Münchener Ministerpräsidentenkonferenz 1947

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Die Münchener Ministerpräsidentenkonferenz fand hier vom 5. bis 6. Juni 1947 statt. Sie war schon zum Scheitern verurteilt, bevor sie anfing. Die Beteiligten konnten oder durften sich nicht einmal auf eine Tagesordnung einigen. Dazu kamen erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg die noch von den Alliierten eingesetzten Ministerpräsidenten aller deutschen Länder bzw. ihre Stellvertreter zusammen. Organisiert hatte das Treffen Hans Ehard (1887 – 1980), der damalige bayerischen Ministerpräsident (amerikanische Zone).

Ziel war eine Aussprache und evtl. Vereinbarung zur künftige Zusammenarbeit der Länder in den vier Besatzungszonen. Da der französische Gouverneur forderte, dass die Ministerpräsidenten nicht über politische Themen debattieren sollen, fand die Tagung von vornherein unter schlechten Voraussetzungen statt. Die Konsequenz war, dass die Vertreter der Länder aus der sowjetischen Zone (SBZ) frühzeitig wieder abreisten, ohne zu einem Ergebnis gekommen zu sein.

Die Ministerpräsidenten der westlichen Länder behandelten daraufhin vorwiegend wirtschaftliche Themen, aber auch die damalige Flüchtlings- und Ernährungsproblematik.


Weblinks


  • Siehe auch: Gründung der westlichen BRD
  • Buch: Wilhard Grünewald, „Die Münchner Ministerpräsidentenkonferenz 1947. Anlaß und Scheitern eines gesamtdeutschen Unternehmens“; Verlag Anton Hain, Meisenheim, 1972; 535 Seiten. (Eschenburg kritisiert die Grundlage des Buchs massiv)