Sendlinger Tor
Das Sendlinger Tor in München wurde 1308 errichtet und war ursprünglich ein Tor in der größeren, zweiten Stadtmauer, die im 14. Jahrhundert entstand. Es steht am südlichen Ende der Sendlinger Straße, direkt am Sendlinger-Tor-Platz. Weitere Tore in dieser Mauer waren das Karlstor und das Isartor.
Im Rahmen der Stadtvergrößerung, die unter Ludwig dem Bayern vorgenommen wurde, hat München große strukturelle Verbesserungen erzielt. Das Sendlinger Tor wurde erstmals 1318 als Startpunkt für den Weg nach Italien dokumentiert.
Ursprünglich glich es dem Isartor. 1810 wurde der mittlere Torturm abgetragen. Ab 1860 erfolgten einige Umgestaltungen, und erst im Jahr 1906 ersetzte man die drei Torbögen zwischen den Seitentürmen durch einen einzigen. Der Stadtanzeiger jenes Jahres vom 13. Juni berichtet, daß nun die für den zweigleisigen Trambahnbetrieb die Schienen durch das neue Tor gelegt werden. Nach der Zerstörung entlang der Sendlinger Straße im zweiten Weltkrieg wird die Trambahn nicht wieder zurück in die Straße geholt. Am Sendlinger Tor ist noch ein Rest der Stadtmauer zu erkennen, die sich dann die Herzog-Wilhelm-Straße hinaufzog. Neben dem Tor befand sich im Mietshaus bis 2025 das Lichtspielhaus Filmtheater Sendlinger Tor, das bis dahin älteste Kino der Stadt. Im Untergrund befindet sich ein Kreuzungsbahnhof der Münchner U-Bahn.
Siehe auch
Trambahn-Haltestelle
Das Sendlinger Tor ist auch mit der Tram erreichbar. Die Linien
,
und
halten an der Haltestelle Sendlinger Torplatz. Auch wenden hier die Linien
und
.
| < Vorherige Station | Linien | Nächste Station > |
|---|---|---|
| Karlsplatz (Stachus) | Müllerstraße | |
| Karlsplatz (Stachus) | Endstation |
Lage
>> Geographische Lage von "Sendlinger Tor" im Kartenverzeichnis auf toolforge.org
Weblinks
- Geschäfte und Lokale am Sendlinger Tor Platz [1]
- Sendlinger Tor - So soll der neue U-Bahnhof aussehen. SZ vom 12.4.2013
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Einzelnachweise
- ↑ Bayerische National-Zeitung Mai 1810. München; Die bisher der vormaligen Festungsanlage nach am Sendlingerthor links gelegene Thorwache ist vorläufig ebenfalls links an den abgebrochenen Thurm des Sendlingerthores verlegt, und die Beziehung der neuen provisorischen Wachstube auf den 27. Mai bestimmt worden, von welchem Tage an jedermann den geraden Weg über die eingeebneten Festungswerke nehmen kann.