Ein Wagen von der Linie 8

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Ein Wagen von der Linie 8 ist der Titel und eine Hauptzeile von einem Lied des Münchner Komikers Weiß Ferdl. In erster Linie wird darin der vergebliche Versuch einer älteren Dame, mit der inzwischen eingestellten Trambahnlinie 8 zum Max-Weber-Platz zu gelangen, besungen. Überhaupt wird die Münchner Trambahn liebevoll und bissig zugleich von all ihren schlechten Seiten dargestellt.

Die Linie 8, die in ihrer größten Ausdehnung vom Hasenbergl über den Scheidplatz, Stachus, Sendlinger Tor, Lindwurmstraße, Harras nach Fürstenried West fuhr, wurde am 22. November 1975 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung eingestellt.

Im Oktober 2004 legte die Münchner Verkehrsgesellschaft ein Kundenmagazin mit dem Namen Linie 8 auf.

Refrain, Inhalt

Eingebettet in den Refrain

„Ein Wagen von der Linie 8, weiß-blau, fährt ratternd durch die Stadt. So fährt der Wagen schnell dahin. Die Menschen, die im Wagen drin, ... Da drin - im Wagen der Linie 8. “

hört man den Schaffner, zum Teil im Dialog mit typisierten Reisenden auf dieser Linie. So sind wiederholt seine Ansagen zu hören: „Vorsicht, der Wagen ist besetzt!“, „Noch jemand ohne?“ Der Text passt zum Streckenverlauf, der bei Münchnerinnen und Münchnern damals natürlich beim Zuhören vor dem inneren Auge erschien.

So eine Dame, die zum Max-Weber-Platz möchte und nicht weiß, wann sie umsteigen muss:

Der Schaffner nennt ihr mehrfach erfolglos die Station und die Umsteigelinien. Als sie es bemerkt und kommentiert, „Och Gott, och Gott, och Gott - mich trifft der Schlag“, antwortet der Schaffner, „Gut, dann bleim'S sitzen bis zum Nordfriedhof!”

Ein Reisender aus Stuttgart hat Angst, seinen Zug zu verpassen und drängt sich auf Schwäbisch aus dem Zug. („Aussteige lasse! Aussteige lasse!”)

Als Schlußzeile heißt es versöhnlich: … fährt weiter durch die Stadt.

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