Unterföhring

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Unterföhring ist eine Gemeinde am nördlichen Stadtrand von München.

Basispyramide der Grundlinie für die erste bay. Landvermessung von 1801

Geschichte

Unterföhring wurde 1180 erstmals als selbständiger Ort in einer Urkunde des Hochstifts Freising erwähnt. In Wirklichkeit reicht die Besiedlung des Gebiets wesentlich weiter zurück. Ecke Bahnhof-/Münchner Straße wurde im Jahr 1937 eine Wohngrube gefunden, die man auf das Jahr 2500 vor Chr. datiert. In der Jungsteinzeit waren vermutlich nomadisierende Jäger aus dem Donautal nach Süden vorgedrungen und haben neben der Isar reichlich Nahrung gefunden, so dass sie sich hier niederließen. Aber auch aus der Bronzezeit gab es Funde in Unterföhring.

Der Name des Ortes geht auf die Feringas zurück, also Leute des Fara oder Fero. Dies geht aus einer Urkunde aus dem Jahr 807 hervor, in dem ein Rechtsgeschäft beschrieben wird, das in einem Ort stattgefunden hat, der Föhring genannt wurde.

Diese Ortsbezeichnung ist sowohl in Unter- als auch Oberföhring beinhaltet. Erst in der genannten Urkunde aus dem Jahr 1180 wird Unterföhring als selbständiger Ort erwähnt. Dies war auch die Zeit, als Herzog Heinrich der Löwe die Salzstraße bei Feldkirchen sperrte, sie nach München umleitete und so den Salzzoll selbst kassierte. Der kaiserlichen Entscheidung, das Zollrecht dem Ort Munichen zu übertragen, wird die Gründung von München zugeschrieben.

Die Freisinger Bischöfe waren im 13. Jahrhundert interessiert, ihr Besitztum auszudehnen und kauften neben anderen kleinen Ortschaften Herzog Ludwig dem Strengen auch Unterföhring ab. In dieser Zeit veränderte sich der damals gegenüber Oberföhring wesentlich größere und bedeutungsvollere Ort nur unwesentlich.

Im 17. Jahrhundert kam eine Schmiede hinzu, ein Hüterhaus und ein Badhaus mit einem Bader. Um 1740 gab es schon 52 Anwesen in Unterföhring.

Im Jahr 1785 hatte Unterföhring 283 Einwohner, darunter 54 Ehepaare. Bis 1855 stieg die Einwohnerzahl auf 336 und dann langsam weiter auf 523 im Jahr 1890. Zur Jahrhundertwende hatte die Gemeinde dann schon 684 Einwohner, zum 31.12.2013 waren es 10.759.

Zwischen altem Ortskern und Gewerbegebiet liegt der S-Bahnhof der S8.

Bedeutsame Bauwerke

  • Unterföhringer Basispyramide
  • Die unter Denkmalschutz stehende katholische Pfarrkirche St. Valentin
  • Kirch´s Verwaltungszentrum (Medienverlag)
  • Stadtwerke München - Heizkraftwerk Nord
  • Eisenbahnbrücke des Münchner Nordrings, nach Sprengung im April 1945 im Mai 1946 wieder in Betrieb genommen, das Provisorium 1986/69 durch eine zweigleisige Stahlbrücke ersetzt
  • Leinthalerbrücke über die Isar an der Grenze zu München
  • Diverse Denkmäler, siehe Liste

Straßen in Unterföhring


  • … bis z



Lage

Neben der Landeshauptstadt (an deren Nordrand, bzw. im Westen von UF) grenzen die Gemeinden Ismaning im Norden und Aschheim im Osten an das Gemeindegebiet. Grenzfluss mit München ist die Isar.

Weblinks

Wikipedia.png
Das Thema "Unterföhring" ist auf Grund der überregionalen Bedeutung des Themas auch bei der deutschsprachigen Wikipedia vertreten — dort:
erreichbar über diesen Link: Unterföhring.