Osterwaldstraße

Aus München Wiki
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Osterwaldstraße
Auenstraße
Straße in München
Basisdaten
Ort München
Schwabing-Freimann Biederstein
Name erhalten 1891 Erstnennung[1]
Anschluss­straßen
 
Dietlindenstraße Crailsheimstraße
Querstraßen
 
Mommsenstraße Mannlichstraße Schwedenstraße Wilhelm-Ostwald-Straße Imhofstraße Weizenfeldstraße Amsterdamer Straße Genter Straße Karl-Arnold-Weg Peter-Paul-Althaus-Straße Nordseestraße Niebuhrstraße
München U.png
 
München U6.jpg Alte Heide
Bus.png
 
59 Osterwaldstraße 150 Amsterdamer Straße
Nutzung
Nutzergruppen Fußgänger, Radfahrer, Kraftfahrzeuge
Technische Daten
Straßenlänge 1,8 km
Straßennamenbücher
(1894), Rambaldi S.203 Nr.473
(2016), Dollinger S.235
Straßen-ID 0251

Die Osterwaldstraße in Schwabing im so genannten Biedersteinpark führt von der Dietlindenstraße zur Crailsheimstraße. Bevor mit dem Bau des Isarrings begonnen wurde, dieser war 1963 vollendet, hatte die Osterwaldstraße ihren Ausgangspunkt an der Abzweigung Mitte Keferstraße, nahe dem heute noch nach der Straße benannten Gasthaus Osterwaldgarten, und der heutigen Liebergesellstraße. In den 1980er Jahren wurde am nördlichen Ende an der Gabelung Niebuhrstraße und Crailsheimstraße ein Weg bis zur Willi-Graf-Straße in den Bereich der Studentenstadt weitergeführt.

Der vormals Auenstraße[2] genannte Weg erhielt 1890 den noch heute gültigen Namen, der auf den Familiennamen des Gelehrten und späteren Staatsmannes Peter von Osterwald zurückgeht.

Einer der bekanntesten Anschriften an der Osterwaldstraße 10 ist der Lodenfrey Park, früher der Produktionsstandort der Firma Loden-Frey, heute ein Businesspark für Modefirmen.

Loden Frey Werke im Jahr 1955. Der Abschnitt des Isarrings existiert noch nicht. Die Natur hat noch ihre volle Wirkung in diesem Bereich. Im Hintergrund die Gebäude der in den Jahren 1924-15 erbauten Hansa-Heime.

Rambaldi - Die Münchener Straßennamen und ihre Erklärung - 1894

S.203 Nr.473: Osterwaldstraße. Zweigt in östlicher Richtung von der Biedersteinerstraße ab, durchkreuzt die Keferstraße, geht am Biedersteinerpark vorüber in die Schwabinger Flur. Zur Ehrung des geistlichen Rates und Gelehrten Peter voll Osterwald, dargestellt auf dem Pilotybild Nr. 4, welcher zu den Stiftungsmitgliedern der Akademie der Wissenschaft gehörte und am 18. Jan. 1778 im 59. Lebensjahre starb. Von ihm wurde1763 die erste Sternwarte in München auf dem »Rockerl« (s. Pilotystraße) angelegt, die er i. J. 1774 in das Schneeweißenburgschlößel, auch Schwallenburg genannt (s. Gasteig) verlegte *), wo auch ein Fräulein von Schneeweiß mit Erfolg astronomischen Foschungen oblag. Nach seinem Ableben ging dieseer wieder ein. Die Straße hieß früher die Auenftraße und trägt ihren Namen seit 6. Okt. resp. 8. Nov. 1890. Osterwalds Begräbnis befindet sich in der Elisabethenkirche in München. *) München hatte damals 4 Sternwarten und zwar die im Jesuitenkollegium (s. Neuhauserstraße), die Sternwarte bei den Augustinern, eine Privatsternwarte des Wasserbaudirektors A. v. Riedel im Handelsmann Chamlischen Hause vom Rindermarkt in das Krotenthal und die der Akademie der Wissenschaften, von Osterwald angelegt.

Baudenkmäler

  • Osterwaldstraße 14. Villa Birkmeyer, erbaut nach Plänen Leonhard Romeis im Jahr 1892. (Auf der Luftbildaufnahme aus dem Jahr 1955 ist das Wohnhaus eingerüstet.)

Abbildungen

Im Bildband Bauers, Stadt im Überblick, und dessen Neuauflage, München im Überblick finden sich Luftbilder des Gebiets aus der Zeit um 1900 auf den Seiten 88-91 bzw. 83-85.

Quellen und Nachweise

  • Großer Kompass-Stadtplan München 1968.
  • Theodor Dombart: Der Englische Garten in München.
  • Falk-Stadtplan Ausgabe 1982.

Lage

  • >> Geographische Lage des Straßenanfangs von Osterwaldstraße im Kartenverzeichnis (auf tools.wmflabs.org)
  • >> Geographische Lage des Straßenendes von Osterwaldstraße im Kartenverzeichnis (auf tools.wmflabs.org)


Einzelnachweise

  1. Stadtgeschichte München: Osterwaldstraße
  2. Münchner Adressbuch 1890, S.278, hier noch der Verweis von Osterwaldstraße auf die Auenstraße in Schwabing.