Kurt Landauer

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Kurt Landauer (* 28. Juli 1884 in Planegg; † 21. Dezember 1961 in München) war ein Kaufmann und Fußballfunktionär.

Er war in der Zeit von 1913 bis 1951 mit Unterbrechungen durch die Nazis Präsident des FC Bayern München.

1938 wurde er einen Tag nach der Pogromnacht für vier Wochen im Konzentrationslager Dachau, Block 8, als bekannter und relativ reicher Jude gefangen genommen und gequält. Nach seiner Entlassung, angeblich als Frontkämpfer im 1. Weltkrieg, konnte er im Mai 1939 gerade noch in die Schweiz flüchten. In der Schweiz erfuhr Kurt Landauer von der Deportation und Ermordung seiner Geschwister Gabriele, Leo, Paul und Franz sowie dessen Frau Tilly. Nur Kurt Landauer und seine jüngste Schwester Henny überlebten die Schoa, die Judenhetze der Nazis.

Nach ihm benannt ist der Kurt-Landauer-Weg in Freimann.

  • Es gibt aber auch einen virtuellen LandauerWalk - siehe als App.

Filme

  • Hans Steinbichler, Regie: Landauer - Der Präsident (D, 2014) Drehbuch: Dirk Kämper, Darsteller: Josef Bierbichler, Jeanette Hain, Herbert Knaup, Andreas Lust, Andrea Wenzl, Eisi Gulp, Billie Zöckler. Länge: 89 Minuten
  • Nick Golüke: Landauer, gefeiert, verbannt, vergessen. Dokumentation, 2014

Untersuchungen zur Vereinsgeschichte

Seit 2015 schickt der FC Bayern München eine Wanderausstellung ''"Kicker, Kämpfer und Legenden", durchs Land. Der Historiker Frank Bajohr und eine Kommission sollen ab Dez. 2017 die Beziehung des Bayern München Clubs zur NSDAP auf dunkle Flecken untersuchen. Der FC Bayern lässt damit von unabhängigen Forschern im Institut für Zeitgeschichte seine Rolle in der NS-Zeit aufarbeiten. Muss er nach neuen Aktenfunden seine Vereinsgeschichte korrigieren?

Weblinks

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