Berge in München
Berge in München im klassischen Sinne des Wortes findet man keine. Dennoch gibt es im Stadtgebiet von München viele geografische Objekte, die als "Berg" bezeichnet werden.
München hat nur wenige natürliche Erhebungen wie die Aubinger Lohe oder den Warnberg, die jedoch eher Hügel als Berge sind. Weiter gibt es künstlich aufgeschüttete Hügel, sei es aus Trümmern des Zweiten Weltkriegs wie der Olympiaberg oder aus Hausmüll wie der Fröttmaninger Berg, oder sonstige zur Landschaftsgestaltung errichtete Hügel wie der Monopteroshügel.
Zusätzlich werden auch Hangabschnitte zwischen den Isarterrassen oder die dort hinaufführenden Straßen als "Berg" oder "Bergl" bezeichnet. Der bekannteste unter ihnen dürfte wohl der Nockherberg sein, auf dem jährlich der Starkbieranstich der Paulaner-Brauerei stattfindet. Teilweise wird auch die Bezeichnung "Steig" verwendet. Die an die Hangkante angrenzenden Gebiete werden gelegentlich als "Höhe" bezeichnet, beispielsweise die Theresienhöhe.
Natürliche Erhebungen
- Aubinger Lohe (etwa 25 m)
- Warnberg (etwa 10 m)
Künstliche Erhebungen
Schutthügel
- Luitpoldhügel (etwa 30 m)
- Neuhofener Berg (etwa 20 m, natürliche Hangkante durch Schuttablagerung verschoben und erhöht)
- Olympiaberg (etwa 55 m)
Mülldeponien
- Deponie München Nord (etwa 30 m)
- Deponie München Nord-West (etwa 45 m)
- Fröttmaninger Berg (etwa 70 m)
Sonstige Hügel
- König-Ludwig-Hügel im Bavariapark (etwa 3 m)
- Monopteroshügel im Englischen Garten (etwa 10 m)
- Reste der Wallbefestigung im Dichtergarten (etwa 5 m)
- Hügel im Ostpark (etwa 25 m)
- Hügel im Riemer Park (etwa 20 m)
- Hügel im Westpark (etwa 20 m)
Hanganstiege und Hochlagen
Altstadtterrasse
Zu den Hanganstiegen an der Altstadtterrasse zählen:
- Fraunbergl, Anfang der Fraunbergstraße von der Schäftlarnstraße aus (etwa 4 m)
- Stephansbergl, Stephanstraße von Pestalozzistraße bis Stephansplatz (etwa 5 m)
- Petersbergl, von drei Seiten zum Petersplatz (etwa 4 m)
Niederterrasse links der Isar
Zu den Hanganstiegen an der Niederterrasse links der Isar zählen:
- Höllerer Berg an der Großhesseloher Brücke
- Kreppeberg
- Maria-Einsiedel-Berg
- Schmiedberg
- Greinerberg
- Neuhofener Berg
- Sendlinger Berg, Südende der Lindwurmstraße ab Daiserstraße
- Hackerberg, Galgenberg
- Maßmannsbergl
Zu den Hochlagen der Niederterrasse links der Isar zählen:
Niederterrasse rechts der Isar
Zu den Hanganstiegen an der Niederterrasse rechts der Isar zählen:
- Harlachinger Berg
- Drumberg
- Schrafnagelberg
- Giesinger Berg
- Schmederersteig
- Nockherberg
- Lilienberg
- Gasteig
- Simmsteig
- Pernerkreppe
Zu den Hochlagen der Niederterrasse rechts der Isar zählen:
Hochterrasse rechts der Isar
Zwischen der Niederterrasse und der Hochterrasse, die nur rechts der Isar deutlich ausgebildet ist, gibt es keine ausgeprägte Hangkante. Der Übergang zwischen den Terrassen erfolgt durch allmählich nach Osten ansteigende Straßen wie beispielsweise Einsteinstraße, Kirchenstraße, Wörthstraße und Rosenheimer Straße in Haidhausen. Keiner dieser Anstiege wird als Berg oder Bergl bezeichnet.
Literatur
- Gerhard Ongyerth: Münchner Bergführer. 100 Stadtberge, Bergl und Berganstiege. Verlag Franz Schiermeier, München, 2015. ISBN 978-3-943866-32-2