Clemensstraße

Aus München Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Clemensstraße
Straße in München
Clemensstraße
Clemensstraße
Die Wohnsiedlungen von links nach rechts beginnend mit der Viktoriastraße, der ehemaligen Bayerischen Staatslehranstalt für Photographie in der Bildmitte inmitten einiger Bäume. Direkt gegenüber die Moltkestraße nach Norden abgehend, die Bismarckstraße nach Süden und Norden. Foto: Schillinger im Jahr 1979.
Basisdaten
Schwabing-West Neuschwabing
Name erhalten 1890 oder früher Erstnennung[1]
Anschluss­straßen
 
Schleißheimer Straße Leopoldstraße
Querstraßen
 
Hiltenspergerstraße Mittermayrstraße Erich-Kästner-Straße Fallmerayerstraße Belgradstraße Rossinistraße Ansprengerstraße Cherubinistraße Viktoriastraße Moltkestraße Bismarckstraße Wilhelmstraße Morawitzkystraße
Plätze Pündterplatz Erich-Mühsam-Platz
München S.jpg / München U.png
 
München U3.jpg München U6.jpg Münchener Freiheit
Tram
 
Muenchen Tram 12.jpg Clemensstraße Muenchen Tram 27.jpg Muenchen Tram 28.jpg Herzogstraße
Nutzung
Nutzergruppen Fußgänger, Radfahrer, Kraftfahrzeuge
Straßen­gestaltung teilweise Fahrradstraße
Technische Daten
Straßenlänge 1.770 m
Straßennamenbücher
(1894), Rambaldi S. 59 Nr. 116
(2016), Dollinger S. 58
Straßen-ID 00781
An der Kreuzung mit der Erich-Kästner-Straße.

Die Clemensstraße in Schwabing führt von der Leopoldstraße zur Winzererstraße. Nach Westen führt sie die Saarstraße fort. Seit Mitte 2016 wurden Teile der Clemensstraße als Pilotroute 2 zur Fahrradstraße erklärt[2].

Sie wurde benannt nach Clemens August von BayernW, Sohn des Kurfürsten Max Emanuel (s.a. Clemens-August-Straße).

lili rere
Kurz nach der Jahrhundertwende entlang der Straße, um 1910. Hier vor dem Haus mit der Nummer 4.
Vor dem Haus mit der Nummer 4. im Jahr 2020

Straßenverlauf der Jahrzehnte

  • 1891 - Zieht von der Schwabinger Landstraße am Gasthaus zum Großen Wirth in westlicher Richtung zur Schleißheimer Straße. Es gehen noch keine benannten Querstraßen ab. Es sind 16 Hausnummern vergeben.
  • 1900 - Von der Leopoldstraße zur Schleißheimer Straße, es gibt folgende Querstraßen; Wilhelmstraße, Bismarckstraße und Belgradstraße.
  • 1906 - Von der Leopoldstraße zur Schleißheimer Straße, am Pündterplatz vorbei, dabei wird die Siegfriedstraße, Bismarckstraße, Viktoriastraße, Römerstraße, Belgradstraße und die Fallmerayerstraße gekreuzt.
  • 1909 - Geht von der Leopoldstraße am Gasthaus Großer Wirt in Schwabing in westlicher Richtung zur Schleißheimer Straße. Nun queren folgende Straßen; Siegfriedstraße, Wilhelmstraße, Bismarckstraße, Moltkestraße (noch unbebaut), Viktoriastraße, Römerstraße mit Pündterplatz, Belgradstraße, Apianstraße, Fallmerayerstraße, Tengstraße (noch unbebaut), Mittermayrstraße (noch unbebaut), und Hiltenspergerstraße. Der Straßenabschnitt zur Winzererstraße ist noch nicht durchstoßen. Es gibt bereits 127 Hausnummern entlang der Straße.
  • 1914 Zwischen der Viktoriastraße und der Belgradstraße werden noch die nur in nördlicher Richtung verlaufende Cherobinistraße und die neue Rossinistraße eingefügt.
  • 1918 der nördliche Abschnitt der Römerstraße wird in Ansprengerstraße umbenannt und die Römerstraße endet nun unterhalb des Pündterplatz.
  • 1929 Geht von der Leopoldstraße mit der Hausnummer 1 in westlicher Richtung zur Schleißheimer Straße. Nun queren folgende Straßen; Siegfriedstraße, Wilhelmstraße, Bismarckstraße, Moltkestraße, Viktoriastraße, Pündterplatz, Belgradstraße, Apianstraße, Fallmerayerstraße, Tengstraße, Mittermayrstraße, und Hiltenspergerstraße. Nun ist auch die Verbindung zwischen der Schleißheimer Straße und der Winzererstraße erstellt. Es sind 132 Hausnummern vergeben.
  • 1979 - Nun queren folgende Straßen; Siegfriedstraße, Wilhelmstraße, Bismarckstraße, Moltkestraße, Viktoriastraße, Cherobinistraße, Pündterplatz, Ansprengerstraße, Rossinistraße, Belgradstraße, Apianstraße, Fallmerayerstraße, die Tengstraße, wobei hier der nördliche Abschnitt in Erich-Kästner-Straße umbenannt wird, Mittermayrstraße, Hiltenspergerstraße, Schleißheimer Straße und die Winzererstraße.
  • 1989 - Nun queren folgende Straßen; Siegfriedstraße und Wilhelmstraße, am Zusammenschluss dieser beider Straßen wird auf der Straßenseite mit den ungeraden Hausnummern der Erich-Mühsam-Platz angelegt, Bismarckstraße, Moltkestraße, Viktoriastraße, Cherobinistraße, Pündterplatz, Ansprengerstraße, Rossinistraße, Belgradstraße, Apianstraße, Fallmerayerstraße, Tengstraße, Erich-Kästner-Straße, Mittermayrstraße, Hiltenspergerstraße, Schleißheimer Straße und die Winzererstraße.

