St. Paul

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Die Pfarrkirche St. Paul
Fortsetzung der Sichtachse vom Vierungsturm (Kuppel) nach Westen

Die Pfarrkirche St. Paul steht in der Ludwigsvorstadt. Sie ist neben St. Benno und St. Maximilian der dritte große Kirchenneubau des ausgehenden 19. Jahrhunderts, der durch das enorme Wachstum der Stadt in dieser Zeit erforderlich wurde.

Der Bau

Nach dem Gewinn eines Ideenwettbewerbs wurde der Architekt Georg von Hauberrisser mit der endgültigen Planung und dem Bau der Kirche beauftragt. Am 29. Juni 1892 fand die feierliche Grundsteinlegung statt. Die Einweihung der Kirche erfolgte am 24. Juni 1906 unter der Schirmherrschaft des damaligen Stadtpfarrers Johann Huber. Der Innenausbau konnte im Jahr 1914 abgeschlossen werden. Das Bauwerk ist der letzte im neugotischen Stil errichtete Kirchenbau in München. Er folgt dem Bauschema einer dreischiffigen Basilika. Das Hauptschiff wird von dem quadratischen Sockel eines Mittelturms überragt, der sich in einem achteckigen Aufbau mit großen Schallfenstern fortsetzt. Darüber wölbt sich eine oktogonale Haube, die von einer offenen Laterne mit hoher schmaler Spitze bekrönt wird. Der Turm erreicht eine Höhe von 98 Metern.

Durch Kriegseinwirkung gingen die bunten Glasfenster der Kirche verloren. Die nach dem Zweiten Weltkrieg durchgeführten, dem historisierenden Stil des 19. Jahrhunderts weitgehend verständnislos gegenüberstehenden Renovierungsarbeiten führten zu einer weiteren Versachlichung der Innenraumgestaltung.

Die Kirche, die genau in der Sichtachse der Landwehrstraße steht, wirkt in hohem Maße stadtbildprägend.

Die Kirche gibt auch einem Teil des Stadtbezirkes 2 Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt den Namen St.-Pauls-Viertel.

Seit 2015 gehört sie zusammen mit den Kirchen St. Benedikt, St. Rupert und Maria Heimsuchung zum Pfarrverband München-Westend.

Das Unglück vom 17. Dezember 1960

Durch ein tragisches Unglück am 17. Dezember 1960 erlangte auch die Kirche eine traurige internationale Bekanntheit. Ein vom Flughafen München-Riem gestartetes Passagierflugzeug konnte nicht rasch genug an Höhe gewinnen, streifte die Turmspitze und stürzte in der Martin-Greif-Straße auf eine voll besetzte Straßenbahn. Insgesamt 54 Tote waren zu beklagen.

Literatur

  • Johann Ev. Huber: Die St. Paulskirche in München. Gesellschaft für Christliche Kunst, München 1906
  • M. A. Schmid: St. Paul in München. Fink, München 2010

Lage

Weblinks

Www.png www.pfarrverband-muenchen-westend.de, offizielle Website der Gemeinde

Wikipedia.png
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Erreichbar über diesen Link: St._Paul_(München).