Sendlinger Tor: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Muesendltorpl121965.jpg|thumb|Der Autoverkehr zwischen dem Sendlinger Tor und | [[Datei:Muesendltorpl121965.jpg|thumb|Der Autoverkehr zwischen dem Sendlinger Tor und dem Sendlinger Tor Platz im jahr 1965.]] | ||
In seinen Grundzügen glich die Toranlage mit seinen Seitentürmen dem [[Isartor]]. Im Frühjahr [[1810]] wurde der mittlere Torturm abgetragen. Zwischen den Jahren 1860 bis 1861 erfolgten einige Umgestaltungen. Anfang April 1861<ref>Münchener Bote für Stadt und Land, 17. April 1861; Wenn die Anbauten des restaurierten SendlingerThores vollendet sind, wird daselbst auch wieder eine Wache etabliert werden. Das Thor selbst erhielt dieser Tage in großen Metallbuchstaben die Aufschrift: „Sendlinger Thor“ und zwar auf der innern Seite. Der Zweck dieser Bezeichnung ist nicht recht klar, denn es wird wenige Leute geben, die nicht wissen, zu welchem Thore sie hinaus gehen!</ref>, zu den Abschlußarbeiten wurde über der Tordurchfahrt, von der Stadt kommend, ein aus Metall gefertigter Schriftzug, ''Sendlinger Thor'', angebracht. Erst im Jahr [[1906]] ersetzte man die drei Torbögen zwischen den Seitentürmen durch einen einzigen. Der Stadtanzeiger jenes Jahres vom 13. Juni berichtet, daß nun zu der vormals eingleisigen Strecke, ein weiteres Gleis für den Trambahnbetrieb durch das neue Tor gelegt werde. Nach der Zerstörung entlang der Sendlinger Straße im zweiten Weltkrieg wird die Trambahn nicht wieder zurück in die Straße geholt. Am Sendlinger Tor ist noch ein Rest der [[Stadtmauer]] zu erkennen, die sich dann die [[Herzog-Wilhelm-Straße]] hinaufzog. Neben dem Tor befand sich im Mietshaus bis 2025 das Lichtspielhaus [[Filmtheater Sendlinger Tor]], das bis dahin älteste Kino der Stadt. Im Untergrund befindet sich ein Kreuzungsbahnhof der [[U-Bahn|Münchner U-Bahn]]. | In seinen Grundzügen glich die Toranlage mit seinen Seitentürmen dem [[Isartor]]. Im Frühjahr [[1810]] wurde der mittlere Torturm abgetragen. Zwischen den Jahren 1860 bis 1861 erfolgten einige Umgestaltungen. Anfang April 1861<ref>Münchener Bote für Stadt und Land, 17. April 1861; Wenn die Anbauten des restaurierten SendlingerThores vollendet sind, wird daselbst auch wieder eine Wache etabliert werden. Das Thor selbst erhielt dieser Tage in großen Metallbuchstaben die Aufschrift: „Sendlinger Thor“ und zwar auf der innern Seite. Der Zweck dieser Bezeichnung ist nicht recht klar, denn es wird wenige Leute geben, die nicht wissen, zu welchem Thore sie hinaus gehen!</ref>, zu den Abschlußarbeiten wurde über der Tordurchfahrt, von der Stadt kommend, ein aus Metall gefertigter Schriftzug, ''Sendlinger Thor'', angebracht. Erst im Jahr [[1906]] ersetzte man die drei Torbögen zwischen den Seitentürmen durch einen einzigen. Der Stadtanzeiger jenes Jahres vom 13. Juni berichtet, daß nun zu der vormals eingleisigen Strecke, ein weiteres Gleis für den Trambahnbetrieb durch das neue Tor gelegt werde. Nach der Zerstörung entlang der Sendlinger Straße im zweiten Weltkrieg wird die Trambahn nicht wieder zurück in die Straße geholt. Am Sendlinger Tor ist noch ein Rest der [[Stadtmauer]] zu erkennen, die sich dann die [[Herzog-Wilhelm-Straße]] hinaufzog. Neben dem Tor befand sich im Mietshaus bis 2025 das Lichtspielhaus [[Filmtheater Sendlinger Tor]], das bis dahin älteste Kino der Stadt. Im Untergrund befindet sich ein Kreuzungsbahnhof der [[U-Bahn|Münchner U-Bahn]]. | ||
Version vom 19. Januar 2026, 19:53 Uhr
Das Sendlinger Tor in München wurde 1308 errichtet und war ursprünglich ein Tor in der größeren, zweiten Stadtmauer, die im 14. Jahrhundert entstand. Es steht am südlichen Ende der Sendlinger Straße, direkt am Sendlinger-Tor-Platz. Weitere Tore in dieser Mauer waren das Karlstor und das Isartor.
