Tumblingerstraße

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Tumblingerstraße
Viehhofstraße (bis 1897)
Straße in München
Tumblingerstraße
Basisdaten
Ort München
Stadtteil Ludwigsvorstadt
Name erhalten 1876
Anschluss­straßen
 
Maistraße Thalkirchner Straße
Querstraßen
 
Kapuzinerstraße Zenettistraße Schmellerstraße
Plätze Kapuzinerplatz Zenettiplatz
Bauwerke Grundschule Tumblingerstraße
U-Bahn-Logo.png München U3.jpg München U6.jpg Goetheplatz
Bus.png 62 Maistraße 68 Kapuzinerplatz
Nutzung
Nutzergruppen Fußgänger, Radfahrer, Kraftfahrzeuge
Straßennamenbücher
Straßennamen nach
Rambaldi (1894)
669[1]
An der Ecke der Thalkirchner Straße, nach rechts in die Unterführung
Fassadenansicht Tumblingerstraße 52 mit der Ecke an der Schommerstraße.

Die Tumblingerstraße in der Ludwigsvorstadt führt von der Maistraße bei der Tumblingerschule über den Kapuzinerplatz, entlang der Fassaden des Schlachthofs, überquert die Kreuzung des Zenettiplatzes, und unterquert am Ende noch den Südbahnring, um dann in die Thalkirchner Straße zu münden.

Namensgebung

Sie wurde benannt nach der Familie der Tumblinger (oder auch Tömlinger), die im 14. Jahrhundert in München großen Einfluss hatte. Der Name der Straße wurde im Jahr 1877 vergeben. Zenetti hat den Straßennamen bereits in den Zeichnungen zu dem neuen Vieh- und Schlachthofareal aus den 1876-1878er-Jahren eingezeichnet. Im Münchner Straßenverzeichnis wird der Metzgermeister Michael Tumblinger (Zunftmeister, heute mit einem Innungsobermeister vergleichbar) als Namensgeber genannt. Tumblinger soll nach einer unverbürgten Sage aufgrund kaiserlichen Privilegs 1426 in München den Metzgersprung eingeführt haben[2].

Verlauf

In der Zeit der Errichtung der Straße in den 1870er-Jahren endete die Straße am Vorplatz des Südbahnhofs, vormals Bahnhof Thalkirchen genannt. Des Weiteren gab es eine Verbindungsstraße von der Lindwurmstraße kommend, über den Südbahnhofvorplatz und über die Tumblingerstraße hinweg, am Rand des Viehhofareals entlang und weiter zur Thalkirchner Straße. Diese Straße trug den Namen Viehhofstraße. Diese Verbindungsstraße zwischen Lindwurmstraße und Südbahnhof wurde im Jahr 1897 in Ruppertstraße umbenannt, und der Abschnitt zum Viehhofareal hin verschlossen.

Der Name Viehhofstraße verschwand von nun aus den Stadtplänen. Dafür wurde in den Jahren 1903 bis 1904 eine Unterführung unter der Südbahntrasse hindurch und eine Schlucht zwischen dem Bahndamm und das Lagerhausareal gelegt. In dieser wurde die neue Verbindungsstraße zur Thalkirchner Straße errichtet. Sie sollte von nun den Namen Lagerhausstraße tragen. Pläne aus den 1910er-Jahren zeigen den Verlauf der Tumblingerstraße nun an der Daxenbergerstraße vorbei, bis über die Valleystraße hinaus, zum Gotzinger Platz führend. Dieser Zustand blieb bis Mitte der 1970er-Jahre.

Ab dem Jahr 1975 oder 1976 wurde das Großmarkthallenareal durch Einfahrtstore verschlossen, hierbei musste der Verlauf der Thalkirchner Straße verlegt werden. Sie wurde ab der Lagerhausstraße in Richtung der Tumblingerstraße umgelegt und übernahm von nun an namentlich die Abschnitte der Lagerhausstraße und der Tumblingerstraße bis weiter zum Gotzinger Platz, über den Platz hinaus, selbst das ehemals als Gotzingerstraße bekannte Teilstück wurde in Thalkirchner Straße umbenannt. Die Tumblingerstraße endet seither unmittelbar nach bzw. vor der Südbahnunterführung. Als guten Beleg für den Zeitpunkt der Umbenennung der Straße findet sich in Bistritzkis Brunnenbuch aus dem Jahr 1974, hier steht der Gertrud-Brunnen noch an der Tumblingerstraße.

Im Höhenverlauf der Straße bildet die Hausnummer 4, auf dem Areal stand ehedem eine kleine Feuerwache, den niedrigsten Punkt, mit 521 MüdM. Der Straßenzug steigt in seinem Verlauf bis zur Schommerstraße nur um zwei Meter auf 523 MüdM an.

Baustelle Juli 2018
Baustelle Volkstheater Februar 2019

Anlieger

  • Auf dem Viehhofareal entsteht seit dem Jahr 2018 der Neubau des Volkstheaters.
Das Volkstheater

Galerie

Graffiti-Künstler nutzen die Wände als Präsentationsort für ihre Arbeiten (Fotoprojekt von Andreas Bohnenstengel)

Ein Sprayer in Aktion

Die Brache auf dem Viehhof wurde zehn Jahre lang kulturell zwischengenutzt. Seit 2018 ist dort die Baustelle des neuen Volkstheater-Gebäudes.

Die ehemaligen Einstellstallungen wurden Anfang 2018 abgerissen.

Zwischen den beiden unter Denkmalschutz stehenden Kopfbauten wird seit 2018 gebaut

Vergleich von Fotografien von 2015 (sowie 1996) und 2019 aus dem Buch Der Pferdemarkt München

Ausklang

Das Eckhaus Hausnummer Tumblingerstraße 52 und Schommerstraße.

Einzelnachweise

  1. Stadtgeschichte München: Tumblingerstraße
  2. stadt-muenchen.net: Tumblingerstraße

Lage

>> Geographische Lage von Tumblingerstraße im Kartenverzeichnis (auf tools.wmflabs.org)