Callway, München, 1936. 198 Seiten + Stammbaum. (Kein ISBN)
  • Michael Schattenhofer: Vom Groschenwagen zur Untergrundbahn, Stadtarchiv München, Schumacher-Gebler München, 1972. (Kein ISBN)
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Das Thema "Karl Hocheder" ist auch bei der deutschsprachigen Wikipedia vertreten unter: Carl Hocheder.