Alexander Fischer

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Alexander Fischer: Rotes Ross

Alexander Fischer (* 31. Oktober 1903 in Nürnberg; † 30. November 1981 in München) war Bildhauer.

Er studierte ab 1920 an der Akademie der Bildenden Künste, zuerst bei Erwin Kurz und ab 1923 bei Bernhard Bleeker. 1925 beteiligte er sich zum ersten Mal an einer Ausstellung der Münchner Neuen Secession im Münchner Glaspalast. Bereits ein Jahr später erfolgten erste Ankäufe des bayerischen Staates und der Stadt München, die ihm 1930 ein Reisestipendium zahlte. Die 1932 im Auftrag des Justizministeriums geschaffene Kreittmayr-Büste wurde im Zweiten Weltkrieg vernichtet. Ebenso vernichtet (1945) wurde ein 1933 geschaffener Fohlen-Brunnen im Luitpoldpark. 1935 heiratete er Ludmilla Pongratz (* 1899; † 1981), die ebenso Bildhauerei unter Bernhard Bleeker studiert hatte.

1936 beteiligte er sich an einer Ausstellung im Münchner Kunstverein. Er beteiligte sich in den Jahren 1939 und 1940 an zwei Ausstellungen und 1943 an der Wiener Ausstellung "Junge Kunst im Deutschen Reich". 1941–1945 leistete er Kriegsdienst und trat nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahre 1946 der "Neuen Gruppe" bei.

  • 1961 erfolgte der Guss seines Kreittmayr-Standbildes, dessen Aufstellung am Promenadeplatz einen Skandal verursachte. Das Werk wurde daraufhin der Gemeinde Offenstetten in Niederbayern geschenkt, wo Kreittmayr begraben ist.
  • 1962 vollendete der Künstler die Bronzeplastik "Löwin", die seit 1968 im Innenhof des Neubaus der Obersten Baubehörden in München zu sehen ist.

1963 berief man ihn zum Ehrenmitglied der Akademie der Bildenden Künste.

  • Im Jahre 1965 wurde sein "Gebücktes Pferd" am Hasenbergl enthüllt, ein Jahr später ein zweiter Guss, der in Friedberg/Hessen aufgestellt ist.
  • Das 1950 vollendete "Rote Ross" steht seit dem Jahr 1965 in der Nähe der Propyläen in der Brienner Straße in München.

1966 folgte eine Ausstellung von 10 großen Arbeiten auf der Terrasse des Haus der Kunst. Museen in Deutschland kauften insgesamt 25 Werke. 1969 kommt es wegen der Christophorus Figur zum Eklat mit dem Stifter der D.A.S., woraufhin er seinen Entwurf kurzerhand vor dem Gebäude an der Prinzregentenstraße abstellt, heute steht dort der Entwurf von Josef Henselmann, der Christophorus von Fischer steht am Scheidplatz.

1973 stellte er über Nacht seine Plastik "Memento MCMXLV" vor dem Haus der Kunst auf, der er später den Titel "Stürzende (Ende einer Epoche)" gab, und gegen die Ausstellung moderner Skulptur vor dem Haus der Kunst ließ er ein Flugblatt "aber das Monstrum ist da, blau rot schwarz kalt leer brutal" drucken und verteilen.

Fischer galt als ein eher fortschrittlicher Bildhauer, ein Ausstellungsverbot unter dem Nationalsozialismus blieb ihm aber erspart. Seine Werke sind zumeist in Bronze, Zement oder Galvanotechnik ausgeführt und zeugen von Dynamik.

Auszeichnungen

Werke

Weblinks

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erreichbar über diesen Link: Alexander Fischer (Bildhauer).