Jüdisches Leben in München

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Frühe Geschichte

Der erste geschrieben und erhalten gebliebene Nachweis über einen jüdischen Bürger in München ist in einem Dokument aus dem Jahre 1229 zu finden, in dem der „Abraham de Municha“ als Zeuge in einem Rechtsgeschäft auftrat. In den darauf folgenden Jahrhunderten des Mittelalters gleicht die Geschichte der Münchner Juden denen der meisten Juden in anderen europäischen Städten und ist somit zumeist die Geschichte immer wiederkehrender Ausgrenzung und Entrechtung, während der die Juden in regelmäßigen Abständen gedemütigt und vertrieben wurden.

Zu diesem Schluss kam zum Bspl. im Jahr 1803 Johann Christoph Freiherr von Aretin (1772-1824), als er in seiner „Geschichte der Juden in Baiern“ feststellte, dass „die ersten historischen Nachrichten, die wir von dem Daseyn der Juden in Baiern haben, [...] zugleich die ersten Nachrichten von ihrer Mißhandlung [sind].“

  • Pogrom vom 12. Oktober 1285 (nahezu die gesamte jüdische Gemeinde Münchens wurde ermordet)
  • 1440 bewirkte Herzog Albrecht III., der Fromme, die offizielle Vertreibung der Juden aus der Stadt


1805: „Anordnungen über die Erteilung des Judenschutzes“ von Kurfürst Max IV. Joseph

1813: Judenedikt von

1861: Aufhebung der bayerischen Matrikelordnung betraf nur Bank- und Finanzleute, Armee- und Hoflieferanten sowie Inhaber von Manufakturen und honorigen Einzelhandelsgeschäften in München

1871: Reichsverfassung (mit voller Emanzipation)

1887: Eröffnung der Hauptsynagoge in der Herzog-Max-Straße (die damals drittgrößte Synagoge Deutschland)