Nachkriegszeit

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Das Wort Nachkriegszeit wird meist verwendet, um eine grobe Zeitphase nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs (also nach Mai/Sept. 1945) zu bezeichnen. Es ist kein definierter Begriff mit einer klaren Zeitspanne.


Sie kann sich also auf wenige Wochen im Jahr 1945 und 1946 beziehen

oder

auf die Jahre ungefähr bis 1950.


Es folgt als Zeitbegriff oft die Phase des so genannten "Wirtschaftswunders".

Ausstellungen

  • Postwar: Kunst zwischen Pazifik und Atlantik, 1945-1965. (Ausstellung 14.10.16 — 26.03.17 im hausderkunst.de)
    • In acht Kapiteln führt die Ausstellung durch die ersten 20 Jahre nach dem Krieg. Sie zeigt an vielen Werken, wie die Kunstschaffenden auf die Traumata von Holocaust, Hiroshima und Nagasaki reagierten; wie die zwei politischen Blöcke im Kalten Krieg die Künste instrumentalisierten und so den Gegensatz von Sozialistischem Realismus und Abstraktion festschrieben. Die Ausstellung zeigt auch, wie Migrations- und Fluchtbewegungen eine neue Form von Kosmopolitismus hervorbrachten.
    • Diese global ausgerichtete Ausstellung zeigt 350 Werke aus Malerei, Plastik, Installationen, Collagen, Performances, Filme, Künstlerbücher, Dokumente und Fotografie von 218 Künstlern aus 65 Ländern.

Diverse Aspekte der Nachkriegszeit

Entnazifizierung

Kenntnisse über die Kriegsverbrechen und die Judenverfolgung

Bücher dazu:

  • Teresa Andlauer, Sibylle Huerta Krefft, Tilmann Neuffer: „Eigentlich habe ich nichts gesehen, aber...“. (Verdrängte) Geschichte der Judenverfolgung in Freiburg. In: Heiko Haumann, Thomas Schnabel (Hrsg.), ‚Eigentlich habe ich nichts gesehen...‘. Beiträge zu Geschichte und Alltag in Südbaden im 19. u. 20. Jahrhundert. Freiburg i. Br. 1987, S. 125-142.
  • Frank Bajohr, Dieter Pohl: Der Holocaust als offenes Geheimnis. Die Deutschen, die NS-Führung und die Alliierten. München 2006.
  • Bernward Dörner: Die Deutschen und der Holocaust. Was niemand wissen wollte, aber jeder wissen konnte. Berlin 2007.
  • Peter Longerich: Davon haben wir nichts gewusst! Die Deutschen und die Judenverfolgung 1933-1945, München 2006.
  • Saul K. Padover: Lügendetektor. Vernehmungen im besiegten Deutschland. Aus dem Amerikanischen von Matthias Fienbork. München 2001, S. 84. Die amerikanische Originalausgabe hatte den Titel: Experiment in Germany. The Story of an American Intelligence Officer. New York 1946. Engl. Ausgabe London 1946. Erste deutschsprachige Ausgabe 1999, also 53 Jahre später!
    • Harald Welzer: Keine Schuld, keine Verdrängung. Saul K. Padovers Interviews in Deutschland 1944-1945. In: Newsletter Nr. 18, Frühjahr 2000.
  • Jörg Wollenberg (Hrsg.). „Niemand war dabei und keiner hat’s gewusst“. Die deutsche Öffentlichkeit und die Judenverfolgung 1933-1945. München, Zürich 1989.
  • Film, das zweiteilige ZDF-Doku-Drama Die Suche nach Hitlers Volk von Alexander Berkel und Peter Hartel behandelt Padover und seine Tätigkeit 1945 in Deutschland. (In einigen Spielszenen stellt der Schauspieler Markus Brandl den Wissenschaftler dar. Gespräche, die Padover protokollierte, werden szenisch rekonstruiert. Georg Stefan Troller, der als amerikanischer Soldat auch Befragungen durchführte, erzählt aus seinen Erinnerungen. Der Film wurde März 2015 im Fernsehen erstmals ausgestrahlt, die zwei Teile haben je eine Länge von 45 Minuten.)


Munitionsreste

Kampfmittelbeseitigung ? Bayerns explosives Kriegserbe sind Munitionsreste, auch an nicht vermuteten Stellen: Allein 2015 wurden in Bayern immer noch 64 Tonnen Kampfmittel beseitigt. Es gibt zahlreiche Anhaltspunkte, wo noch weitere Blindgänger liegen könnten - und trotzdem werden sie nicht vorsorglich entschärft.

Persilscheine

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