Solln

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Der Stadtteil Solln gehört seit der Eingemeindung am 1. Dezember 1938 zu München und ist heute Teil des Stadtbezirks 19 Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln.

Allgemeines

Solln ist der südlichste Stadtteil von München. Mit seinem Gartenstadtcharakter und alten Villen zählt es zu den teuersten Wohngegenden der Stadt. Erstmals schriftlich erwähnt wurde Solln gegen Ende des 11. Jahrhunderts Alten Sollner Kirche St. Johann Baptist (heute Herterichstraße 54) nach Süden bis zum heutigen Wilhelm-Leibl-Platz. Hier stand die Alte Post, die Tafern-Wirtschaft und Posthalterei an der Straße nach Pullach. Außer der Alten Sollner Kirche gibt es noch drei weitere katholische (die Pfarrkirche St. Johann Baptist am Fellererplatz, die Pfarrkirche St. Ansgar sowie Klein-Schönstatt in der Parkstadt Solln) und zwei evangelische Kirchen (die Apostelkirche in Alt-Solln und die Petruskirche in der Parkstadt).

Einer der berühmtesten Sollner der Neuzeit ist der noch vor der Eingemeindung geborene Chemie-Nobelpreisträger Ernst Otto Fischer. Im Alten Sollner Friedhof fand er auch seine letzte Ruhe. In Solln wurde 1915 der Schauspieler Curd Jürgens geboren (gestorben 1982). Auf dem Waldfriedhof Solln wurde Vera Brühne (1910 - 2001) begraben, die nach einem bis heute in der Öffentlichkeit viel umstrittenen Prozess des Mordes für schuldig befunden wurde.

In der Pössenbacherstraße und dann ab 1986 in der Heilmannstraße war im Zeitraum von 1975 bis 1991 der Verlag Dokumentation Saur o.H.G, der spätere K. G. Saur Verlag, ansässig.

Westlich an den Kern von Alt-Solln schließt sich die in den 1960er und 1970er Jahren in mehreren unabhängigen Abschnitten entstandene Hochhaus-Siedlung Parkstadt Solln an.

Der Gemeindeteil Warnberg am südlichen Ende von Solln wurde erstmals 1185 unter dem Namen Warnberch erwähnt, was soviel wie Berg des Warin heißt. Dies wiederum bedeutet im heutigen hochdeutsch Wächter, was vermuten lässt, dass hier um 1200 ein Spähberg zur Absicherung der Isarstraßen war. Der Ortsteil wurde 1818 Solln zugehörig. Am 1. Dezember 1938 wurden die damalige Gemeinde Solln und auch das Kloster Warnberg in die Stadt München eingemeindet. Die Balde-Höhe, der ehemalige Burgstall von Warnberg, ist mit 579 m ü. NN der höchste Punkt Münchens.

Die Prinz-Ludwigs-Höhe wurde erstmals 1895 als Ludwigshöhe bzw. als Prinz-Ludwigshöhe erwähnt. Namenspate der im selben Jahr von Jakob Heilmann erbauten Villenkolonie ist Ludwig III. Der ersten Nennung als Ortsname geht bereits am 4. März 1893 eine Haltestelle der Isartalbahn mit dem Namen Bahnhof Prinz Ludwigshöhe voraus, die nach der nahe gelegenen Waldrestauration Prinz Ludwigshöhe benannt wurde.

Wegen der hohen Grundstückspreise im Stadtteil verliert Solln zunehmend seinen Villencharakter. Im Zuge der Nachverdichtung entstehen vermehrt an Stelle der alten Herrschaftshäuser dicht bebaute Eigentumswohnanlagen im oberen Preissegment.

Mit dem TSV Solln (gegründet 1931) besitzt Solln einen Sportverein mit dem Schwerpunkt auf Fußball. Die Vereinsfarben sind schwarz-weiß.

Im September 2009 kam es an der S-Bahn-Station Solln zu einem Vorfall, bei dem der Manager Dominik Brunner ums Leben kam, der sich zuvor schützend vor vier Kinder gestellt hatte. Zwei Jugendliche, 17 und 18 Jahre alt, hatten in der S-Bahn vier Kinder im Alter von 13 bis 15 Jahren angepöbelt und mit Schlägen bedroht, um 15 Euro von ihnen zu erpressen. Brunner, der auf Grund seiner Intervention schließlich selbst zum Opfer wurde, wurde postum für Zivilcourage geehrt.

Am S-Bahnhof halten außer der S7 und S20 an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen auch die BOB Richtung Holzkirchen.

Brunnen

Weblinks


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(Version mit Stand vom 14.11.2011)