Trambahn-Haltestelle

Die Clemensstraße ist auch mit der Tram erreichbar. Die Linien Muenchen Tram 12.jpg und Muenchen Tram 28.jpg halten an der gleichnamigen Haltestelle, die sich auf der Belgradstraße befindet.

Anschlussmöglichkeiten von Clemensstraße
< Vorherige Station Linien Nächste Station >
Karl-Theodor-Straße Muenchen Tram 12.jpg Kurfürstenplatz
Karl-Theodor-Straße Muenchen Tram 28.jpg Kurfürstenplatz

Clemensstraße in München Allach

Auch in München Allach gab es bis zur Umbenennung im Jahr 1947/1948 eine Clemensstraße. Diese Straße trägt jetzt den Namen Karl-Gayer-Straße.

Die Kreuzung mit der Belgradstraße.

Tram, Haltestellen an der Clemensstraße

Adressen und Anlieger

Hohenzollernkarrée

An der Straße befindet sich ein Wohnblock, der als Hohenzollernkarrée bekannt ist. Der Wohnblock soll demnächst von der Stadt München aufgekauft werden.

Restaurants und Kneipen

Fußballgeschichte

Die erste Spielstätte des FC Bayern München wurde auf Luftbildfotos wiederentdeckt.

Wo war der erste Vereinsplatz des FC Bayern? Lange Zeit war die Spielstätte vergessen. Die Kurt-Landauer-Stiftung hat seit dem letzten Jahr intensiv danach gesucht und ist nun fündig geworden - mit historischen Fotos aus einem Heißluftballon. Auf einem ehemaligen Bauplatz des Friedrich Wamsler, an der Ecke mit der Römerstraße, dieser Straßenabaschnitt trägt nun den Namen Ansprengerstraße, und Clemensstraße, etwa der Wohnblock mit der Hausnummer 50. wurde der Bolzplatz angelegt. Im Adressbuch 1905 ist folgendes vermerkt. Fußballclub "Bayern" München. Sportplatz Clemensstraße, Clublocal Pschorrbräubierhallen, Neuhauserstraße, Briefadresse, Max Lang, Nymphenburgerstraße 57.

Es ist der 2. Dezember des Jahres 1900. Die Fans fiebern dem Spiel entgegen: dem Münchner Derby zwischen dem FC Bayern München und dem MTV 1879 München. Kuno Friedrich erzielt das erste Tor für die Bayern. Zum Ende des Spiels aber steht es 2:2. Die beiden Lokalrivalen trennen sich unentschieden.

Wo hat dieses Spiel stattgefunden? In den Anfangszeiten des Fußballsports gab es lange Zeit keine festen Spielstätten. Der FC Bayern wie auch andere Münchner Vereine spielten zunächst

  • auf der Theresienwiese, im Vorort Gräfelfing oder auf der Schyrenwiese nahe der Isar.

Doch den Bayern kam schon in der Anfangszeit der berühmte Bayern-Dusel zur Hilfe: in Form eines finanzstarken Sponsors. Es war der Ofenfabrikant Friedrich Wamsler aus München. Im Februar des Jahres 1900 wurde der FC Bayern gegründet, gegen Ende des Jahres hatten sie schon ihr eigenes Spielfeld.

Die genaue Lage des Platzes geriet im Laufe der über hundertjährigen Vereinsgeschichte in Vergessenheit. Bis sich die vereinsnahe Kurt-Landauer-Stiftung des Themas annahm: Man recherchierte in Büchern, Archiven und Ämtern, auf alten Landkarten und auf frühen Luftbildaufnahmen, die noch von Heißluftballons gemacht wurden.

Ein kleines Spielfeld und nur wenig Platz für die Zuschauer.
In München-Schwabing. In der Clemensstraße 50. Von 1900 bis 1907 war der "Spielplatz an der Clemensstraße" die erste Spielstätte der Bayern. Das Grundstück hatte Fritz Wamsler gehört, die Fläche reichte gerade für ein Spielfeld aus. Für die Zuschauer blieb längs des Spielfelds noch ein bisschen Platz. Später fand sich auch noch eine kleine Fläche, um eine Umkleidehütte aufzustellen.

Lage

  • >> Geographische Lage des Straßenanfangs von Clemensstraße im Kartenverzeichnis (auf tools.wmflabs.org)
  • >> Geographische Lage des Straßenendes von Clemensstraße im Kartenverzeichnis (auf tools.wmflabs.org)

Einzelnachweise