Im Rahmen der Stadtvergrößerung, die unter Ludwig dem Bayern vorgenommen wurde, hat München große strukturelle Verbesserungen erzielt. Das Sendlinger Tor wurde erstmals 1318 als Startpunkt für den Weg nach Italien dokumentiert.
In seinen Grundzügen glich die Toranlage mit seinen Seitentürmen dem Isartor. Im Frühjahr 1810 wurde der mittlere Torturm abgetragen. Zwischen den Jahren 1860 bis 1861 erfolgten einige Umgestaltungen. Anfang April 1861[2], zu den Abschlußarbeiten wurde über der Tordurchfahrt, von der Stadt kommend, ein aus Metall gefertigter Schriftzug, Sendlinger Thor, angebracht. Erst im Jahr 1906 ersetzte man die drei Torbögen zwischen den Seitentürmen durch einen einzigen. Der Stadtanzeiger jenes Jahres vom 13. Juni berichtet, daß nun zu der vormals eingleisigen Strecke, ein weiteres Gleis für den Trambahnbetrieb durch das neue Tor gelegt werde. Nach der Zerstörung entlang der Sendlinger Straße im zweiten Weltkrieg wird die Trambahn nicht wieder zurück in die Straße geholt. Am Sendlinger Tor ist noch ein Rest der Stadtmauer zu erkennen, die sich dann die Herzog-Wilhelm-Straße hinaufzog. Neben dem Tor befand sich im Mietshaus bis 2025 das Lichtspielhaus Filmtheater Sendlinger Tor, das bis dahin älteste Kino der Stadt. Im Untergrund befindet sich ein Kreuzungsbahnhof der Münchner U-Bahn.
Siehe auch
Trambahn-Haltestelle
Das Sendlinger Tor ist auch mit der Tram erreichbar. Die Linien
,
und
halten an der Haltestelle Sendlinger Torplatz. Auch wenden hier die Linien
und
.
| < Vorherige Station | Linien | Nächste Station > |
|---|---|---|
| Karlsplatz (Stachus) | Müllerstraße | |
| Karlsplatz (Stachus) | Endstation |
Lage
>> Geographische Lage von "Sendlinger Tor" im Kartenverzeichnis auf toolforge.org
Weblinks
- shops-muenchen.de: Geschäfte und Lokale am Sendlinger-Tor-Platz
- Süddeutsche Zeitung, 12. April 2013: Sendlinger Tor - So soll der neue U-Bahnhof aussehen
| Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Sendlinger Tor in der deutschsprachigen Wikipedia. Die Liste der AutorInnen befindet sich in der dortigen Versionsliste. |
Einzelnachweise
- ↑ Bayerische National-Zeitung Mai 1810. München; Die bisher der vormaligen Festungsanlage nach am Sendlingerthor links gelegene Thorwache ist vorläufig ebenfalls links an den abgebrochenen Thurm des Sendlingerthores verlegt, und die Beziehung der neuen provisorischen Wachstube auf den 27. Mai bestimmt worden, von welchem Tage an jedermann den geraden Weg über die eingeebneten Festungswerke nehmen kann.
- ↑ Münchener Bote für Stadt und Land, 17. April 1861; Wenn die Anbauten des restaurierten SendlingerThores vollendet sind, wird daselbst auch wieder eine Wache etabliert werden. Das Thor selbst erhielt dieser Tage in großen Metallbuchstaben die Aufschrift: „Sendlinger Thor“ und zwar auf der innern Seite. Der Zweck dieser Bezeichnung ist nicht recht klar, denn es wird wenige Leute geben, die nicht wissen, zu welchem Thore sie hinaus gehen!