Gasteig

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Gasteig
Der Gasteig, beleuchtet von Götz Lembergs Lichtinstallation "DIN 105-20"
Ehemalige Feuerwache hin zur Kellerstraße

Der Gasteig, Münchens großes Kultur- und Bildungszentrum, beherbergt verschiedene Institutionen der Landeshauptstadt München: Das Richard-Strauss-Konservatorium, die Münchner Philharmoniker die Münchner Volkshochschule, die Münchner Stadtbibliothek und die Städtische Sing- und Musikschule haben hier ihren Hauptsitz.

Im Gasteig befinden sich folgende Veranstaltungs- und Konzertsäle:

  • Philharmonie (2387 Sitzplätze)
  • Carl-Orff-Saal (528-598 Sitzplätze)
  • Black Box (120-225 Sitzplätze, 20 Stehplätze)
  • Kleiner Konzertsaal (191 Sitzplätze)
  • Vortragssaal der Bibliothek (132 Sitzplätze)

Zentralbibliothek

Im Gasteig befindet sich auch die Zentralbibliothek der Münchner Stadtbibliothek.

Benutzung

Täglich kommen mehrere tausend Besucher in die Zentralbibliothek, zu Ausstellungen, Vorträgen und Lesungen, klassischen und modernen Konzerten, Theater- oder Ballettaufführungen. Wie bereits mehrere Male zuvor fand auch 2007 die Verleihung des Echo Klassik in der Philharmonie statt. Auch die Münchner Bücherschau schlägt jedes Jahr im Gasteig ihre Zelte auf, ebenso wie der ARD-Musikwettbewerb und das Filmfest München.

Der Gasteig wird von der Gasteig München GmbH, einer Beteiligungsgesellschaft der Landeshauptstadt München, betrieben.

Vortragsreihen von Joachim Kaiser über klass. Musik

Zu Kaisers langjähriger Vortragstätigkeit im Gasteig gehörten seine ausführlichen Vorträge zu bestimmten Künstlern und Kunstformen, vor allem zum Thema Klassische Musik:

  • Über Ludwig van Beethoven in den 1970er Jahren; im Münchner Gymnasium Fürstenried (60 Vorträge)
  • Über Wolfgang Amadeus Mozarts Opern; in den 1990er Jahren in Vaterstetten
  • Über Richard Wagner; im Münchner Gasteig (Carl Orff-Saal), von 1989 bis 11. Mai 1993 (63 Vorträge)
  • Zum Thema Symphonie und Sonate zwischen Beethoven, Brahms und Mahler
  • Das Geheimnis großer Streichquartette – Beethoven und Schubert’’ (Die Reihe wurde in „Die grossen Spätwerke“ überführt, vom 18. September 2007 bis 16. November 2010)

Mit 170'000 ZuhörerInnen sind die Vorträge des 2017 verstorbenen Joachim Kaisers die (im Laufe der Jahrzehnte) bislang erfolgreichste Veranstaltungsreihe der Münchner Volkshochschule.

Lage, Name, Geschichte

Der Name leitet sich vom gachen (steilen) Steig ab, der hier früher von der heutigen Ludwigsbrücke zur Kirche St. Nikolai am Isar-Hochufer geführt hat. Er war schon zuvor als Flurname für diesen Abschnitt gebräuchlich und gibt auch der Straße Am Gasteig den Namen, die direkt unterhalb des Gasteig von der Rosenheimer Straße abzweigt und sich in der Inneren Wiener Straße fortsetzt (früher war diese Straße Teil der Salzstraße).

Nachdem bei den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg das Odeon und die Tonhalle, die beiden größten Konzertsäle Münchens, völlig zerstört worden waren, waren die Münchner Philharmoniker ohne eigenes Haus. Auch die Stadtbibliothek und die Volkshochschule waren unzulänglich untergebracht, so dass 1969 erstmals über ein städtisches Kulturzentrum nachgedacht wurde, das diese Einrichtungen unter einem Dach vereinigen sollte. Bei der Suche nach möglichen Standorten fiel die Wahl auf das Gelände am Gasteig.

1971/72 schrieb die Stadt München einen Architekturwettbewerb für das Gelände aus, den das Architektenbüros Raue, Rollenhagen und Lindemann mit ihrem Entwurf für sich entscheiden konnten [1]. 1978 setzte der damalige Oberbürgermeister Georg Kronawitter den ersten Spatenstich. Planänderungen und immer neu auftauchende Probleme verzögerten den Bau und trieben die Baukosten in die Höhe, so dass sich die Kosten für den Bau im Jahr 1980 bereits auf 372 Millionen DM beliefen.

1984 war der Gebäudekomplex auf dem 23.000 m² großen Areal soweit fertiggestellt, dass die Stadtbibliothek, die Münchner Volkshochschule und das Richard-Strauss-Konservatorium ihre neuen Räume beziehen konnten. In den kleineren Veranstaltungssälen fanden zu diesem Zeitpunkt bereits Veranstaltungen statt. Am 10. November 1985 wurde der Gasteig im Beisein des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker und 2400 geladenen Gästen mit einem Festkonzert der Münchner Philharmoniker unter Leitung von Sergiu Celibidache eröffnet.

Der rote Backsteinbau erhielt von der Bevölkerung erst Spottnamen wie z.B. Kulturvollzugsanstalt oder Kulturbunker, weil sich die Architektur nicht in das Stadtbild fügt. Die oben genannten Einrichtungen ließen den anfänglichen Unmut jedoch bald abkühlen und machten den Gasteig zum einem Zentrum des kulturellen Lebens in München. Mit jährlich rund 750.000 Besucherinnen und Besuchern allein in den Veranstaltungssälen ist das Haus derzeit einer der erfolgreichsten Kulturbetriebe Deutschlands.

Adresse

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Gasteig
Rosenheimer Straße 5
81667 München
Telefon: 089 / 48 098 0
Fax: 089 / 48 098 1000
E-Mail: kommunikation@gasteig.de

Weblinks

aktuelle Diskussion - der Konzertsaalstreit:

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