Isartalbahn

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Der ehemalige Hauptbahnhof der Isartalbahn im Jahre 2010
Blick auf die Überführung zum Südring am Stadtbach

Die ehemalige Isartalbahn ging von der Schäftlarnstraße nach Süden über Großhesselohe und Wolfratshausen bis nach KochelW. Sie hatte eine maximale gesamte Streckenlänge von 50,6 km. Sie wurde am 10. Juni 1891 eröffnet und am 1. Juni 1964 eingestellt. Ihr Endbahnhof in der Stadt steht auch heute noch in der Schäftlarnstraße gegenüber der Großmarkthalle.

Der Abschnitt zwischen Großhesselohe-Isartalbahnhof und Wolfratshausen ist bis heute als Teil der S-Bahn (S7) weiter in Betrieb.

Historische Strecke, S-Bahn-Linie 7

  • München-Isartalbahnhof (Bahnhofsgebäude erhalten, Gleiskörper komplett abgebaut)
  • Bahnhof München-Thalkirchen (Wurde komplett abgetragen und durch eine "moderne" Betonwüste, nach einem "Architektenwettbewerb" aus dem Jahre 2005, durch die Baufirma Rank, in der Zeit von 2010-2012 überwuchert. Die Monotomie in weiß ist nicht zu überbieten.)
  • Betriebswerk Thalkirchen
  • Maria Einsiedel (Bahnhäuschen abgebaut, Gleise und Mechanik können im Dickicht noch gefunden werden.)
  • Prinz-Ludwigs-Höhe (Reste der Oberleitungssockel und der Mechanik können noch gefunden werden)
  • Großhesselohe-Isartalbahnhof (Bahnhofsgebäude in ein Gasthaus verwandelt. Gleiskörper abgebaut; siehe auch vollständig erneuerte Großhesseloher Brücke
  • Bahnhof Pullach (Zeitweise Bahnanschluss von der Isartalbahn zur NSDAP-Reichssiedlung Rudolf Heß und dem geheimen Führerhauptquartier Siegfried (erbaut 1936 bis 1938; nach 1947 BND)
  • Bahnhof Pullach-Gartenstadt
  • Höllriegelskreuth
  • Buchenhain
  • Baierbrunn
  • Bahnhof Hohenschäftlarn
  • Ebenhausen-Schäftlarn
  • Icking
  • Wolfratshausen (Endstation der S7)
  • (zuletzt Industriegleis nach) Geretsried
  • Bahnhof Degerndorf
  • Bolzwang
  • Eurasburg
  • Beuerberg
  • Fletzen
  • Bocksberg
  • Bad Heilbrunn
  • Übergang Kochelseebahn von Tutzing
  • Bahnhof Bichl

Geschichtsdaten

Eröffnung am 10. Juni 1891, siehe auch zum (Mitbe-)Gründer Theodor Lechner

1900
Am 15. Januar beginnt der elektrische Betrieb zwischen München und Höllriegelskreuth. Es werden fünf Triebzüge der Reihe ET 183 beschafft und in Thalkirchen wird im Betriebswerk ein dreigleisiger Triebwagenschuppen errichtet. Bau eines E-Werks.
1945
Todesmärsche und Todeszüge zum und vom KZ Dachau (und KZ Kaufering) - zum Teil über diese Bahnanbindungen
1952
Am 1. Januar wird das Betriebswerk Thalkirchen dem Bw München Ost untergeordnet.
1956
Zum Fahrplanwechsel wird das Bw Thalkirchen endgültig aufgehoben.
1960
Am 29. Mai wird mit dem „Gläsernen Zug“ der elektrische Betrieb zwischen Höllriegelskreuth und Wolfratshausen eröffnet und zugleich endet nach 69 Jahren der Einsatz von Dampfloks auf der Isartalbahn.
1964
Am 31. Mai, um 21:38 Uhr, verlässt der letzte planmäßige Triebwagenzug den Münchner Isartalbahnhof. Der Güterzugbetrieb bleibt ab km 1,2 aufrechterhalten.
1970
Umrüstung aller Bahnsteige an der Strecke auf eine Höhe von 76 cm – Vorraussetzung für den Einsatz der S-Bahnzüge ab 1972.
2000
Bau eines Radwegs auf der alten Trasse der Isartalbahn zwischen Maria Einsiedel und Prinz-Ludwigs-Höhe.

Literatur

  • o.v.: 40 Jahre Localbahn-Actiengesellschaft in München. Wilhelm Raue, Berlin, 1927.
  • Claus-Jürgen Schulze: Die Isartalbahn. Bufe-Fachbuchverlag, Egglham, 1978/2002,2. A.
  • Bürnheim: Localbahn A.-G. München. Zeunert, Gifhorn, 1974. (Abschnitt Isartalbahn)
  • Bundesbahndirektion München Von der Isartalbahn zur S7. München, 1981.

Weblinks

Fotos von Betriebsteilen

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