Pestalozzistraße
| Pestalozzistraße Glockenstraße, Am Glockenbach
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| Straße in München | ||
| Basisdaten | ||
| Ort | München | |
| Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt | Glockenbach | |
| Angelegt | 1897 | |
| Name erhalten | 1905 Umbenennung[1] | |
| Anschlussstraßen |
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| Querstraßen |
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| Plätze | Holzplatz | |
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| Nutzung | ||
| Nutzergruppen | Fußgänger, Radfahrer, Kraftfahrzeuge | |
| Technische Daten | ||
| Straßenlänge | 880 m | |
| Straßennamenbücher | ||
| (2016), Dollinger | S. 242 | |
| Straßen-ID | 03527 | |
Die Pestalozzistraße im Glockenbachviertel verläuft von der Blumenstraße in der Altstadt in südlicher Richtung bis zur Kapuzinerstraße in der Ludwigsvorstadt.
Namensgeber
Die Straße wurde 1897 nach dem Schweizer Pädagogen und Sozialreformer Johann Heinrich PestalozziW (* 12. Januar 1746 in Zürich; † 17. Februar 1827 in Brugg) benannt. Pestalozzi machte sich außerdem als Philanthrop, Schul- und Sozialreformer, Philosoph sowie Politiker einen Namen. Er gilt als Vorläufer der Anschauungspädagogik und der daraus Ende des 19. Jahrhunderts entstandenen Reformpädagogik.
Geschichte
Im Jahr 1896[2] wird eine Verbindungsstraße zwischen der Blumenstraße und der Müllerstraße angelegt. Dazu wurden einige Mietshäuser abgebrochen.[3] Dieses kurze Straßenstück erhielt den Namen "Pestalozzistraße". Ab November 1905 wird der vormals als Am Glockenbachstraße benannte Straßenabschnitt der Pestalozzistraße zugeschlagen. Von nun an verläuft diese zwischen der Blumenstraße und der Kapuzinerstraße. Gleichzeitig wird aus der Straße Pesenbachstraße der Platz, Am Glockenbach. Noch im Februar 1906 werden Beschwerden vorgebracht, warum die neuen Straßennamenschilder noch nicht angebracht wurden.[4]
Vormals war die Straße als Glockenstraße oder Am Glockenbach bekannt. Der Name ist dem Wasserlauf, dem Glockenbach, der sich entlang der Straße schlängelt, entlehnt. Dieser wiederum einer ehemaligen Glockengießerei, die sich in dieser Gegend im 15. Jahrhundert befunden haben soll. Der Bach verläuft cirka 3 Meter unterhalb, in einer Senke, entlang des Wegs, speist hier noch den Westermühlbach, unterquert die Müllerstraße und die Blumenstraße und verschwindet entlang der alten Stadtmauer in einem der Kanäle. Die alte Gasse begann an der Müller- und endete an der Kapuzinerstraße.
Weitere Beschreibungen
- In der 1896-er Ausgabe ist die Pestalozzistraße noch nicht benannt. Hingegen die 1897-er Ausfürhung die Straße bereits vermerkt hat; Adressbuch von München 1896, hergestellt nach dem Stande 1. November 1885, Straßenverzeichnis S. 164, Glockenbach Am; "Zieht von der Müllerstraße, unweit des Sendlingerthorplatzes, an der Ostseite des Südlichen Friedhofes vorüber bis zur Kapuzinerstraße nächst der Schmerzhaften Kapelle."
- Adressbuch von München 1897, hergestellt nach dem Stande 1. November 1896, Straßenverzeichnis S. 388, Pestalotzzistraße; "Verbindet die Müller-, mit der Blumenstraße."
Straßenverlauf - Aussehen
Die Straße beginnt mit der niedrigsten Hausnummer an der Blumenstraße, wird nach 80 Metern von der Müllerstraße gekreuzt, und nimmt ab hier, den in zwei Abschnitte unterteitlen Verlauf ein. Zum einen den beiderseits der Straße mit Mietshäusern bebauten Bereich bis zum Abzweig an der Holzstraße, und weiter bis zum Haus Nummer 50, für LKW keine Wendemöglichkeit. Gefolgt vom Teil der schmalen Straße, für Kraftfahrzeuge als Einbahnstraße, entlang der hoch aufragenden Mauer des Südlichen Friedhofs, mit den Peitschenlampen, und den daran befestigten Leitungen aus längst vergangenen Zeiten, und der gegenüberliegenden Straßenseite durch eine Leitplanke von der sich darunterliegenden Grünanlagen des Westermühlbachs geschützt, bis zur Kapuzinerstraße.
Anlieger
Entlang der Pestalozzistraße befinden sich auffällig viele Bars, Cafés und Gaststätten. Im weiteren Verlauf führt die Straße am Alten Südfriedhof und am Westermühlbach entlang.
Haus-Nr. 40-42: ehemaliges Gewerkschaftshaus, vgl. Gewerkschaftshaus
Lage
>> Geographische Lage von "Pestalozzistraße" im Kartenverzeichnis auf toolforge.org
Literatur
- Günther Gerstenberg: Eine rote Burg des Proletariats. Das alte Gewerkschaftshaus in der Pestalozzistraße. München, 1997. Reihe: Münchner Skizzen 5.
Einzelnachweise
- ↑ Stadtgeschichte München: Pestalozzistraße
- ↑ Se. k. Hoheit der Prinz-Regent hat bekanntlich genehmigt, daß ab 1. Januar 1897 über 80 Straßen und Plätze hier neubenannt, teils umbenannt werden. In vielen Fällen kommen nur Fortsetzungen der Straßen vor, wie sie die bestehenden Straßen schon führen, darunter auch die Pestalozzistraße (neue Straße zwischen Müller- und Blumenstraße). Bayerischer Landbote, Jahrgang 106, Sonntag, 31. Mai, 1896
- ↑ Allgemeine Zeitung. 1897 = Jg. 100, 4 - 5 15.04.1897, Straßendurchführung; Die Pestalozzistraße, die Fortsetzung des Glockenbaches über die Müllerstraße hinweg zur Blumenstraße, wird nunmehr vollständig durchgeführt, indem das einzige noch im Wege stehende Haus, Blumenstraße 51, welches dem Magistrat gehört, dem Abbruch unterstellt wird.
- ↑ Münchner neueste Nachrichten : Wirtschaftsblatt, alpine und Sport-Zeitung, Theater und Kunstchronik, 58. Jahrgang, 16. Feb. 1906; Gemeindebevollmächtigter Dr. Wacker (lib.) frägt weiter an: Ist es richtig, daß die Umbenennung der Straße Am Glockenbach in Pestalozzistraße nicht genehmigt wurde? Wenn ja, warum wurden die Hausbesitzer nicht verständigt? Wenn nein, warum wird die Straßentafel nicht geändert?"
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Das Thema "Pestalozzistraße" ist auch bei der deutschsprachigen Wikipedia vertreten unter: Pestalozzistraße (München).
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