Barthstraße

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Barthstraße
Kraysystraße
Straße in München
Barthstraße
Basisdaten
Ort München
Schwanthalerhöhe Westend
PLZ 80339
Name erhalten 1878 Erstnennung[1]
Anschluss­straßen
 
Landsberger Straße Westendstraße
Querstraßen
 
Guldeinstraße
Tram
 
Muenchen Tram 18.jpg Muenchen Tram 19.jpg München Tram 29.png München Tram N19.png Barthstraße
Nutzung
Nutzergruppen Fußgänger, Radfahrer, Kraftfahrzeuge
Straßen­gestaltung An der Anbindung zur Landsberger Straße nur rechts abbiegen erlaubt.
Technische Daten
Straßenlänge 302 m
Haus- mit Höhenfestnetznummern Nr.2 1691, Nr.8 1692
Straßennamenbücher
(1894), Rambaldi S.38 Nr.60
(2016), Dollinger S.38
Straßen-ID 593

Die Barthstraße auf der Schwanthalerhöhe führt von der Landsberger Straße zur Westendstraße.

Sie wurde Ende 1878 benannt nach der Münchner Patrizierfamilie der Barths.

Rambaldi beschreibt die Straße 1880 wie folgt: Die Straße verbindet im äußersten Westen der Stadt in der Nähe der Bahncurve die Landsberger- mit der Westendstraße. Ausgehend von der Landsberger Straße, bedingt durch die Rampe der Unterfahrt des Bahnrings beginnt hier die Straße in einer Senke, so geht es erstmal leicht bergauf, bis die Straße an der Abzweigung zur Guldeinstraße das Niveau des umliegenden Terrains erreicht hat. Der Höhenunterschied beträgt rund 4 Meter.

Die Straßennamen Münchens und ihre Bedeutung 1880

S.6 Barthstraße: Z. E. a. die Münchner Patrizier-Familie der Barth (Parth, Part), welche 1318 zum erstenmale erscheint. Sie nahm frühzeitig an den Geschäften des Magistrats Theil und machte sowohl zur Ehre Gottes als zum Besten der leidenden Menschheit reiche Stiftungen. Ein Hans Barth war Bannenträger in der Schlacht bei Alling (s. Allingstraße); Heinrich Barth c. 1460–1500 erbaute die Straße über den Kesselberg nach Italien 1494 und eine Bastei zunächst des heutigen Karlsthores; der Canonicus Gabriel Barth von Harmating und Pösenbach machte durch Testament vom 10. April 1597 eine Seelhausstiftung, die unter dem 13. Nov. 1809 der k. besonderen Administration der Wohltätigkeitsstiftungen überwiesen wurde. Das Seelhaus an der Röhrlspeckergasse (jetzt Herzogspitalstraße Nr. 6) verfiel 1855 dem Abbruch, an dessen Stelle für Schulzwecke aus Gemeindemitteln ein Neubau entstand, in welchem die Seelnonne eine Wohnung im Erdgeschosse behielt, bis zu dem 1878 erfolgten Verkauf des Hauses. Das Barth'sche Geschlecht blühte hierorts noch im freiherrlichen Stande. Die Straße hieß früher nach den Erbauern der ersten Häuser an derselben „Kraysystraße“ und hat ihre jetzige Benennung seit 28. Sept. 1877, resp. 1. Jan. 1878.

Brunnenanlagen

Die vermutlich im Jahr 1929 errichteten und aus Beton und Naturstein hergestellten Oktogone befinden sich bei der Barthstraße 7 und 9, in den kleinen Grünanlagen vor den Mietshäusern. Durch die Strauchbepflanzung zwischen dem Gehsteig und dem Vorgarten sind die Brunnen von der Straße nicht einsehbar.

Trambahnbetriebshof

Entlang der Barthstraße, zwischen der Guldeinstraße und der Westendstraße, befand sich vormals der ältere 3. Trambahnbetriebshof, Barthstraße 25. Er wurde in den Jahren 1886 bis 1887 als Pferdebahndepot errichtet.[2] Dieser bestand von 1889 – 1934. Danach zog er in den neuen Straßenbahnhof an der Westendstraße um. Die Bauwerke wurden überwiegend im 2. Weltkrieg zerstört. Das Areal ist mit Mietshäusern bebaut.

Siehe auch

Lage

>> Geographische Lage von Barthstraße im Kartenverzeichnis (auf tools.wmflabs.org)

Einzelnachweise

  1. Stadtgeschichte München: Barthstraße
  2. Münchener Straßenbahn 50 Jahre - 1876 – 1926. S.60