Possartstraße

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Possartstraße
Straße in München
Basisdaten
Stadtteil Bogenhausen
Angelegt 1900
Name erhalten 1902
Technische Daten
Straßenlänge 566m
Haus- mit Höhenfestnetznummern 8 / 1837, 21 / 1842, 24 / 0079
Straßennamenbücher
Die Münchner
Straßennamen
(2016)
S. 249

Die Possartstraße in Bogenhausen führt vom Prinzregentenplatz zum Galileiplatz.

Sie wurde benannt nach Ernst von PossartW (1841-1921), der zwischen 1873 und 1887 an der Hofbühne zu München als Oberregisseur und Schaulspieldirektor tätig war.

Straßenverlauf

Der Verlauf der Straße ist seit dem Bau in den frühen 1900er Jahren unverändert erhalten. Beginnend am weitläufigen Prinzregentenplatz zieht sich die Straße wie mit einem Linenal gezogen bis zur Einfassungsmauer der Sternwarte an der Sternwartstraße, und geht hier unmittelbar in den Galileiplatz auf.

Die Straße beginnt an der Einmündung beim Prinzregentenplatz mit der niedrigsten Hausnummerierung.

Auf halber Länge der Straße wurde auch ein Platz angelegt. Im Stadtplan aus dem Jahr 1910 [1] ist er noch als Holbeinplatz bezeichnet. Im Straßenverzeichnis für die Jahre 1928, 1938 und auch noch 1948 wird nun die Bezeichnung Possartplatz verwendet. Das erste offizielle Straßennamenbuch aus dem Jahr 1965 listet diesen Namen nicht mehr auf. Der Platz ist nun unter S zu finden, und hier sein noch heute gültiger Name, Shakespeareplatz, aus dem Jahr 1964 [2].

Anlieger - Baudenkmäler

  • Possartstraße 2. Das seit seiner Bauzeit im jahr 1901 fast unverändert geblieben Haus mit seinen 4 Etagen und Mansardenwohnung ohne Architektenzuordnung.
  • Nr. 4 Mietshaus, Jugendstil, mit Bodenerker und Vorgartenzaun, 1909/10 von Franz Popp.
  • Nr. 6 stattliches reich gegliedertes malerisches Jugendstil-Mietshaus, mit zum Teil figürlichem Stuckdekor und Vorgartenzaun, 1909/10 von Franz Popp.
  • Nr. 9 Eckhaus im späten Jugendstil, 1911 nach Entwurf des Besitzers Architekt A. Buchinger (bildet eine bauliche Einheit mit Kopernikusstraße 10).
  • Nr. 12/14 symmetrische Mietshausgruppe im klassizistischen Jugendstil, 1911/12 von Heinrich Stengel und Paul Hofer.
  • Nr. 13 neuklassizistische Villa, 1912 von Heilmann & Littmann.
  • Nr. 15 Orthodoxe Chabad-Synagoge
  • Nr. 16 neuklassizistische, reich gegliederte Villa in Ecklage zum Shakespeareplatz, mit hölzernem Gartenhäuschen.
  • Nr. 18 Stury-Villa, 1912 von Paul Böhmer, mit zwei Gartenpavillons[3].
  • Nr. 21 historisierende Villa, um 1910.
  • Nr. 22 neuklassizistische Villa, um 1910.
  • Nr. 23 historisierende Villa, 1921 von Gustav Ludwig.
  • Nr. 24 Mansarddachvilla in Ecklage am Galileiplatz, neubarock, um 1910, ehemaliges Wohnhaus des Malers Heinrich von Zügel.
  • Nr. 27 historisierende Villa, um 1910, bildet Gruppe mit Cuvillésstraße 31.
  • Nr. 29 Klinik Dr. Gaertner, neuklassizistisch, mit Stuckdekor, 1912, Gebrüder Ludwig.
  • Nr. 31 barockisierende Villa mit Stuckdekor, um 1910.
  • Nr. 33 barockisierende Villa, 1911 von Theodor Veil, mit kugelbesetztem Gartenzaun.
  • Nr. 35 Haus im Sternenwinkel, stattliche neuklassizistische Villa, um 1910.
  • Nr. 37. Ehemals Wohnhaus des Malers Heinrich Zügel. Atelier-Villa in Ecklage mit der Galileistraße, barockisierend um 1910. [4] Allerdings wurde das Haus erst im Jahr 1914 durch den Architekten Paul Böhmer erbaut, für die Bildhauerin Jenny von Bary-Doussin (Geborene Doussin, gestorben am 22. August 1922 in München.) Mikorey wird es bis zur Zerstörung im 2. Weltkrieg als Atelier-Wohnhaus nutzen. [5]. Bereits 1915 werden die Bary-Doussin in die Possartstraße 34 umziehen. Auch Franz Mikorey[6] findet sich als Bewohner, der das Haus als Atelier und Werkstätte verwendet. in den Adressbüchern wieder. Mikorey selbst wohnte in der Diefenbachstraße 17 in Solln.[7]

Lage

>> Geographische Lage von Possartstraße im Kartenverzeichnis (auf tools.wmflabs.org)

Referenzen

  1. München und seine Bauten bis 1912, Stadtplan, Abschnitt Bogenhausen.
  2. Münchner Straßennamen 1965, S.238 Shakespeareplatz Erstbenennung
  3. http://www.nordostkultur-muenchen.de/architektur/stury_villa.htm
  4. Entnommen aus; Denkmäler in Bayern, Oldenbourg München 1985, S.26
  5. Dorle Gribl; Solln und die Prinz-Ludwigs-Höhe, - Villen und ihre Bewohner. S.95 Franz Mikorey
  6. Münchner Stadtadressbuch 1951 -Adreßbuch der Münchner Firmen und Gewerbetreibenden. S.34 - Bildhauer - Mikorey Franz - Possartstraße 37.
  7. Dorle Gribl; Solln und die Prinz-Ludwigs-Höhe, - Villen und ihre Bewohner. S.95 Franz Mikorey
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Das Thema "Possartstraße" ist auf Grund der überregionalen Bedeutung des Themas auch bei der deutschsprachigen Wikipedia vertreten — dort:
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